So schützen Sie sich gegen Stiche von Tigermücken

Schutz gegen Tigermücken

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Die Möbel im Kinderzimmer begleiten den Nachwuchs über viele Jahre. Deshalb sollten Schrank, Bett und Co. keine chemischen Stoffe enthalten, die Kinder auf Dauer krank machen können. Immonet zeigt, worauf Eltern beim Kauf achten sollten.

Mildes Klima begünstigt Mückenplage

Ein feuchtes und mildes Klima begünstigt grundsätzlich die Ansiedlung von Mücken und liefert beste Voraussetzungen für deren Nachwuchs. Weil es auch hierzulande zunehmend feuchter und milder wird, findet die schwarz-weiß gestreifte asiatische Tigermücke in Deutschland nach und nach gute Lebensbedingungen. Sie gilt als besonders gefährlich, weil sie unter anderem das Chikungunya-Virus übertragen kann. Außerdem wird ihr nachgesagt, das West-Nil-Virus sowie das Dengue- oder Gelbfieber zu übertragen. Diese Erkrankungen können vor allem für chronisch kranke Menschen gefährlich werden. So leiden Betroffene unter andauernden Gelenkschmerzen, ähnlich wie bei Rheumaerkrankungen.

Abgestandenes Wasser meiden

Das Umweltbundesamt bittet um Mithilfe, die Verbreitung der Tigermücke einzudämmen. Auch Mieter oder Hausbesitzer können ihren Teil dazu beitragen, dass sich die gefährliche Mücke nicht unnötig ausbreitet. Mücken legen ihre Larven vorzugsweise in stehende, kleine Wasseransammlungen. Die bilden sich schnell auf Balkonen oder Terrassen, etwa in Auffangschalen für Gießwasser. Deshalb sollten Sie darauf achten, überschüssiges Gießwasser nicht unnötig stehen zu lassen, sondern Töpfe und Schalen regelmäßig auszuschütten. Andere Wasserbehälter wie Regentonnen, Eimer oder Gruben mit Flüssigkeiten sollten abgedeckt werden.

So bleiben die Plagegeister draußen

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Tiere nicht in Ihre Räume gelangen. Als beste Maßnahme haben sich dichte Fliegengitter für Fenster und Türen bewährt. In der Regel werden sie mit selbstklebendem Klettband kostengünstig und problemlos angebracht. Im Fachhandel gibt es außerdem entsprechende Rahmen für Fenster und Türen, die sich verschrauben lassen. Achtung: Die Tigermücke ist tagaktiv. Wer seine Ruhe haben möchte, kann sich die lästigen Insekten mit einem Moskitonetz vom Leibe halten.

Tipps: Wenn Sie Fenster und Türen weit öffnen, schalten Sie die Innenbeleuchtung aus. Denn helles Licht zieht neben Mücken auch Motten und Nachtfalter an.

Hausmittel gegen Mücken

Effektiven Schutz vor Mückenstichen versprechen Körperöle aus Zedernholz, Eukalyptus oder Zitrusfrüchten. Experten raten vom Einsatz von Duftlampen und Verdampfern ab. In geschlossenen Räumen eingesetzt, können sie Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Unwohlsein auslösen. Zur stimmungsvollen Beleuchtung eignen sich in den Abendstunden auf Balkon und Terrasse auch Zitronella-Kerzen, die einen intensiven Duft verströmen, den Insekten nicht mögen.

Wirksames aus der Apotheke

Sogenannte Repellents aus der Apotheke, also insektenabwehrende Einreibe- oder Aufsprühmittel, haben sich bewährt. Vor allem mit den Wirkstoffen Pyrethrum aus Chrysanthemen und Diethyltoluamid, kurz DEET, lassen sich gute Erfolge erzielen. Sorgsam angewendet können sie auch Kleinkindern einen wirksamen Schutz vor Insektenstichen bieten. Wer davor zurückschreckt, seine Haut mit diesen Substanzen zu belasten, kann die Repellents auch auf die Kleidung auftragen.