So finden Sie die richtige Matratze

So finden Sie die richtige Matratze

© Inter IKEA Systems B.V. 2017

Die Auswahl ist groß: Kaltschaum, Latex oder Federkern sind die gängigsten Matratzen-Varianten. Dabei stecken die Unterscheide oft im Detail. Denn neben dem gewählten Material und der Verarbeitung zählen auch Gewicht und Körperform des Matratzen-Besitzers sowie seine bevorzugte Schlafposition. Die teuersten Modelle sind nicht immer die besten, hat Stiftung Warentest im jüngsten Matratzen-Test ermittelt.

Kaltschaum-Matratzen: Gute Ergebnisse für kleines Geld

Verhältnismäßig preiswert sind Kaltschaum-Matratzen. Die Kaltschaumtechnik bietet nicht nur eine perfekte Anpassung an den Körper, sondern auch für jede denkbare Unterfederung den passenden Komfort. Die offen liegende Zellstruktur sorgt für einen permanenten Luftaustausch und damit für ein optimales Schlafklima. Die Kaltschaum-Matratze besitzt antibakterielle Eigenschaften, verhindert Schimmelbildung und ist gut für Allergiker geeignet. Zudem bietet die Matratze eine gute Punktelastizität, sie ist leicht und ermöglicht ein geräuschfreies Umdrehen im Bett.


Allerdings sollten Sie bei der Wahl einer Kaltschaum-Matratze Gewicht, Körperform und Schlafgewohnheiten berücksichtigen. Laut Stiftung Warentest taugt längst nicht jedes Modell für jeden Körper. Beim Gewicht gilt folgende Faustregel: Schwere Menschen sollten eher härtere Matratzen wählen, Leichtgewichte kommen auch mit weichen Matratzen zurecht. Doch Vorsicht: Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass die von Herstellern genannten Härtegrade nicht immer stimmen. Verzichtbar sind ebenso zu viele verschiedene Liegezonen. Besser können Sie Ihrem Gefühl vertrauen und die Matratze wählen, auf der das Probeliegen am angenehmsten ist.

Federkern-Matratze

Der Mercedes unter den Matratzen ist ein Modell mit Taschenfederkern oder Tonnenfederkern. Bei Taschenfederkernmatratzen ist jede Stahlfeder einzeln gepolstert. Die Tonnenfedern sind im Gegensatz zu den taillierten Stahlfedern bauchig geformt. Sie sind zwar verhältnismäßig teuer, bieten aber – neben einem gesunden Schlafklima – auch die beste Punktelastizität. Das ist besonders wichtig, wenn die Matratze für zwei Personen gedacht ist. Zudem versprechen sie eine hohe Lebensdauer. Bei einer wesentlich preiswerteren einfachen Federkern-Matratze müssen deutliche Abstriche gemacht werden. Resistent gegen Schimmelbildung ist aber auch diese.


Über dem Federkern wird eine Schicht aus Filz oder Vlies eingearbeitet, die wiederum mit Schaumstoff gepolstert wird. Die letzte Polsterlage der Federkernmatratze wird mit Rosshaar, Schurwolle oder Baumwolle abgesteppt. Die vielen Hohlräume im Gewebe der Federkernmatratze garantieren bestmögliche Belüftung. Weil Feuchtigkeit umgehend nach Außen weitergeleitet wird, beugt eine Federkernmatratze der Bildung von Schimmel und Gerüchen vor. Mindestens zweihundert Federn sollten in einer schmalen Federkernmatratze verarbeitet sein. Auch die Dicke der Schaumstoffpolsterung ist für den Liegekomfort wichtig – damit die Federn nicht spürbar sind, sollte die Polsterung mindestens 2,2 Zentimetern hoch sein. Bei einer guten Federkernmatratze stellt Baumwolle den qualitativ hochwertigsten Bezugsstoff dar.

Matratze aus Latex

Die Latex-Matratze besteht aus Kunstlatex oder reinem Naturlatex beziehungsweise Kautschuk. Letzteres verspricht eine bessere Punktelastizität. Eine Matratze aus Naturlatex ist allerdings deutlich schwerer als eine Schaumstoff-Matratze, was Sie beim Transport berücksichtigen sollten. Eine Matratze aus Latex ist stark schwitzenden Schlafenden nicht zu empfehlen, da Latex Wasser abweisend ist und Körperschweiß nur durch wenige luftdurchlässige Hohlräume im Latex verdunsten kann. Bei dieser Matratze ist auch zu beachten, dass sie unter UV-Strahlung eine kürzere Lebensdauer hat. Positiv ist zu bewerten, dass sie antistatisch wirkt, hygienisch und absolut geräuschfrei ist.

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