Tipps von Immonet zum Entfernen von Schimmelpilz in der Wohnung

So entfernen Sie Schimmelpilz

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Richtiges Lüften ist einerseits entscheidend für ein angenehmes Klima im Haus oder in der Wohnung, verhindert andererseits aber auch die Bildung von Schimmel. Schimmelpilz entsteht dabei längst nicht nur in feuchten und dunklen Räumen oder in Altbauten, sondern kann ebenfalls in neuen und frisch sanierten Gebäuden auftreten, wenn man dem nicht entgegen wirkt. Bei Immonet lesen Sie, wie Sie Schimmelpilz effektiv entfernen können.

Studie: Schimmelpilz kommt häufig vor

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat zu dieser Frage eine bundesweite Studie ins Leben gerufen, deren Ergebnisse überraschen: In mehr als drei Millionen Häusern und Wohnungen kann Schimmelpilz nachgewiesen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen vier Wände ebenfalls befallen sind oder befallen werden könnten, ist also relativ hoch. Höchste Zeit, sich einmal über die Spezies der Schimmelpilze Gedanken zu machen.

So bildet sich Schimmelpilz

Um einen Schimmelpilz effektiv zu bekämpfen, muss man erst einmal wissen, woher er eigentlich kommt. Bauexperten wie Corinna Merzyn, Geschäftsführerin des Verbandes Privater Bauherrn (VPB) geben zu bedenken, dass durch die Einhaltung der Energieeinsparverordnung (EnEv) von 2002 durch eine erhöhte Dämmung des Wohnraums zwar Energie nachhaltig gespart werden kann, dieses jedoch zum Nachteil der Lüftung geschieht.

Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit in den Wohnräumen ansammelt und somit einen optimalen Nährboden für Schimmelpilze schafft. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch das Umweltbundesamt in seiner Untersuchung zu den EnEV-Vorgaben und veröffentlicht den Ratgeber mit dem sprechenden Titel: "Hilfe! Schimmel im Haus".

So bekämpfen Sie Schimmelpilz

Zuerst einmal: keine Panik. Auch wenn die Gesundheitsgefährdung bei Schimmelpilzen noch häufig unterschätzt wird, bewirken nicht zwangsläufig alle Schimmelpilz-Arten Bronchialasthma und Infektionskrankheiten. Auch wenn der Schimmelpilz bereits sichtbar ist, lässt er sich mit entsprechenden Chemikalien bekämpfen. Noch besser ist es jedoch, sich der Gefahr durch mögliche Schimmelpilz-Infektionen erst gar nicht auszusetzen und entsprechend vorzubeugen.

Regelmäßiges Lüften beugt Schimmelpilz vor

Wer regelmäßig lüftet (mindestens zweimal am Tag), kann dem Schimmelpilz bereits entscheidend vorbeugen. Das gute, alte Stoßlüften ist also gar nicht so altbacken wie sein Ruf. Noch besser wäre es jedoch laut Peter Mertens, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes des Westdeutschen Baustofffachhandeln Ruhrgebiet, stündlich die Fenster zu öffnen, vor allem dann, wenn sich permanent Menschen im Raum aufhalten.

Der menschliche Körper sondert pro Stunde einen Zehntelliter Feuchtigkeit aus – allein im Ruhezustand. Bei körperlicher Anstrengung wird dieses Maß noch überstiegen, ebenso bei spielenden Kindern, die zum Beispiel bis zu einem Liter pro Stunden ausdünsten. Hinzu kommt die verdunstende Feuchtigkeit von Pflanzen oder beim Kochen.

Dem Schimmel den Nährboden entziehen

Durch eine gute Lüftung lässt sich also der gemeine Schimmelpilz verhindern. Außerdem sollte man bereits beim Einzug in ein neues Zuhause auf die baulichen Maßnahmen wie Wärmedämmung und auf feuchte Stellen an Wänden und Böden achten, damit ihnen der Schimmelpilz nicht eines Tages über den Kopf wächst.