Markisen

Markisen: Sonnenschutz
mit raffinierter Technik

© iStock / Kenny10

Große Fenster und Terrassentüren haben viele Vorzüge. Ebenso nützlich ist eine Markise, unter der man sich im Freien aufhalten kann, und die vor allzu starker Aufheizung durch Sonneneinstrahlung schützt. Die Montage einer Markise sollte daher gleich mit eingeplant werden.

Markisen lassen sich auch nachträglich montieren

 Allerdings muss man die Planung nicht gleich in die Tat umsetzen – in der Regel lässt sich eine Markise problemlos auch später montieren. Wer sich jedoch für einen Sonnenschutz entschieden hat, der nicht per Kurbel, sondern mit elektrischem Antrieb aus- und eingefahren wird, sollte einen Elektroanschluss an der Außenmauer einplanen.

Zudem stellt sich die Frage, ob man ein offenes oder ein geschlossenes System wählt. Bei einem offenen System liegen Tuch und Gelenkarme in eingefahrenem Zustand frei. Bei einem geschlossenen System – einer sogenannten Kassettenmarkise – schützt eine Hülle aus Kunststoff oder Aluminium Tuch und Mechanik. Preislich ist ein offenes System günstiger. Einteilige Markisen haben eine Maximalbreite von sechs Metern, manche Hersteller fertigen auch bis zu sieben Meter Anlagenbreite.

Markise und Montage zum Gesamtpreis

Viele Hersteller und Vertriebsfirmen bieten Markisen mit Montage für einen Gesamtpreis an. Heimwerker sollten sich nur mit fachlicher Beratung an die Montage wagen. Das Gewicht der Markise und die Beschaffenheit der Mauer sind die entscheidenden Parameter, von denen die Wahl des richtigen Befestigungsmaterials abhängt.

Systeme für Wintergärten

Neben Markisen für Terrasse oder Balkon werden Sonnenschutzsysteme auch in Wintergärten eingesetzt. In der Regel sind Wintergarten- oder Pergolamarkisen außenseitig angebracht. Die Bespannung einer Wintergartenmarkise ist großen Zugbelastungen ausgesetzt. Die Hersteller bieten deshalb verschieden breite Stoffbahnen und Konfektionsarten an.

Markisenbespannung

Der Markiesenstoff besteht hauptsächlich aus Acryl und ist in der Regel 120 Zentimetern breit. Er wird imprägniert und ist dadurch schmutzabweisend, verrottungssicher, schnelltrocknend, luftdurchlässig und wasserabweisend. Einige Herstellern verwenden auch Polyesterfasern oder Polypropylen.

Bedienung per Funk

Als Antrieb für Wintergartenmarkisen sind Getriebe mit abnehmbarer Kurbel oder Elektromotoren gebräuchlich. Es kann aber auch ein Funkmotor installiert werden, der über einen Handsender gesteuert wird. Auch die automatische Steuerung (Wind-/Sonnenautomatik) ist möglich. Aufkommender Wind wird direkt über die Markise gemessen.

Vor der Saison überprüfen

Bevor die Sommersaison beginnt, sollte die Markise einer kleinen Inspektion unterzogen werden. Neben einer Überprüfung der Schrauben – wenn diese nicht mehr richtig festsitzen, einfach nachziehen – empfiehlt sich eine Reinigung. Dafür müssen keine kostspieligen Putzmittel gekauft werden, Seifenwasser reicht vollkommen. Das Gestell und die Kassette reinigt man am besten mit lauwarmem Seifenwasser. Das Markisentuch hingegen sollte im trockenen Zustand mit einer Bürste von Staub und im Außenbereich von Insekten oder Vogelkot befreit werden. Übrigens: Wenn mit der Zeit Farbveränderungen auftreten, muss dies kein Fehler sein. Beispielweise können Knickfalten entstehen, die besonders bei helleren Markisenstoffen hervortreten.