Richtiges Heizen – Tipps & Tricks

Heizung
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Mit der dunklen Jahreszeit beginnt auch die Heizperiode. Angesichts stetig steigender Energiepreise mag mancher schon jetzt mit Sorge auf die Nebenkostenabrechnung des kommenden Jahres schauen. Wer einen Heizkostenschock vermeiden möchte, kann schon während der kalten Jahreszeit mit einigen Tipps und Tricks seine Ausgaben für die wohlige Wärme kontrollieren. Unterstützung bekommen Mieter dabei auch vom Staat.

Gesetzgeber stärkt Mieter-Rechte beim Thema Heizen

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes müssen Mieter nur noch genau die Heizkosten zahlen, die sie in der zurückliegenden Heizperiode auch tatsächlich verursacht haben. Bislang haben Mieter oftmals erst mit einer einjährigen Verzögerung von ihren Einsparungen bei der Heizenergie profitiert. Dieser Praxis vieler Vermieter hat der Bundesgerichtshof nun einen Riegel vorgeschoben. Laut Heizkostenverordnung darf der Vermieter nur noch den tatsächlichen Verbrauch des Vorjahres bei seiner Nebenkostenabrechnung zugrunde legen.

Wie Sie Heizkosten sparen können

Ganz gleich, was Ihr Vermieter in Sachen Abrechnung unternimmt – Sie können selbst viel tun, um den Energieverbrauch zu senken:

  • Temperatur optimieren: Viele Wohnungen sind zu warm. Wer seine Räumlichkeiten auf etwa 18 Grad aufheizt, lebt gesünder. Jedes Grad Zimmertemperatur weniger macht eine Heizkostenersparnis von sechs Prozent aus. Empfohlen sind folgende Temperaturen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus: 22 Grad Celsius im Badezimmer, 20 Grad im Wohnzimmer, 18 Grad in Küche und Schlafzimmern, 15 Grad im Flur. Wer schnell friert, sollte sich einfach warm anziehen.
  • Auskühlen vermeiden: Sorgen Sie in Ihren Räumen immer für eine gewisse Grundwärme. Die Heizung sollten Sie nie ganz ausstellen, denn das Wiederaufheizen kostet mehr Energie als permanentes Heizen. Bei Abwesenheit sollten Sie die Raumtemperatur auf 16 Grad regeln, bei längeren Reisen auf zwölf Grad. Programmierbare Heizkörperthermostate senken die Raumtemperatur automatisch ab, wenn niemand zu Hause ist.
  • Ritzen abdichten: Durch kleinste Risse an Fenstern, Türen oder im Mauerwerk entweicht wertvolle Wärme. Wo Ihre Immobilie möglicherweise undicht ist, verrät eine brennende Kerze. Wenn sie flackert, sollten Sie zu Abdichtbändern, Wolldecken, Dichtungsschienen oder -bürsten greifen.
  • Wände und Heizkörper freihalten: Stehen Möbel von den Wänden abgerückt, kann die aufgewärmte Raumluft besser zirkulieren. Deshalb mindestens fünf Zentimeter Abstand zu den Wänden halten. Das rechnet sich mit einer Ersparnis von bis zu zehn Prozent. Verkleidungen oder massive Möbelstücke gehören nicht vor Heizkörper. Nur wenn diese frei stehen, kann die Wärme sich optimal ausbreiten.
  • Heizung regelmäßig entlüften: Sammelt sich Luft in den Heizkörpern, arbeitet das Heizungssystem nicht optimal. Deshalb: Regelmäßig die Heizkörper entlüften.
  • Rollläden herablassen: Durch Fenster entweicht oftmals Energie. Ziehen Sie in der kalten Jahreszeit die Rollläden herunter, das isoliert nach außen. Auch Gardinen helfen, Heizkosten zu sparen.
  • Warmwassertemperatur kontrollieren: Die Warmwassertemperatur sollte 60 Grad nicht überschreiten. Ist sie zu hoch eingestellt, läuft der Brenner unnötig häufig.
  • Wärme reflektieren: Wer hinter den Heizkörpern reflektierende Folien anbringt, kann seine Heizkosten um bis zu vier Prozent absenken.
  • Modernisierung: Mit einer modernen Heizungsanlage lässt sich bares Geld sparen. Zeitgemäße Brenner verbrennen Rohstoffe wie Gas, Öl oder Holzpellets optimal und holen so das Beste aus Ihren Heizkosten heraus. Bei Altbauten hilft oftmals nur eine gründliche Sanierung. Dach und Wände dämmen, Fenster erneuern, Keller dämmen – das spart unterm Strich bares Geld.

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