Im digitalen Zeitalter werden Wanduhren immer mehr zum Dekorationselement © Jonny Caspari / iStock

Tipps für die Wanduhr

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Zeit ist die wichtigste Ressource in unserem Leben. Daher ist es sinnvoll, sie im Blick zu behalten. Ohne Uhren ist unser getaktetes Leben kaum vorstellbar. Und obwohl jeder die Zeit auf dem Smartphone ablesen kann, ist der Blick zur Wand bequemer. Wanduhren erfreuen sich daher nach wie vor großer Beliebtheit. Heute fungieren sie nicht mehr nur als Zeitanzeige, sondern vor allem als Design- und Einrichtungsobjekt. Immonet fasst die aktuellen Trends zusammen.

Wanduhr wird zum Trendobjekt

Die Wanduhr hat sich zu einem Trendobjekt entwickelt. Zum Ablesen der Uhr nutzen viele Menschen heutzutage ihr Handy, dennoch wollen sie zu Hause an der Wand gerne ein schönes Accessoire haben, das nützlich und schick zugleich ist. Und so sind Wanduhren heute nicht mehr nur in der Küche, sondern auch im Wohnzimmer, Kinderzimmer und Flur zu finden. Neben den Klassikern wie der runden und hellen Uhr im reduzierten Bahnhofsuhrenstil ist eine große Bandbreite an Wanduhren zu haben. Die Spanne reicht von klassisch-reduziert über witzig-verspielt bis hin zu extravaganten Designs.

Klassisches versus modernes Design

Es gibt Wanduhren als analoge und digitale Variante. Beliebter sind für die Wand analoge Modelle mit zwei oder drei Zeigern. Die klassische Form ist kreisrund, aber mittlerweile gibt es eine große Vielfalt auf dem Markt. Neben quadratischen Uhren finden sich viele ungewöhnliche Formate. So gibt es beispielsweise aus Metallstäben zusammengesetzte Uhren, die an auseinanderfallende Mikadostäbchen erinnern. Bei anderen gehen die Stäbe sonnenstrahlförmig von der Mitte ab. Daneben gibt es Uhren auch in Augenform, quasi in auslaufende Rauten. Der Markt bietet aktuell genügend Modelle für Individualisten, die besondere Akzente im Zuhause setzen wollen.

Viele Uhrendesigns orientieren sich in ihren Entwürfen an den angesagten Wohntrends. Das gilt insbesondere für die Materialwahl. Da hängen je nach aktuellem Einrichtungsstil auch mal Objekte aus Beton oder in Betonoptik an der Wand. Auch Holzuhren gewinnen an Bedeutung, besonders Modelle in dunklen Tönen. Die natürliche Maserung des Holzes verleiht jeder Uhr ein individuelles Aussehen – und das ist derzeit den Trends zufolge sehr gefragt. Zudem kann Holz sehr edel und hochwertig wirken. Insgesamt sind vermehrt natürliche Materialien an der Wand zu sehen, darunter Schiefer, Messing oder Gold.

Vintage als Stilrichtung ist auch bei Uhren beliebt. Modelle dieser Art passen gut zu einer Shabby-Chic-Einrichtung, aber durchaus auch zu schweren, dunklen Möbeln oder dem leichten Skandinavien-Design. Ebenfalls im Vintage-Look gibt es derzeit Uhren auf dem Markt, deren Ziffernblatt alten Werbe-Metallschilder nachempfunden ist. Sehr bunt und ein bisschen retro sind sie etwas für Liebhaber vergangener Zeiten.

Wanduhren werden größer und auffälliger

Moderne Wanduhren werden größer – und auffälliger. So bestehen einige Modelle nur aus Zeiger und Ziffern, die einzeln und direkt an der Wand angebracht werden. Das Ziffernblatt wird bei diesen Uhren im Wandtattoo-Look quasi von der Wand ersetzt. Diese Modelle eignen sich aber nicht für jede Wand. Wo es blättert, wirkt es schnell billig. Das kann mit Zahlen auf Metall nicht passieren.

Ein beliebtes Motiv für Wanduhren ist die Weltkarte – ob als Abbildung auf dem herkömmlichen Ziffernblatt oder als Wandtattoo, ob in der Optik einer antiken Karte oder lediglich als reduzierter Umriss der Kontinente.  Angesagt sind auch Uhren, die das Laufwerk zum Motiv machen. Es wird entweder hinter einer Glasscheibe gezeigt oder symbolisch dargestellt.

