Tipps für den Kaufvertrag

Kaufvertrag© Fotolia/Picture-Factory

Wer sich ein Haus kauft, der sollte ein Auge auf sämtliche Vorgänge rund auf das Bauvorhaben beziehungsweise auf die zum Kauf stehende Immobilie haben. Zur Sicherheit vor bösen Überraschungen sollte der potentielle Immobilieneigentümer ein besonderes Augenmerk auf den Kaufvertrag haben. 

Zum Schutz des Käufers ist der Kaufvertrag für Immobilien weitestgehend in vereinheitlichter Form gehalten und enthält bestimmte Vertragsbestandteile. Der Kaufvertrag für ein Grundstück, ein Haus oder eine Eigentumswohnung macht in Deutschland grundsätzlich die notarielle Beglaubigung eines Notars erforderlich, so gebietet es das BGB.

Bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird

Bevor der Kaufvertrag für den Immobilienkauf beim Notar unterschrieben wird, sollte sich der angehende Immobilienbesitzer den per Post zugeschickten Entwurf ganz genau ansehen. Der Notar fungiert als Mittler und ist von rechtswegen verpflichtet, alle Vertragpartner über mögliche Risiken zu belehren, die der Kaufvertrag enthält. Um Ärger zu vermeiden, kann es dennoch nicht schaden, den Kaufvertrag nach der Zustellung erst einmal mit einem auf Baurecht spezialisierten Anwalt durchzugehen und dessen Anmerkungen mit dem Notar zu besprechen. So steht der Interessent mit seinem Kaufvertrag auf der sicheren Seite. Hierzu ist es natürlich wichtig, dass Sie mehrere Wochen Zeit haben, um den Kaufvertrag unter die Lupe zu nehmen. Unklare Punkte und rechtliche Folgen, die der Kaufvertrag enthalten oder nach sich ziehen kann, müssen mit dem Notar geklärt werden. Bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird, ist es ratsam, sich mit den grundsätzlichen Bestandteilen auseinanderzusetzen, die ein Kaufvertrag zum Erwerb von Immobilien beinhalten sollte.

Was der Immobilien-Kaufvertrag enthalten muss

Im Kaufvertrag muss natürlich aufgeführt werden, wer mit wem den Kaufvertrag abschließt und was genau gekauft wird. Dazu muss der Kaufvertrag eine Grundstücksbeschreibung, die Lage, eine Baubeschreibung und einen Auszug aus dem Grundbuch enthalten. Der Kaufvertrag muss den genauen Kaufpreis beziffern und außerdem einen detaillierten Zahlungsplan über die ratenweise Zahlungen enthalten. Das Bankkonto, welches die Zahlungen empfängt, muss benannt werden. Weiterhin ist wichtig, dass im Kaufvertrag die Grundbucheintragung festgehalten wird, sowie der Zeitpunkt des Einzugs und der Zustand bei Einzug. Grundsätzlich sollte jeder Bestandteil im Kaufvertrag mit Datum definiert werden. Das Benennen von Beschädigungen mit fotografischen Dokumentationen ist vorteilhaft.

Besonders wichtige Klauseln für den Kaufvertrag

Die Definition von Gewährleistungsansprüchen sollte bei schlüsselfertigen Neubauten und der Nachbesserung bedürftigen Altbauten im Kaufvertrag festgehalten werden. Eine Klausel zur Gewährleistung bei unsichtbaren Mängeln sollte bei gebrauchten Immobilien unbedingt im Kaufvertrag eingefügt werden. Da es kein Rücktrittsrecht gibt, sobald der Kaufvertrag unterzeichnet ist, ist es wichtig zu definieren, unter welchen Umständen der Käufer zurücktreten kann. Andernfalls heißt es "gekauft wie besehen", womit ein Widerruf ausgeschlossen ist. Ist ein Rücktritt nicht explizit im Kaufvertrag festgehalten, kann der Verkäufer bei nachträglich festgestellten Mängeln nicht haftbar gemacht werden, es sei denn, es handelt sich um arglistige Täuschung.

Weiterlesen:

Noch mehr Tipps zum Kaufvertrag

Premiumpartner KfW

Förderkredite und Zuschüsse der KfW

Ihre persönlichen Fördermittel zu bekommen ist leichter, als Sie vielleicht denken. Was wir fördern, und wie Sie Informationen erhalten, erfahren Sie hier.

Unser Premium-Partner: KfW

Finanzierungsangebot einholen

Fordern Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Finanzierungsangebot an.

Finanzierungsangebot einholen

Jetzt Angebot einholen!

Finanzierungs-Partner

Interhyp - Baufinanzierung
KfW - Die Bank aus Verantwortung