Die besten Spielideen für den Garten von Immonet

Spielideen für den Garten

© Scott Webb / Unsplash

Ein gut ausgestattetes Kinderzimmer mit abwechslungsreichem Spielzeug ist schön und gut – doch Kinder wollen ihrem Spieltrieb auch außerhalb der elterlichen vier Wände nachgehen. Immonet zeigt, welches Spielzeug für den Garten gerade angesagt ist und worauf man bei Sandkasten, Trampolin und Co. achten sollte.

Spielen im Freien ist wichtig für Kinder

Kinder zieht es an die frische Luft. Das belegt die aktuelle KIM-Studie (Kinder, Internet, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest: 49 Prozent der 6- bis 13-Jährigen spielen der Untersuchung zufolge jeden oder fast jeden Tag draußen, 43 Prozent mindestens einmal pro Woche.

Die positiven Effekte des Spielens im Freien werden immer wieder von Medizinern und Psychologen bestätigt. Kinder, die viel draußen toben, sind weniger krank und motorisch stärker. Vom Spielen in der freien Natur profitiert auch die geistige Entwicklung: So werden zum Beispiel durch die verschiedenen Wahrnehmungen alle Sinne trainiert und einseitige geistige Belastungen durch etwa die Schule oder das Fernsehen ausgeglichen.

Sandkasten: Kleiner Aufwand, großer Spaß

Mit Sand Burgen zu bauen oder Kuchen zu backen, begeistert Kinder jeden Alters. Ein Sandkasten ist recht einfach und günstig zu realisieren. Auch im kleinsten Garten findet sich meist ein geeigneter Standort, da ein Sandkasten nicht viel Platz benötigt. „Die einfachste Variante ist die Sandmulde aus Kunststoff, die sich leicht auf- und abbauen lässt“, sagt Ulrike Schelling von idee+spiel, dem Kooperationsverbund mittelständischer Spielwarenhändler. Ein Zusatznutzen von sogenannten Sandmuscheln: Der Deckel lässt sich zum kleinen Planschbecken umfunktionieren.

Im Handel sind auch Sandkisten aus Holz erhältlich. Meist handelt es sich um Bausätze aus vorbehandelten Brettern, die man ineinander steckt und anschließend mit Sand befüllt. Einfache Varianten bekommt man bereits ab rund 50 Euro, etwas ausgefallenere Modelle mit Deckel oder einer kleinen Hütte, die man über die Sandkiste schieben kann, ab etwa 120 Euro.

Einen Sandkasten selbst bauen

Wer genügend Platz im Garten hat und keinen Sandkasten kaufen möchte, kann mit etwas handwerklichem Geschick und Zeit selbst einen bauen. Dazu hebt man zuerst ein etwa 15 Zentimeter (cm) tiefes Loch mit den Außenmaßen 160 x 160 cm aus. Das Loch wird mit Kies befüllt, der als Drainage für Regenwasser dient.

Anschließend montiert man die Kasten-Konstruktion. Vier Bretter – jedes etwa 20 cm breit und 150 cm lang – werden hochkant so verschraubt, dass ein Quadrat entsteht. Das setzt man in das Loch und kleidet die Konstruktion innen mit wasserdurchlässigem Vlies aus. Es soll verhindern, dass später Pflanzen oder Insekten in den Sand einwandern. Das Vlies wird an die Bretter montiert.

Besser keinen herkömmlichen Sand verwenden

In die mit Vlies ausgekleidete Kiste kommt zum Schluss der Sand. Für einen Sandkasten in der beschriebenen Größe benötigt man etwa 400 Kilogramm (kg) Sand. Ratsam ist, speziellen Spielsand zu kaufen. Es gibt ihn in Säcken zu 25 kg in jedem gut sortierten Baumarkt.

Die Kosten für einen solchen einfachen Sandkasten belaufen sich je nach verwendetem Material auf rund 100 Euro. Geld für eine Abdeckplane sollte man in jedem Fall zusätzlich ausgeben – Katzen hinterlassen gern ihren Kot in offenen Sandkästen.

Darauf sollten Sie beim Trampolin achten

Ein Trampolin ist ein besonderes Erlebnis für Kinder im Garten. Das Turnen darauf macht nicht nur Spaß, sondern schult auch die Beweglichkeit und das Körpergefühl. In den Fachgeschäften findet man zahlreiche unterschiedliche Formen und Größen. Welches Modell infrage kommt, hängt nicht nur vom Geldbeutel ab, sondern auch davon, wie viele Kinder gleichzeitig darauf springen sollen. „Man sollte die Sicherheitsanweisungen des Herstellers auf jeden Fall beachten“, betont Ulrike Schelling von idee+spiel. „Kinder toben einfach wild darauf herum, da ist eine Verletzungsgefahr vorhanden.“

Ein Sicherheitsnetz, das sich rund um das Trampolin an Stangen anbringen lässt, bewahrt Kinder vor Stürzen vom Spielgerät und ist daher eine sinnvolle Investition. Insbesondere kleine und leichte Modelle sollte man sorgfältig mit Bodenankern im Untergrund befestigen, damit sie beim Springen nicht wackeln oder umkippen. Über den Winter wird ein Trampolin mit einer speziellen Schutzplane abgedeckt – oder, besser noch, ganz abgebaut.

