Türsicherung, Wärmedämmung, Schallschutz und Optik

Türsicherung, Wärmedämmung, Schallschutz und Optik

© Spiderstock / iStock

Türen sollen einerseits zum Einrichtungsstil passen und andererseits Sicherheit beziehungsweise Privatsphäre bieten. Dabei ist Tür nicht gleich Tür: Die Türsicherung sollte bei Haustüren an erster Stelle stehen, wohingegen bei Zimmertüren fürs Kinder- oder Badezimmer die Optik eine größere Rolle spielt. Verschaffen Sie sich vor der Auswahl und dem Einbau einen Gesamteindruck, denn wenn vom Flur fünf verschiedene Türen abgehen, kann dies sehr unruhig wirken. Immonet stellt verschiedene Türmodelle, Sicherheitsmaßnahmen und die aktuellen Trends vor.

Laut Statistik versuchen Einbrecher alle zwei bis drei Minuten in ein Haus oder eine Wohnung einzusteigen. Zu den effektivsten Sicherungsmaßnahmen gehören einbruchhemmende Schlösser für die Haustür. Türschlösser, die den empfohlenen Normen entsprechen, können problemlos nachgerüstet werden. Wer es Langfingern schwer machen will, benötigt keinesfalls ein Dutzend Schlösser. Wichtig ist in erster Linie, dass Türschloss, Tür, Rahmen und Schließblech gut aufeinander abgestimmt sind und fachgerecht eingebaut werden. Zusätzlich zu einer stabilen Haustür und einem widerstandsfähigen Türrahmen empfehlen Experten ein einbruchhemmendes Schloss. Einbruchhemmend bedeutet, den Einbrechern das Aufhebeln und Aufbohren des Schlosses erheblich zu erschweren. Wird der Versuch, ins Haus zu gelangen, nicht innerhalb weniger Minuten von Erfolg gekrönt, lassen die meisten Kriminellen laut Polizeiangaben von ihrem Vorhaben ab.

Türsicherung: Was ist wichtig?
© Freer Law / iStock

Sicherheitsnormen bei Türschlössern beachten

Sicherheitsexperten empfehlen Türschlösser, die der DIN 18251 und der Klasse 4 oder 5 entsprechen. Neben den häufig anzutreffenden Einsteckschlössern für gefälzte Türen gibt es auch spezielle Einsteckschlösser für Rollrahmentüren, die meist in Türen aus Metall- und Kunststoffprofilen verbaut werden. Beide Modelle sollten den genannten Sicherheitsnormen entsprechen oder daraufhin nachgerüstet werden. Bei Sicherheitsschlössern mit Mehrfachverriegelung ist Klasse 3 ausreichend. Im Neubau-Bereich bieten Türschlösser der Widerstandsklasse 2 gemäß DIN V ENV 1627 den besten Einbruchschutz.

Wichtige Komponenten des Schlosses

In das Türschloss werden ein Profilzylinder, ein Schutzbeschlag und eine Zylinderabdeckung eingebaut. Sinnvoll ist ein zusätzlicher Ziehschutz. Alle Bauteile müssen bündig miteinander abschließen und aufeinander abgestimmt sein, um einen guten Einbruchschutz gewährleisten zu können. Der Einbau sollte daher einem Fachmann überlassen werden.

Elektronische Sicherheitssysteme

Aktuell liegen elektronische Schließsysteme mit Code-Schloss oder mit biometrischer Zugangskontrolle im Trend. Hier wird der schlüssellose Zugang zum Haus durch die Eingabe des persönlichen Pincodes oder durch das Ablesen des Fingerabdrucks gewährt.

Türen sollten stets zum Einrichtungsstil passen, doch für die richtige Auswahl können auch die Lichtverhältnisse in der Wohnung oder im Haus eine Rolle spielen. Immonet gibt einen Überblick der gängigsten Türmodelle.

Wärmedämmung und Schallschutz
© whyframestudio / iStock

Welche Materialien eignen sich für die Haustür?

Meist sind Haustüren aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Holz wirkt natürlich, ist robust und in zahlreichen Nuancen erhältlich. Wer sich ein solches Modell anschafft, muss es allerdings häufiger mit Spezial-Öl behandeln und regelmäßig streichen, damit das Holz nicht verwittert. Kunststofftüren sind sehr viel pflegeleichter und zudem in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Besonders einladend wirken Türen mit Glaselementen. Der Eingangsbereich wird lichtdurchflutet und sieht dadurch hell und freundlich aus. Der Nachteil: Der Wohnbereich ist nicht vor neugierigen Blicken geschützt, ein Stück Privatsphäre geht so verloren. Türen mit viel Glas eignen sich daher eher für schlecht einsehbare Eingangsbereiche. Die Glaselemente lassen sich mittlerweile sogar mit LED-Leuchten farbig anstrahlen. Im Trend liegen Türen mit Applikationen aus mattiertem Edelstahl.

