Shabby Chic: Individuell und lässig

Shabby Chic:
Individuell und lässig

© Freistil 141 by Rolf Benz

Hollywood-Stars lieben den Einrichtungsstil Shabby Chic. Dieser Trend rückt Individualität ins Zentrum und verabschiedet sich vom optischen Einheitsbrei. Hier werden Möbel und Accessoires in Szene gesetzt, die einem am Herz liegen – etwa Flohmarkt-Funde, Dachbodenschätze oder Kindheitserinnerungen. Die Einheitlichkeit ist dabei zweitrangig. Immonet zeigt, wie Sie diesen Trend mit wenigen Handgriffen nachahmen können.

Shabby Chic: Weg von der Perfektion


Übersetzt heißt Shabby Chic „schäbiger Schick“ und steht für Möbel mit Ecken und Kanten, abgeblättertem Lack, Kratzern und Kerben, die eine Lebensgeschichte erzählen. Angesagt sind matte Pastelltöne wie Rosé, Türkis, Hellblau, Violett oder zartes Gelb, kombiniert mit Grautönen, Beige oder Altweiß.


Der Trend geht weg vom perfekt durchgestylten Zimmer und hin zum individuellen Raum. Hier werden allgemein Objekte, die eine individuelle Bedeutung haben, in den Vordergrund gerückt. Dazu gehören Möbel und Accessoires, Lampen und Schnickschnack jeglicher Art. Im Geschäft können Sie für den Look ein kleines Vermögen ausgeben, oder selbst ein altes Möbelstück aufwerten. Wer Lust auf frischen Wind in der Wohnung hat, aber keine neuen Möbel anschaffen möchte, für den ist der lässig-elegante Stil genau das Richtige. Ob der zusammengewürfelte Stil eine gute Kration ergibt, liegt dabei stets im Auge des Betrachters.

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Eine Shabby Chic Kommode – so geht's

Sie müssen kein Heimwerker-Profi sein, um einer Vintage-Kommode den Shabby Chic zu verpassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Handumdrehen ein Möbelstück aufwerten können. Sie benötigen dafür:  
 

  • ein altes Möbelstück, z.B. eine Kommode
  • Folie und Klebeband zum Schutz für den Boden
  • grobes und feines Schmirgelpapier
  • einen Schleifklotz
  • ggf. Holzbeize und Spachtel
  • einen Schwamm
  • mattweiße Farbe
  • ggf. Acrylfarbe in Pastelltönen
  • einen flachen Pinsel oder eine Farbwalze
  • Klarlack (seidenmatt oder glänzend)

Schritt 1 - Vorbereitung

Reinigen Sie die Kommode gründlich und breiten Sie darunter eine Folie aus, um den Boden vor Farbspritzern zu schützen. Falls die Kommode lackiert ist, entfernen Sie den Lack mit  Holzbeize. Das Beizmittel auftragen, kurz einwirken lassen und mit einem Spachtel den Lack abkratzen. Bei einer unlackierten Kommode wickeln Sie das grobe Schleifpapier um den Schleifklotz und schmirgeln Sie in Richtung der Holzmaserung. Befreien Sie die Kommode anschließend von Holz- und Farbresten.

Schritt 2 - Anstrich

Entfernen Sie Henkel, Knäufe oder Griffe, um diese nicht mit Farbe zu verschmutzen. Als nächstes tragen Sie die gewünschte Grundierung auf. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Möchten Sie eine weiße Kommode, pinseln Sie die weiße Farbe sorgfältig auf. Wenn Sie bunte Farbe verwenden möchten: Tragen Sie die Acrylfarbe mit einem Pinsel auf, lassen diese trocknen und tupfen danach mit einem Schwamm die mattweiße Farbe darüber. So leuchtet die bunte Untergrundfarbe dezent unter dem Weiß hervor.

Schritt 3 - Feinschliff

Sobald die Farbe getrocknet ist, schleifen Sie mit feinem Schmirgelpapier vorsichtig über die Kommode, damit das Holz durch die Farbe schimmert. Am besten über Kanten und Vertiefungen schmirgeln. Achtung: Hier sollten Sie nicht zu viel abschleifen! Wer einen starken, abgenutzten Effekt möchte, kann später noch ein zweites Mal nachschleifen. Anschließend können Sie die Kommode mit einer Schicht Klarlack versiegeln, um möglichst lange Freude an Ihrem Möbelstück zu haben. Jetzt müssen Sie nur noch die Knäufe wieder anmontieren und fertig ist Ihre neue, alte Kommode! Natürlich können Sie auch Stühle, Schränke oder Tische nach dieser Anleitung gestalten.

Dekoration

Zu Ihrer Vintage-Kommode passen angesagte Accessoires aus edlen Materialien wie Wolldecken aus  Strick, Vorhänge aus Spitze, gehäkelte Tischdecken und Papiertapeten mit Blumen oder Paisley-Mustern. Im Trend liegen auch Schirmleuchten, Kronleuchter, Treibholz, frische Schnittblumen in alten Vasen oder bunte Kissenbezüge aus Samt. Trauen Sie sich, Muster und Materialien zu mixen und probieren Sie aus, was Ihnen gefällt. Beim Shabby Chic muss nicht immer alles zusammenpassen. Das oberste Gebot des Stils ist, alles nach seinen persönlichen Vorstellungen einzurichten.

Tipp: Weniger ist mehr – zu viele Accessoires wirken meistens überladen.