Pendelleuchten: Die Designklassiker

Pendelleuchten:
Die Designklassiker

© www.muuto.com

Pendelleuchten liegen im Trend. Sie hängen von der Decke, sind in der Höhe verstellbar und eignen sich sowohl für die Allgemeinbeleuchtung als auch zur Akzentbeleuchtung. Welche Modelle derzeit gefragt sind und worauf man bei der Wahl der richtigen Pendelleuchte achten sollte, verrät Immonet.

Pendelleuchte als Variante der Hängeleuchte

Pendelleuchten sind eine besondere Form der Hängeleuchte. Oft werden die Begriffe synonym und nicht trennscharf verwendet. Iris Vollman ist Lichtexpertin und erklärt die Kennzeichen: „Pendelleuchten sind Leuchten, die von der Decke abgependelt werden. Häufig werden mehrere Leuchten zu einer Gruppe zusammengefasst oder an Schienen betrieben.“ Da in großen Räumen durchaus drei bis fünf Leuchten eingesetzt werden sollten, eignen sich die zumeist dezenten Pendelleuchten in Gruppen gut für die Beleuchtung eines Zimmers oder eines besonderen Bereichs.

Der richtige Ort für die Pendelleuchte

Grundsätzlich eignen sich Pendelleuchten für fast alle Räume. Sie werden sehr gern über dem Esstisch im Wohnzimmer oder in der großen Küche eingesetzt. Dort werden die Leuchten zur Akzentbeleuchtung genutzt. Ihr Lichtschein betont den Tisch und grenzt ihn von der Umgebung ab. Das schafft eine Insel im Raum und eine private Atmosphäre, sofern die Lichtstärke passend gewählt wird. Pendelleuchten sind daher ein wichtiger Bestandteil vieler Beleuchtungskonzepte.

Damit die Lampe über dem Tisch zu einer schönen Stimmung beiträgt und nicht zum Ärgernis wird, sollte man ein paar Regeln beachten. Pendelleuchten dürfen über dem Tisch ruhig tief hängen, um den Essplatz in einen schönen Schein zu hüllen. Allerdings sollte der Mindestabstand zur Tischplatte 60 Zentimeter betragen, damit die am Tisch sitzenden Personen sich gegenseitig in die Augen schauen können, ohne geblendet zu werden. Ein warmes Leuchtmittel mit vielen Rotanteilen sorgt dort abends für eine angenehme und romantische Stimmung.

Optimal sind Pendelleuchten, wenn die Lichtfarbe und die Beleuchtungsstärke manuell eingestellt werden können. Wichtig ist das vor allem an den im Trend liegenden multifunktional genutzten Tischen – also dort, wo am Morgen das Frühstück steht, Kinder nachmittags ihre Hausaufgaben erledigen und die Eltern abends mit Freunden bei einem Glas Wein zusammensitzen.

Gut geeignet sind Pendelleuchten auch an typischen Arbeitsorten, etwa über der Arbeitsplatte in der Küche oder am Schreibtisch. Dann ist es wichtig, dass die Leuchtmittel eine gute Helligkeitsausbeute liefern und zudem blendfrei sind.

Gezielte Ausleuchtung mit Pendelleuchten

Vor allem zum Beleuchten von Esstischen eignen sich Pendelleuchten hervorragend. Mitten über dem Tisch platziert, wird dieser perfekt ausgeleuchtet und in den Mittelpunkt des Raumes gerückt. Aber nicht nur hier kommen Pendelleuchten zur Geltung, auch als Leselampe in einer Ecke des Wohnzimmers sind sie hervorragend geeignet. Achten Sie bei Leselampen darauf, dass diese einen lichtundurchlässigen Lampenschirm haben, damit die Beleuchtung ausreichend zentriert ist. Es ist außerdem wichtig, Lampen zu verwenden, die das gesamte Licht nach unten abgeben.

Pendelleuchten und Einrichtungsstile

Pendelleuchten werden in verschiedenen Stilen angeboten und sie lassen sich gut in verschiedene Raumkonzepte integrieren. Grundsätzlich wirken Pendelleuchten recht modern, weshalb sie eher in ein entsprechend gestaltetes Umfeld passen. Das kann beispielsweise der Industrial Look sein oder auch skandinavisch und urban gestaltete Räume.

Pendelleuchten liegen im Trend

Die Auswahl an Pendelleuchten im Handel ist groß. „Die meisten Hängeleuchten sind derzeit Pendelleuchten. Sie liegen stark im Trend“, sagt Vollmann. Die angebotenen Farbvarianten sind eher zurückhaltend. „Die vorherrschenden Grundfarben bei den Leuchten sind Schwarz, Weiß und Metalltöne.“ Halbrunde oder tropfenförmige Lampenschirme aus Metall – gerne in Dreier- oder Fünfergruppen – gehören zu den Klassikern. Auch Glaskorpusse sind angesagt. Diese dürfen auch unterschiedliche Formen, Größen oder Farben haben und in verschiedenen Höhen gehängt sein.

Der große Einrichtungstrend „Individualität“ betrifft auch die Lampenwelt. Designvorreiter setzen auf unterschiedliche Leuchten, etwa runde, halbkreisförmige und gebogene Leuchten, die durch die Aufhängung miteinander verbunden sind. Das ermöglicht unterschiedliche Lichteindrücke und lässt sich individuell an die Gegebenheiten im Raum anpassen. Sehr modern sind auch Exemplare, bei denen eine Leuchte gleich an mehreren Befestigungen hängt. Solche Designs wirken wie Kunstwerke, spiegeln den Industrial Style gut wider und lassen sich auch mit rauen Materialien kombinieren. Doch Vorsicht: In kleinen und niedrigen Räumen können solche auffälligen Objekte zu viel Raum einnehmen.

Sehr fein und gleichzeitig reduziert und modern wirken Pendelleuchten, deren Schirm aus einem dünnen Drahtgeflecht besteht. Sie geben viel Licht ab, das allerdings eher gestreut wird, als zielgerichtet eine einzelne Fläche betont. Moderne LED-Lichtleisten als Pendelleuchten benötigen wenig Platz und sind sehr funktional – Dimmer oder einstellbare Leuchtfarben gehören häufig zur Grundausstattung.

Die richtige Pendelleuchte finden

Die Wahl der Pendelleuchte sollte sich nicht nur nach dem persönlichen Geschmack oder dem bestehenden Einrichtungsstil richten, sondern auch die Funktionalität der Leuchte berücksichtigen. Empfehlenswert sind Leuchten, die sich unkompliziert mit einer Handbewegung in der Höhe verstellen lassen. „Besonders praktisch sind Pendelleuchten, die sich anhand eines Berührungsdimmers einstellen lassen. Ohne aufzustehen kann so mit einer einfachen Berührung der Leuchtenseile die Helligkeit reduziert werden“, sagt Vollmann. Die Expertin empfiehlt zudem, vor der Auswahl der Lampe auf die Qualität zu achten und sich eingehend zu informieren. „Das günstigste Objekt ist nicht unbedingt das Beste. Prüfsiegel sollten auf jeden Fall vorhanden sein. Schließlich geht es dabei auch um die Sicherheit.“