Schwimmteich fürs Zuhause – Tipps von Immonet

Schwimmteich fürs Zuhause

© Ralf Menache / iStock

Der Traum vom eigenen Teich – gerade an heißen Sommertagen wünscht man sich, dem überfüllten Schwimmbad entgehen zu können und sich stattdessen im heimischen Gewässer abzukühlen. Ein eigener Schwimmteich ist zwar relativ teuer in der Anschaffung, stellt dafür aber eine Menge Luxus und Komfort dar. Kein Wunder also, dass sich in den letzten Jahren die Anzahl der Schwimmteiche in den deutschen Gärten um ein Vielfaches erhöht hat. Was Sie bei der Planung eines eigenen Teichs bedenken müssen, erfahren Sie bei Immonet.

Standortwahl ist wichtig

Um auch im deutschen Sommer den Schwimmteich bereits in den frühen Mittagsstunden nutzen zu können, sollte man diesen an einem sonnigen Platz bauen. Besonders eignet sich ein zentraler Stellplatz, der den ganzen Tag über Sonne hat. Außerdem sollte der Schwimmteich in die Gesamtkonzeption des Gartens einfügt werden, da dieser zum Entspannen gedacht ist. Accessoires, wie Sitzgruppen und Liegestühle in der Umgebung des Schwimmteichs unterstützen das Wohlfühlerlebnis. Außerdem muss die Möglichkeit gegeben sein, den Teich kindersicher gestalten zu können.

Aufbau vom Schwimmteich

Im Wesentlichen besteht ein Schwimmteich aus zwei Teilbereichen: der Schwimmzone und der Regenerationszone. Die Schwimmzone sollte groß und tief genug sein, damit einem ungehinderten Badespaß nichts im Wege steht. Die Regenerationszone dient der Reinigung des Wassers von Nährstoffen und Schmutzpartikeln durch Wasserpflanzen. Die Regenerationszone sollte zwischen 30 bis 70 Prozent der gesamten Schwimmteich-Fläche ausmachen, um eine ausreichende Wasserreinigung zu gewährleisten. Die Größe hängt aber auch von der Nutzungsintensität und dem Nährstoffgehalt des verwendeten Wassers ab.

Schwimmteich oder Pool

In der Regel ist ein Schwimmteich günstiger in der Anschaffung, als ein herkömmlicher Pool. Dasselbe gilt auch für die Reinigungskosten, denn für einen Pool  müssen in der Regel Reinigungsmittel gekauft werden. Der Begriff „sauber“ ist bei einem Schwimmteich aber relativ zu sehen, denn ein natürliches Gewässer wird niemals so sauber und steril wie ein Pool, dessen Wasser aufbereitet ist. Dafür ist das Wasser in einem Schwimmteich aber „weicher“ und damit angenehmer für die Haut.

Wie groß sollte ein Schwimmteich sein?

Die optimale Größe eines Schwimmteichs richtet sich nach individuellen Nutzung und dem grundsätzlich vorhandenen Platz. Wer Bahnen schwimmen möchte, sollte einen langen Schwimmbereich von etwa 35 Quadratmetern Fläche und 1,80 Meter Tiefe einplanen, die Breite ist hier eher zweitranging. Ist der Teich eher zum Planschen und Abkühlen oder für ein paar Runden Wassertreten gedacht, genügen 20 Quadratmeter Wasserfläche bei einer Tiefe von 1,50 Meter.


Berücksichtigt man ein ausgeglichenes Verhältnis von Schwimmbereich zu Regenerationszone, ergibt sich eine Mindestgröße für einen Schwimmteich von rund 40 Quadratmetern. Bei kleineren Schwimmteichen sollte man darauf achten, die Wasserqualität mithilfe von Filteranlagen zu stabilisieren.

Baurechtliche Grundlagen für einen Schwimmteich

Bei der Auswahl des Standortes sollten Sie darauf achten, dass der Schwimmteich vor starken Laubfall geschützt und dass er tagsüber ausreichend Sonne bekommt. Das ist für die Badetemperatur ausschlaggebend. Beim Bau sind Ihnen, außer der Abhängigkeit der Größe des Grundstücks, keine Grenzen gesetzt. In den meisten Bundesländern sind Teiche bis zu einer Größe von bis zu 100 m² genehmigungsfrei. Trotzdem sollten Sie unbedingt beim regionalen Bauamt anfragen.