Eines der wenigen digitalen Modelle und gleichzeitig ein echter Trendsetter ist schon jetzt auf dem Weg, ein Klassiker zu werden: die Uhr QLOCKTWO der schwäbischen Manufaktur Biegert & Funk. Die quadratische Uhr, die es in unterschiedlichen Ausführungen etwa auch für das Handgelenk gibt, zeigt die Zeit in Worten an. Dies gelingt, indem jeweils einige der vielen in Reihen angeordneten Schriftzeichen hell aufleuchten und so die Zeit nennen: „Es ist halb acht.“

Die passende Uhr finden

Bei der Wahl der richtigen Uhr spielen folgende Fragen eine wichtige Rolle: Soll sie in erster Linie schön aussehen oder soll sie hauptsächlich die Zeit anzeigen? Ist Letzteres der Fall, müssen Zeiger und Ziffernblatt so gewählt sein, dass sie schnell und ohne Mühe ablesbar sind. Auch die Größe spielt eine erhebliche Rolle. In einem kleinen Wohnzimmer sollte auch eine Uhr, die vorrangig als Designobjekt dient, nicht überdimensioniert ausfallen. Zur Orientierung kann ein Bild oder Poster dienen – die Uhr sollte je nach Gestaltung niemals mehr Raum einnehmen als ein Gemälde, das man an der betreffenden Stelle aufhängen würde. Eine Ausnahme besteht, wenn Wand und Uhr verschmelzen, die Uhr also lediglich aus Ziffern und Zeigern besteht.

Beim Design gilt: ln ist, was gefällt. Zu jedem Stil kann die passende Uhr gefunden werden. Und auch Stilbrüche sind schon länger nicht mehr tabu. Aufpassen sollte man jedoch hinsichtlich der Kombination von Uhr und Stil. Je stärker sich die Uhr vom vorherrschenden Stil unterscheidet, desto mehr fällt sie auf. Das kann hervorragend passen, die Grenze zum übertriebenen Stilbruch ist jedoch schmal.

Grundsätzlich gilt die folgende Formel: Unterschiedlicher Stil = gleiche Farbfamilie. Passt der Stil zum Rest der Einrichtung, dürfen Form und Farbe stärker auffallen. Dann sollten Uhr und andere Objekte wie Möbel aber möglichst nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren. Zu bedenken ist auch, dass billig wirkende Exemplare keine edle Einrichtung schnell abwerten können. Dabei kommt es nicht nur auf den Preis an, sondern auch darauf, ob Stil, Materialien und Optik zusammenpassen. Soll die Uhr im Schlaf- oder Kinderzimmer hängen, ist ihre Lautstärke ein wichtiges Kriterium. Was nützt das schönste Objekt, wenn es den Nachwuchs durch sein lautes Ticken nicht schlafen lässt?

Der richtige Ort für die Wanduhr

Am häufigsten tauchen Wanduhren in der Küche auf. Beim morgendlichen Kaffee hilft die Uhr, die Zeit im Blick zu behalten und rechtzeitig das Haus zu verlassen. Auch die Frage, wie lange die Kartoffeln jetzt gekocht haben, ist so schnell geklärt. Daher sollte die Uhr so hängen, dass sie möglichst vom Essplatz aus sowie der Arbeitsplatte und dem Herd gut sichtbar ist.

Für das Wohnzimmer gibt es tolle Designer-Uhren. Vor dem Kauf sollte man jedoch bedenken, dass ein beispielsweise großes und auffälliges Modell nicht nur schick aussehen, sondern auch die Entspannung stören kann. Möchte man beim wohlverdienten Relaxen nach der Arbeit immer an die voranschreitende Zeit erinnert werden? Ein guter Platz für eine Wanduhr kann folglich über dem Sofa sein: Dort fällt der Blick nicht ständig auf das Ziffernblatt und die Uhr kann dennoch als hübsche Dekoration dienen. Ebenfalls gut machen sich im Wohnzimmer Designerobjekte, bei denen das schnelle Ablesen der Uhrzeit weniger wichtig ist.