Rollladenkasten selbst dämmen

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Rollläden vor den Fenstern helfen beim Energiesparen. Entscheidend ist: Auch die Rollladenkästen müssen ausreichend gedämmt sein. Das ist bei alten Fenstern nicht immer der Fall. Bis in die 1980er-Jahre wurden ungedämmte Kästen verbaut. Durch solche dringt Zugluft in die Wohnung, was die Heizkosten erhöht. Wer als Mieter seine Fenster nicht selbst austauschen kann, sollte den Rollladenkasten unbedingt mit einer Dämmung nachrüsten. 

Ein einfacher Test reicht um, sicher zu sein, woher Zugluft stammt: Halten Sie eine brennende Kerze nahe an den Kasten und die Gurtführung. Wenn die Flamme flackert, ist der Kasten nicht dicht.

Vor den Bauarbeiten: Vermieter fragen

Fast alle Rollladenkästen lassen sich nachträglich dämmen. Grundsätzlich schafft das ein Heimwerker auch selbst. Wichtig für Mieter ist, den Vermieter vorher um Erlaubnis zu fragen. Denn die Dämmung gilt als Eingriff in die Bausubstanz. Ohne Erlaubnis kann der Vermieter später gegebenenfalls den Mieter für Feuchtigkeitsschäden oder Schimmelbefall haftbar machen.

Der Vermieter kann auch darauf bestehen, dass ein Handwerker die Dämmung vornimmt.

Kosten für die Dämmung des Rollladenkastens

Mit gedämmtem Rollladenkasten wird es nicht nur gemütlicher, die Investition macht sich auch schnell bezahlt. Denn es werden Heizkosten gespart. Die Kosten für die Dämmung sind überschaubar. Ein Handwerker wird dafür um die 45 Euro pro Quadratmeter berechnen. Heimwerker kommen mit etwa 15 Euro pro Meter noch günstiger weg.

Schritt für Schritt: Rollladenkästen selbst dämmen

Wer Rollladenkästen in Eigenregie dämmen will, geht wie folgt vor:

1. Stärke des Dämmmaterials bestimmen

Zuerst den Rollladenkasten öffnen. Das geht meist über einen Zugang an der Unterseite oder zum Raum hin. Beim Ausmessen muss der Rollladenpanzer aufgerollt sein: Er soll später problemlos zu bedienen sein. Nun lässt sich – am Besten mit Hilfe eines Stückes Karton – die maximale Stärke der Dämmung bestimmen. Es gilt: Je dicker die Dämmung, desto höher der Energiespareffekt.

2. Fugen und Ritzen abdichten

Vor dem Anbringen des Dämmmaterials spritzen Sie Fugen und Ritzen, die sich im Lauf der Zeit gebildet haben können, mit Silikon aus. Entfernen Sie eventuelle vorhandene Tapetenreste. An ihnen könnte sich sonst unbemerkt Schimmel bilden und verbreiten.

3. Rollladenkasten auskleiden

Für die Dämmung eignen sich Styrodur-Platten. Sie bestehen aus Hartschaum und lassen sich gut exakt zuschneiden. Vergessen Sie nicht die Seitenwände. Es sollten möglichst keine Fugen entstehen. Die Platten werden mit Spezialkleber an die Innenwände des Kastens geklebt. Im Fachhandel sind auch biegsame Dämmplatten erhältlich. Sie sollen Heimwerkern das Dämmen erleichtern. Auch mit ihnen ist exaktes Arbeiten aber unerlässlich.

4. Gurtschlitz abdichten

Die Zugluft, die in den Rollladenkasten gelangt, sollte so weit wie möglich reduziert werden. Ein Zugang für Zugluft ist der Schlitz des Gurtes. Um auch diesen abzudichten gibt es spezielle kleine Bürsten.

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