Auf gute Wärmedämmung achten

Gut gedämmte Haustüren helfen dabei, Energie zu sparen. Auch wenn sie in der Anschaffung teurer sind, rentieren sich diese Mehrkosten schnell. Energiespartüren haben mindestens eine Profilstärke von 80 Millimetern und sind mehrfach abgedichtet. In Kombination mit Dreifach-Wärmeschutzglaselementen bleibt die Heizluft im Haus.

Was ist bei Schallschutztüren wichtig?

Gerade wenn Ihr Haus an einer belebten Straße liegt, ist es wichtig, dass die Tür einen guten Schallschutz bietet. Für Schallschutztüren werden meistens spezielle Türblätter mit einem ein- oder zweischaligem Aufbau verwendet. Außerdem verfügen sie über besondere Abdichtungen zwischen Zarge und Türfalz sowie zwischen Tür und Fußboden.

Türen sollten stets zum Einrichtungsstil passen, doch für die richtige Auswahl können auch die Lichtverhältnisse in der Wohnung oder im Haus eine Rolle spielen. Immonet gibt einen Überblick der gängigsten Türmodelle.

© sidekick / iStock
© in4mal / iStock
© phototropc / iStock
© scovad / iStock
© Peter Visual / iStock
© Marc Osborne / iStock

Die Holztür: Der Klassiker

Holztüren sind in verschiedenen Varianten erhältlich. Zum Beispiel eignen sich Kassettentüren für den typischen Altbaustil, während die glatte Holztür mit schlichter Zarge und Design-Türgriff eher ins moderne Ambiente passt. Ob bunt lackiert, mit natürlicher Maserung oder exklusiv furniert – bezüglich der Farbe und Oberflächenbeschaffenheit gibt es kaum Grenzen.

Am häufigsten werden die klassischen Holzarten Buche und Ahorn nachgefragt. Ein kleines Revival erlebt aktuell die Eiche, allerdings nicht in der klassisch dunklen Variante, sondern in neuer, hellerer Färbung. Auch Beiztöne wie Grau oder Schoko sind beliebt. Allgemein geht der Trend eher zu dunklen Holzarten wie Nussbaum oder Wenge. Gefragt sind streifige Furniere in zurückhaltender, schlichter Optik oder ausdrucksstark und kontrastreich wie Kirschbaum und Makassar.

Metalltüren für den individuellen Stil

Bei Türen aus Metall ist es wichtig, dass das Design auf die Einrichtung und Aufteilung der Räume abgestimmt ist. So wirken Metalltüren in kleinen Häusern eher einengend, während sie in großzügigen Lofts und Ateliers stilvoll erscheinen. Die häufigsten Baustoffe sind Stahl und Aluminium, die sich durch eine hohe Stabilität auszeichnen. Dadurch geben sie Materialien wie Glas einen sicheren Halt und bilden interessante Gegensätze.

Glastüren sorgen für Licht und Leichtigkeit

Während Architekten in ihren Entwürfen immer mehr zu Glas und Transparenz tendieren, gilt dies auch für den Innenbereich. Glastüren verleihen den Räumen eine gewisse Leichtigkeit und sorgen – selbst dann, wenn sie geschlossen sind – für ausreichend Licht.

Für den puristischen Stil gibt es sie mit einfachen Metallbeschlägen, entweder als Einzel- oder als Doppeltür. Für ein modernes Ambiente sorgen farbige Elemente oder Dekorgläser mit geätzten, gesandstrahlten Oberflächen. Auch der Transparenz-Grad kann dabei variiert werden. In jedem Fall sollte man Sicherheitsglas verwenden.

Mehr Raum mit Schiebe- und Falttüren

Wer keinen Platz für den Schwenkbereich von Flügeltüren verschwenden möchte, sollte über den Kauf von Schiebe- oder Falttüren nachdenken. Schiebetüren können sowohl in als auch vor der Wand verlaufen, ganz nach dem persönlichen Geschmack. Bei der sichtbaren Variante ist es besonders bei Glastüren reizvoll, dass die massiven Metallführungen einen interessanten Kontrast bilden.

Für Falttüren sollten sich diejenigen entscheiden, die große Räume optisch teilen oder einzelne Ecken beziehungsweise Durchgänge schließen möchten. Die Innentür im Ziehharmonika-Look kann zum echten Hingucker werden und ist zudem platzsparend – egal ob einfarbig, bunt bedruckt oder transparent.