Wärmedämmung für Fenster

Moderne Fenster: So bleibt die Wärme im Haus
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Mit dem Einbau moderner Fenster lässt sich bis zu 50 Prozent Energie sparen. Einige Herstellerfirmen sprechen von Einsparmöglichkeiten von zwölf bis gar 28 Liter Öl beziehungsweise Kubikmeter Gas je Quadratmeter Baufläche.

U-Wert ist das Maß aller Dinge

Gemessen wird der Wärmeschutz mit dem so genannten U-Wert. Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, welche Energiemenge pro Sekunde über einen Quadratmeter in Joule abfließt. Kurz: Je niedriger dieser Wert, desto besser die Wärmedämmung.
Durch die Verbesserung des U-Wertes lässt sich so nicht nur Energie sparen, sondern auch eine höhere Oberflächentemperatur auf der Glasinnenseite erzielen. Dies wirkt sich positiv auf den Wärmeschutz aus. Fenster, die mit unbeschichtetem Isolierglas ausgestattet sind, entsprechen schon länger nicht mehr den aktuellen Standards. Der U-Wert dieser Verglasung beträgt 2.9 W/m² K. Mit einem Isolierglas mit zwei Scheiben erreicht man heute aber schon einen U-Wert von etwa 1.0 W/m² K, mit drei Scheiben Isolierung sogar ca. 0,5 W/m² K. Dickster Pluspunkt für einen Austausch der Fenster ist also die zu erwartende Kostenersparnis.

Schwachstelle Fensterrahmen

Leider reicht es oftmals nicht aus, nur die Fensterscheiben zu tauschen. Viel Energie geht auch über marode Fensterrahmen verloren. Die gute Nachricht: Die Dämmeigenschaften von Fensterrahmen haben sich im Vergleich zu früher deutlich verbessert. Einen guten Wärmeschutz und eine beeindruckende Langlebigkeit bieten Holzfenster – vorausgesetzt, sie werden regelmäßig gestrichen. Um bis zu 20 Prozent günstiger und pflegeleichter sind dagegen Kunststoffrahmen, die meist aus PVC hergestellt sind. Sie halten aber nicht so lange wie gut gepflegte Holzrahmen. Praktisch wartungsfrei sind Aluminiumrahmen. Nachteile: In der Anschaffung sind sie die teuersten Fensterrahmen – und: Sie geben mehr Wärme nach außen ab als Holz oder Kunststoff. Unabhängig von der Wahl des Materials sollten Rahmen speziell gedämmt  oder mit Mehrkammerprofilen ausgestattet sein.

Risiken einer Fenstersanierung

Wenn die Fenstererneuerung mit einer Außendämmung kombiniert wird, sollte auch die Lage des Fensters überprüft werden. Energetisch und häufig auch optisch vorteilhaft ist ein Verschieben nach außen. Wenn die Fenster bündig mit der Wärmedämmschicht abschließen, erspart das die Dämmung der Laibungen.

Ganz wichtig ist das regelmäßige Lüften nach einer Fenstersanierung. Wer das nicht beachtet, riskiert die Bildung von Schimmelpilz in seinen Wohnräumen.

Was neue Fenster kosten

Ob zweifach- oder dreifach verglast, ob Holz- oder Alu-Rahmen: Die Kostenspanne bei einer Sanierung der Fenster ist groß. Wer alle Fenster in seinem Haus tauschen möchte, sollte sich auf Kosten von deutlich mehr als 10.000 Euro einstellen. Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Fenster sollten 200 bis 300 Euro veranschlagt werden. Günstiger wird es, wenn zum Beispiel die vorhandenen Rahmen noch gut in Schuss sind und nur das Glas ausgetauscht werden muss. Vorausgesetzt: Die Rahmenstärke reicht für die dickere Wärmeschutzverglasung aus. Dann werden etwa 100 Euro pro Quadratmeter fällig.

Tipp: Wer bares Geld sparen und marode Fenster austauschen möchte, kann Schritt für Schritt vorgehen. Dabei empfiehlt es sich, auf der Nordseite des Gebäudes anzufangen. Fenster an der kalten Nordseite brauchen bessere Dämmeigenschaften. Deshalb sollten Hausbesitzer an dieser Stelle auf eine Dreifach-Isolierung setzen.

Fensterbau ist Profi-Sache

Unabhängig für welche Art von Fenster-Sanierung Sie sich entscheiden: Lassen Sie Profis ans Werk. Denn nur so können Sie sicherstellen, dass Übergänge und Dämmung fachmännisch erledigt werden. Ansonsten haben Sie möglicherweise viel Geld investiert – und müssen auf die erhoffte Einsparung bei den Heizkosten verzichten!

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