Elektrik im Schwimmteich

Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten darauf, dass diese nur mit einer maximalen Spannung von 12 Volt betrieben werden dürfen. Das gilt besonders für Teichpumpen, die direkt im Schwimmteich betrieben werden. Alle Elektrogeräte mit mehr als 12 Volt Spannung müssen mindestens 2m Abstand zum Teich einhalten und trocken stehen. Achten Sie außerdem darauf, alle Wasser führenden Rohrleitungen in Kunststoff auszuführen.

Wasserreinigung im Schwimmteich

Um das Wachstum von Algen zu verhindern wird dem Teichwasser Phosphat entzogen. Das geschieht durch geeignete Filtrier-Medien, wie zum Beispiel Granulate aus Zeolit. Unterstützt wird die Wirkung des Zeolits durch einen bepflanzten Flachwasserbereich, die so genannte Regenerationszone. Der Regenerationszone wird das Wasser von der Oberfläche des Schwimmteichs über einen so genannten Skimmer und das Tiefenwasser über einen Bodenablauf zugeführt.

Durch einen extra Filter werden Laub und abgestorbene Pflanzenreste aus dem Wasser gefiltert. Nachdem das Wasser gefiltert wurde, wird es über eine Drainage am Grund der Regenerationszone wieder zurück in den Kreislauf gefördert. Um die Regenerationszone bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sollte man die Wasserfläche vor zuviel Sonnenlicht schützen. Beachten Sie in jedem Fall die Sicherheit in Form einer geeigneten Abdeckung, damit Kinder, aber auch Erwachsene nicht hineinfallen können.

Den Schwimmteich richtig anlegen

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Schwimmteich im eigenen Garten zu realisieren. Die Auswahl der Bepflanzung und der Anbauten ist groß. Sollen ein Steg, eine Mauer mit Wasserfall, eine kleine Liegeterrasse oder farbige Lichtquellen im Wasser hinzugebaut werden? Bei der Wahl des Standortes sollten Sie darauf achten, dass der Schwimmteich nicht in unmittelbarer Nähe von Laubbäumen oder Sträuchern angelegt wird, da die herunterfallenden Blätter für reichlich Arbeit sorgen und die Wasserqualität mindern.

Wichtig ist auch, dass der Schwimmteich ausreichend Sonne bekommt. Das ist für die Wassertemperatur auschlaggebend. In den meisten Bundesländern sind Teiche bis zu einer Größe von bis zu 100 m² genehmigungsfrei. Um sicher zu gehen, sollten Sie beim regionalen Bauamt anfragen.

Wichtig: Achten Sie auf Sicherheit. Eine Abdeckung oder ein Zaun schützt Kinder vor dem Hineinfallen.

Pflege und Pflanzen

Damit Sie lange Freude an Ihrem Teich haben, sollten Sie Zeit für die Pflege einplanen. Anti-Algenprodukte aus dem Fachhandel bringen meist nur kurzfristige Besserung. Verhindern Sie Algenaufkommen schon im Vorfeld. Reichern Sie Ihren Teich in der Regenerationszone mit Schwimm- und Unterwasserpflanzen wie Sumpfgras, Binsen, Pfeilkraut, Schwertlilien und Seerosen an. Diese entziehen dem Wasser Nährstoffe und das Algenwachstum wird gehemmt. Vergessen Sie nicht, den Teich regelmäßig von abgestorbenen Pflanzenresten zu befreien und einen Teil des Wassers einmal jährlich auszutauschen.

Tipp: Pflegen Sie Ihren Teich zu jeder Jahreszeit. Dann steht Ihrem Badespaß im eigenen Garten nichts mehr im Wege:

Frühjahr: Damit die Wasserqualität (sauberes und klares Wasser) verbessert wird, säubern Sie den Teich von Laub und Mulm. Der Schlamm aus dem Teichboden lässt sich mit einem Schlammsauger entfernen.

Sommer: Wasserstand prüfen und auffüllen, sowie Pflanzen stutzen und Verblühtes entfernen.

Herbst: Blätter und absterbende Pflanzenteile entfernen, Pflanzen stutzen und Röhrichtpflanzen stehen lassen, Netz als Schutz vor Laub über den Teich spannen, Pumpe und Technik frostfrei lagern.

Winter: Netz vor dem ersten Schnee und mögliche Schneedecken entfernen.

Wie viel kostet ein Schwimmteich?

Je nachdem, wie groß der Schwimmteich sein soll, wie hoch Ihre Ansprüche an die bauliche Ausgestaltung sind (Stufen, Stege, etc.) und wieviel Know-how Sie selbst mitbringen, können Sie beim Eigenbau rund die Hälfte des Geldes sparen.