Fenster-Schalldämmung: Mehr Ruhe im Haus

Fenster-Schalldämmung: Mehr Ruhe im Haus
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Fenster sind die größten Schwachstellen der Lärmdämmung: Je mehr Fenster eingebaut sind, desto lauter wird es. Besonders wenn ihr Zuhause an einer vielbefahrenen Straße, neben Bahnschienen oder in einer Flugschneise liegt.

Neue Qualitätsfenster schützen generell besser gegen Lärm als alte. Um einen guten Schallschutz zu erreichen, sind zudem folgende Materialien entscheidend:

•             Verglasung (wichtig sind Dicke und Aufbau)

•             schalltechnische Qualität des Blend- und Flügelrahmens

•             Dichtung zwischen Blend- und Flügelrahmen

•             Dichtung zwischen Blendrahmen und Mauerwerk

Generell gilt: Je dicker die Scheibe, desto besser die Schalldämmung. Bei Doppelverglasungen sollte man auf verschieden dicke Scheiben achten, so wird der Lärm am besten abgeschwächt. Für höhere Schalldämmwerte setzt man häufig Mehrscheibenverglasungen ein. Hier ist die Größe des Luftzwischenraumes zwischen den Scheiben ausschlaggebend für den Schallschutz.

Tipp: Um das passende Fenster für ihre Wohnumgebung zu finden, lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten. Falls Sie gegen Pollen allergisch sind, sollten Sie zusätzlich ein Gitter einbauen lassen.

Alte Fenster schalldicht machen

Wer Ruhe benötigt, kann auch bei alten Fenstern den Schallschutz verbessern. Besonders bei unter Denkmalschutz stehenden Häusern, ist der Einbau von neuen Fenstern zudem häufig nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Zur Verbesserung der Schalldämmung muss der Raum zwischen Fenster und Mauerwerk besser abgedichtet und die Dichtung der Fensterflügel im Falzbereich erneuert werden. Darüber hinaus können Sie die dünne Einfachverglasungen durch eine dickere oder Isolierverglasung ersetzen. Haben die Fensterfalze keine Dichtungen, kann Silikonkautschuk zwischen Blend- und Flügelrahmen eingebracht werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit ein Vorsatzfenster zu montieren. Bei ausreichender Wanddicke lassen sich im Abstand von mehr als 10 cm Vorsatzfenster außerhalb oder innerhalb des vorhandenen Fensters einbauen. Das Innenfenster hat den Vorteil, dass die Struktur der Fassade erhalten bleibt, das Außenfenster bietet einen besseren Wetterschutz. Gegenüber dem Einbau eines neuen Schallschutzfensters ist diese Lösung billiger und führt zu einem guten Schallschutz.

Allerdings lässt sich durch einen nachträglich angebrachten Schallschutz nie der gleiche Effekt erreichen, den neue schalldichte Fenster erzielen.

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