Die Muskelhypothek: Muskelkraft als Eigenkapital

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Mehr als die Hälfte aller Bauherren versucht das Eigenkapital durch die so genannte „Muskelhypothek“ zu erhöhen. Tatsächlich können handwerklich geschickte Bauherren bis zu 10 Prozent der Baukosten sparen – im Schnitt 28.000 Euro. 

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Vor der Bauphase

Für angehende Bauherren ist es besonders wichtig, sich vor der Unterzeichnung der Bauverträge sorgfältig mit den aufgeführten Klauseln auseinanderzusetzen. Manche Baufirmen formulieren absichtlich unpräzise Klauseln, fügen Unzulässige ein oder definieren wichtige Bauleistungen gar nicht erst. Laut Verbraucherschutz gibt die Hälfte aller Bauverträge Grund zur Beanstandung. Am besten ist es daher, den Bauvertrag vor der Unterzeichnung einem Anwalt vorzulegen, der sich auf Baufragen spezialisiert hat.

Banken erkennen die Muskelhypothek in der Regel als Eigenkapitalanteil an – dies führt zu besseren Kreditkonditionen. Aber Vorsicht! Viele Bauherren wollen selbst mit anpacken, schätzen aber ihre handwerklichen Fähigkeiten, ihre Kraft und den Zeitaufwand völlig falsch ein. Denn wer selbst Hand anlegt, spart zwar den Handwerkerlohn und steigert den Eigenkapitalanteil, benötigt dafür aber meist doppelt so viel Zeit. Gerade Berufstätige scheitern oft an der Doppelbelastung und geben irgendwann auf. Bedenken Sie auch, dass Sie jede helfende Hand auf der Baustelle extra versichern müssen.

Arbeiten zum Selbermachen

Grundsätzlich eignen sich Maler- und Tapezierarbeiten sowie das Verlegen von Teppich und Fertig-Parkett zum Selbermachen. Je nach handwerklichem Geschick können die Eigenleistungen erhöht werden. Bei Arbeiten am Rohbau oder der Wärmedämmung ist aber immer der Fachmann gefragt. Ansonsten drohen gefährliche Schwachstellen und Schimmelbildung.

Eigenkapital und Eigenkapitalanteil

Trotzdem versuchen viele Bauherren, soviel wie möglich am Bau selbst zu erledigen. Denn je mehr Eigenkapital auch durch die „Muskelhypothek“ eingebracht wird, desto günstiger werden in der Regel auch die Kreditzinsen.
Neben dem klassischen Bausparvertrag können Sie natürlich auch andere Sparverträge einsetzen. Auch Rentenpapiere, Aktien und Investmentfonds oder Lebensversicherungen können auf das Eigenkapital angerechnet werden. Lassen Sie sich von Ihrem Bankberater die frühestmögliche Kündigungsfrist nennen, um große Verluste bei der Auflösung zu vermeiden. Das so dazu gewonnene Geld rechnen Sie dann gegen die Darlehenssumme.

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