Tipps zum Kauf und zur Pflege von Rosen

Kauf und Pflege von Rosen

© Emily Fletke / Unsplash

Rosen stehen bei vielen Gartenbesitzern ganz oben auf der Favoritenliste. Immonet hat Tipps vom Experten, worauf Sie beim Kauf und der Pflege von Rosen achten sollten, damit Sie lange Freude an der bunten Blütenpracht haben.

Tipps für den Kauf

Weil die meisten angebotenen Pflanzen hierzulande sogenannte Container-Ware sind, können sie in der Regel beinahe das ganze Jahr über gepflanzt werden. Lediglich bei Frost oder extremer Sommerhitze sollten Sie warten, bevor Sie Ihr Rosenbeet anlegen.

„Käufer sollten nicht auf die Blüte schauen, sondern auf das Etikett an der Innenseite“, rät Heiko Hübscher, Gärtnerischer Leiter des Rosengartens Zweibrücken. Darauf ist zu lesen, wie groß die Pflanze wird. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Pflanze die sogenannte Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung, kurz ADR, vorweisen kann. Dann nämlich ist sichergestellt, dass sie aktuellen klimatischen und Witterungsbedingungen standhält und gegen viele Krankheiten resistent ist.

Der richtige Standort

Zwei Dinge sind für Rosen von Bedeutung: Sonne und Wind. „Die Morgensonne ist wichtiger als die Abendsonne“, sagt Heiko Hübscher. Die und der Wind sorgen nämlich dafür, dass der Tau der Nacht von den Blättern abtrocknet. Geschieht das nicht, neigen Rosen zu Pilzerkrankungen der Blätter. Mittags könnten Rosen hingegen ruhig im Schatten stehen, so der Rosen-Fachmann. Alles in allem benötige eine Rose etwa fünf Stunden Sonne pro Tag.

Die Wahl der Rosensorte

Die Auswahl bei den Sorten ist nahezu unüberschaubar. „Es gibt etwa 150 verschiedene im Handel“, weiß Heiko Hübscher. Wieder im Trend liegen zum Beispiel Strauchrosen. Stark nachgefragt sind derzeit robuste Edelrosen mit Duft. Als solche kann der Rosen-Experte folgende Sorten empfehlen:

  • Herzogin Christiana, Züchter: Kordes
  • Elbflorenz, Züchter: Meilland
  • Augusta Luise, Züchter: Tantau
  • Charisma, Züchter: Noack
  • Brocéliande, Züchter: Adam

„Diese Rosen haben gute Gesundheitswerte“, sagt Heiko Hübscher. Die Faustregel, dass vor allem rote Rosen besonders robust seien sollen, hält der Experte für falsch. „Tatsächlich sind die rosafarbenen Rosen die robustesten, da rote Rosen eher ein Problem in der Sonne haben und schnell verbrennen.“

Der richtige Boden für Rosen

Rosen sind gemeinhin recht anspruchsvolle Pflanzen. Aber auch Laien können mit einem Schnelltester aus dem Baumarkt ganz einfach überprüfen, ob ihre Bodenverhältnisse im Garten geeignet sind für Rosen. Der PH-Wert des Bodens sollte nämlich bei etwa 6 bis 6,5 liegen. Tipp: Ist der Wert zu niedrig, hilft ein regelmäßiges Kalken des Bodens. Ist er zu hoch, kann handelsüblicher Rhododendron-Dünger für Abhilfe sorgen. „Außerdem sollte der Boden im Frühjahr nach dem Schnitt etwa gabeltief gelockert werden“, rät Heiko Hübscher. Zudem benötigt der Boden regelmäßig Dünger. Dabei sollte man keinen mineralischen, sondern einen organischen Dünger wählen, der eine Langzeitwirkung hat. Bester Zeitpunkt zum Düngen ist das Ende des Winters.

Rosen brauchen regelmäßigen Schnitt und gute Nachbarn

Überlebenswichtig für Rosen ist der regelmäßige Schnitt. „Sie müssen geschnitten werden, weil sie nur gewisse grüne Flächen haben“, erklärt der Rosen-Experte. Sind die Rosenpflanzen unten kahl, dann sind sie zu hoch. Das Besondere: „Stark wachsende Rosen müssen wenig geschnitten werden, kleine, schwach wachsende Rosen viel“, erklärt Heiko Hübscher. Einfluss auf das Gedeihen von Rosen hat auch die passende Nachbarschaft. Die Kombination von Rosen und Lavendel ist ein Klassiker, der sich bewährt hat. Ein Tipp vom Experten: „Beim Pflanzen sollten mindestens 50 Zentimeter Abstand zwischen der Rose und dem Lavendel eingehalten werden. Denn anders als die Rose mag der Lavendel keinen Dünger.“

Wer seine Rosen sorgsam pflegt, kann über viele Jahrzehnte Freude an den Pflanzen haben. „Bei guter Pflege können sie sogar bis zu 100 Jahre alt werden“, weiß Heiko Hübscher. Die älteste Pflanze im Rosengarten Zweibrücken ist eine Kletterrose aus dem Jahr 1955. In einem Privatgarten ist eine Lebenserwartung von etwa 20 bis 25 Jahren üblich.