Wohnen im Alter

Wohnen im Alter:
Die fünf häufigsten Wohnformen

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Auch im Alter möchten viele Menschen auf ihre gewohnten vier Wände nur ungern verzichten. Doch die Bedürfnisse verändern sich: Die körperliche Fitness lässt nach, die finanziellen Mittel sind vielleicht nicht mehr ausreichend oder Einsamkeit stellt sich nach dem Tod des Partners ein. Es gibt viele Faktoren, die eine wohnliche Veränderung erfordern. Immonet gibt einen Überblick über die fünf häufigsten Wohnformen im Alter.

Die Wohnmodelle

Wie Sie selbst im Alter wohnen möchten, sollten Sie vom Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit, Ihren finanziellen Mitteln und auch von Ihrer Persönlichkeit abhängig machen.

1. Altersgerechter Umbau

Wenn Sie Ihr gewohntes Umfeld nicht verlassen möchten, sollten Sie Ihre Wohnung rechtzeitig durch gezielte Umbaumaßnahmen den Bedürfnissen im hohen Alter entsprechend anpassen. Dazu zählen meist ein Treppenlift, eine ebenerdige Dusche, Haltegriffe an den Wänden oder auch abgesenkte Arbeitsflächen in der Küche.

2. Senioren-WG

Ist der geliebte Partner verstorben, macht sich nach jahrzehntelanger Zweisamkeit schnell ein Gefühl der Leere und Einsamkeit breit. Eine Wohngemeinschaft bietet die Möglichkeit, wieder in täglichem Kontakt mit anderen Menschen zu sein und den Alltag gemeinsam zu meistern. Besonders im Notfall ist es hilfreich, dass jederzeit jemand da ist, der schnell zur Hilfe eilen kann. Auch die finanzielle Ersparnis ist in Hinblick auf die niedrigeren Einkünfte im Rentenalter ein großer Vorteil bei der Senioren-WG.

3. Betreutes Wohnen

Beim betreuten Wohnen leben Sie weiterhin überwiegend eigenständig in Ihrer eigenen Wohnung, die sich in einer eigens dafür konzipierten Wohnanlage befindet. Je nach Bedarf können Sie hier Annehmlichkeiten in Anspruch nehmen, die Ihnen den Alltag erleichtern. Dazu zählen eine Haushaltshilfe, Essenlieferungen und ein Pflegedienst, der rund um die Uhr verfügbar ist. Darüber hinaus werden meist Freizeitaktivitäten angeboten, bei denen Sie in Kontakt mit anderen Bewohnern treten können.

4. Mehrgenerationenhäuser

Wie der Name es schon sagt, leben Sie bei dieser Wohnform mit verschiedenen Generationen unter einem Dach. Sie verfügen über private Räumlichkeiten und teilen sich darüber hinaus häufig gemeinschaftlich die Küche sowie Aufenthaltsräume mit den anderen Bewohnern. Der Vorteil dieser Wohnform ist auch hier, dass Sie in regelmäßigem Austausch mit anderen Menschen sind und jederzeit einen Ansprechpartner haben, wenn es um die Organisation des Alltags oder z.B. die Unterstützung bei technischen Fragen geht. Aber auch Ihre Mitbewohner profitieren vom Zusammenleben und Ihrer Lebenserfahrung.

5. Seniorenheim

Sollten Sie körperlich nicht mehr dazu in der Lage sein, Ihren Alltag allein zu meistern, erhalten Sie in einem Altersheim optimale Betreuung. Sie werden rund um die Uhr versorgt und bekommen im Notfall sofortige Hilfe. Schauen Sie sich vorab einige Einrichtungen an und entscheiden Sie in Ruhe, welche für Ihre Bedürfnisse und auch Ihren Geldbeutel infrage kommt.

Frühzeitige Planung ist wichtig

Viele Menschen denken erst im hohen Rentenalter darüber nach, wo sie ihren Lebensabend verbringen möchten und beginnen mit der Planung erst dann, wenn der Alltag im eigenen Zuhause kaum noch oder gar nicht mehr zu meistern ist. Doch kurzfristig einen Platz in einer Pflegeeinrichtung oder einer betreuten Wohnanlage zu bekommen, ist nahezu unmöglich. Nicht selten ist dies mit langen Wartezeiten verbunden. Auch der altersgerechte Umbau der eigenen Wohnung nimmt einige Zeit in Anspruch.

Daher empfiehlt es sich, dass Sie sich bereits mit Anfang 60 Gedanken darüber machen, wie Sie gern im Alter leben möchten. Sie können sich in Ruhe verschiedene Wohnformen anschauen und abwägen, welche für Sie und Ihre Bedürfnisse geeignet ist. Unterstützung bei der Auswahl der geeigneten Wohnform erhalten Sie in den Seniorenbüros oder Wohnberatungsstellen der Gemeinden. Auch Wohlfahrtsverbände stehen Ihnen bei diesem Thema beratend zur Seite.

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