Hüpfburgen gibt es auch für den Hausgebrauch

Bei öffentlichen Festen gehört sie schon fast zum Standard, nun erobert die Hüpfburg auch private Gärten. Die Auswahl ist groß: Angeboten werden verschiedene Formen, etwa Schlösser oder Piratenschiffe, und unterschiedliche Größen. Manche Modelle bieten eine Zusatzausstattung wie eine Rutsche oder einen integrierten Pool auf. Auch wenn manche Hüpfburgen als Baby-Hüpfburgen vermarktet werden: Kinder sollten frühestens mit drei Jahren darauf herumtoben.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Hüpfburg anzuschaffen, sollte bedenken, dass die meisten Modelle viel Platz brauchen. Vor dem Kauf rät es sich, die Nähte auf ihre Verarbeitung hin zu überprüfen. Sind die einzelnen Bestandteile zu knapp zusammengenäht, besteht die Gefahr, dass die Nähte bei großer Beanspruchung der Hüpfburg reißen oder undicht werden.

Schaukel und Spielzeug zum Klettern

Hat man einen großen Schatten spendenden Baum mit starkem Ast im Garten, eignet er sich vielleicht als Aufhängung für eine Schaukel. Für kleine Kinder ist eine Schaukel mit Sicherheitsgurt empfehlenswert. Er sorgt dafür, dass die Kleinen nicht aus der Schaukel rutschen.

Wem die Schaukel nicht genügt, der findet vielleicht Gefallen an einem ganzen Schaukelgestell, das sicher in den Boden einbetoniert wird. Das Gestell bietet Brettschaukel, Gondel, Doppelleiter und ein Kletterseil. Das ist ein multifunktionales Spielzeug für draußen, das jedes Kind zum Spielen animiert.

Die Trends bei Outdoor-Spielzeug

Neben größeren Spielgeräten gibt es auch kleineres Spielzeug, das fürs Spielen im Freien geeignet ist. Förmchen, Schaufeln und Eimer aus robustem Kunststoff lassen sich nicht nur im Sandkasten, sondern auch für jegliches Buddeln in Erde und Matsch verwenden. Immer beliebter werden Spielzeuge rund um das Thema Wasser. „Kinder lieben auch im Garten das Abenteuer. Wasserspritztiere für den Gartenschlauch liegen absolut im Trend“, berichtet BVS-Geschäftsführer Kahnt. Diese Geräte drehen sich durch Wasserdruck und versprühen Fontänen ähnlich den Rasensprengern.

Spielspaß im Freien ohne großen Aufwand

Wer seinen Kindern schöne Spielerlebnisse im Garten verschaffen möchte, muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Manche Spiele lassen sich ohne großen Aufwand in die Tat umsetzen. Klassisches Beispiel: Fußball. „Mehr als einen Ball braucht man dafür nicht. Und Fußballtore lassen sich ruck zuck aufbauen“, sagt Ulrike Schelling. Wer solche Tore nicht hat, muss dennoch nicht verzichten. „Als Ersatz legt man einfach zwei Steine hin und stellt sich die Tore vor.“

Ähnlich einfach verhält es sich mit Kubb, auch Schwedenschach genannt. Das Nationalspiel der Schweden besteht im Wesentlichen aus Vierkanthölzern, die man sich auch selbst zurecht sägen kann. Und für Naturbeobachtungen, die insbesondere kleine Kinder faszinieren, benötigt man höchstens ein Lupenglas. Damit kann man Insekten fangen und anschauen.

Alternativen ohne Spielzeug

Die schönste Beschäftigung für Kinder an der frischen Luft kommt allerdings ganz ohne gekauftes Spielzeug aus – das Matschen mit Wasser und Erde. Die Zutaten dafür finden sich in jedem Garten. Kombiniert man diese beiden Elemente etwa mit leeren Joghurtbechern oder Getränkeflaschen, werden aus Kindern ganz schnell Köche, die ihre eigenen „Suppen“ zusammenrühren.

Darüber hinaus bietet die Natur viele weitere Utensilien, die Kinder zum Spielen und Experimentieren benutzen können, etwa Grasbüschel, Blätter, Stöcke oder Steine. Sie beflügeln die kleinen Entdecker in ihrer Phantasie – und sind dazu noch kostenlos.