Wie man Mietnomaden erkennt

Mietnomaden
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Auf den ersten Blick sieht der potenzielle Bewerber ganz normal aus. Gut gekleidet, schickes Auto, gute Umgangsformen – den meisten Mietnomaden sieht man ihr Vorhaben nicht an. Wer sich als Immobilienprofi dazu verpflichtet, für den Vermieter die Bonität des Bewerbers zu prüfen, sollte den zukünftigen Mieter gründlich unter die Lupe nehmen. 

Der Floh im Pelz des Vermieters

Sind die Mietnomaden erst einmal da, wird man sie nur schwer wieder los. Häufig entstehen Immobilienbesitzern durch Mietausfall, Räumung und Anwaltsgebühren bis zu 25.000 Euro Kosten – und der Ruf des Maklers, der sie vermittelt, ist erst einmal ruiniert. Der beste Schutz ist daher, sie erst gar nicht einziehen zu lassen.

Aber woran kann man Mietnomaden erkennen?

Mietnomaden an ihrem Äußeren zu erkennen ist schwer, denn häufig handelt es sich um Personen, die zwar Geld sowie einen Job haben und die Miete bezahlen könnten – das wollen sie aber gar nicht. Lassen Sie sich nicht von einem dicken Auto oder anderen Statussymbolen blenden, denn wer keine Miete zahlt, kann sich auch einen großen Wagen leisten. Es gibt aber ein paar Hinweise und Kniffe, mit denen Sie Mietnomaden auf die Spur kommen:

  • Fragen Sie unbedingt nach einem Schufa- oder einem vergleichbaren Nachweis.
  • Lassen Sie sich den Ausweis zeigen. Mietnomaden haben häufig keinen festen Wohnsitz.
  • Bei einem Verdacht sollte man ruhig den vorherigen Vermieter des Wohnungsbewerbers anrufen. Will der potenzielle Mieter diesen nicht nennen, sollte man misstrauisch werden.
  • Vereinbaren Sie, dass ein Teil der Kaution bereits bei Vertragsabschluss gezahlt werden muss. Lehnt der Mieter dies mit der Begründung ab, momentan Liquiditätsprobleme zu haben, sollte man ebenfalls misstrauisch werden. 

Welche Wohnungen sind besonders bei Mietnomaden begehrt?

Besonders gefährdet sind Immobilien in Städten mit hohem Leerstand wie in  Ostdeutschland oder im Ruhrgebiet. Wohnungsanbieter sind meist froh, wenn sich hier überhaupt potenzielle Mieter finden. Aber auch begehrte Wohnungen sind nicht vor Mietnomaden sicher.

Achtung: Wer vertraglich zusichert, für den Vermieter die Bonität des Wohnungsbewerbers zu prüfen oder aber durch sein Verhalten und/oder Handeln nach außen geriert, dass er eine Bonitätsprüfung vornimmt (auch durch seine Werbung), kann haftbar gemacht werden.

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