So vertreiben Sie Marder aus Ihrem Haus – Tipps von Immonet

So vertreiben Sie Marder

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Wenn es nachts auf dem Dachboden rumpelt, kratzt und faucht, hat sich ein kleiner, pelziger Untermieter bei Ihnen eingenistet. Marder suchen immer häufiger die Nähe von Menschen, denn auf Dachböden und in Dachschrägen finden Sie ideale Lebensbedingungen. Wie Sie den Quälgeist wieder loswerden, erklärt Immonet.

Marder: Auf dem Dachboden zu Hause

So niedlich die kleinen Fellbündel auch sind, Marder machen nicht nur eine Menge Lärm, sondern können auch erhebliche Schäden verursachen. Die nachtaktiven Tiere sind sehr scheu, in flagranti wird man sie kaum erwischen. Es gibt aber ein paar untrügliche Zeichen, dass sich ein Marder im Haus eingenistet hat.

Nachts und morgens toben sich die Tiere in aller Lautstärke aus. Gelegentlich kommt es sogar zu Revierkämpfen, bei denen sich die Tiere durch Fauchen, Gepolter und Schreien bemerkbar machen. Zudem graben sie Tunnel durch die Dachisolierung, fressen Kabel an und verunreinigen ihr Schlupfloch mit Hinterlassenschaften.

Besonders kritisch wird es, wenn der Steinmarder Beutereste anschleppt. Die Raubtiere sind vorwiegend Fleischfresser – fangen die Überreste an zu verwesen, verbreitet sich bald fauliger Geruch im ganzen Haus.

So wird man den Marder wieder los

Hat sich der Marder erst einmal eingenistet, ist er nur schwer zu vertreiben. Vorsicht: Wer zur Schrotflinte oder Falle greift, macht sich strafbar. Steinmarder unterliegen dem deutschen Jagdrecht und dürfen nur von Herbst bis zum Frühjahr gejagt werden. Zudem muss man einen Jagdschein besitzen, um ihnen auf den Pelz zu rücken.

Die effektivste Methode zur Vermeidung von Mardern besteht darin, die Schlupflöcher der Tiere abzudichten. Dazu sollte man einen Kammerjäger beauftragen, denn Laien finden meist nur einen Teil der Zugänge. Den Auftrag dazu sollte man ebenfalls in der Jagdsaison erteilen, da sich unter Umständen Nachwuchs eingenistet hat. Ist der Mutter der Zutritt zum Nest verwehrt, verenden die Jungen. Vergewissern Sie sich, dass der Marder nicht zu Hause ist, bevor Sie die Löcher schließen.

Häufig wird empfohlen, auf den Dachboden oder Deckenbalken zu urinieren oder Katzen- bzw. Menschenhaare auszulegen. Auch Anti-Marder-Pasten bekommt man im Handel, diese sollen die Tiere durch den Geruch verscheuchen. Solche Maßnahmen haben häufig nur kurzfristigen Erfolg. Besser ist, die Tiere zu stören. Räumen Sie Ihren Dachboden um oder lassen Sie dort einen Tag und Nacht lang Radio laufen. So fühlt sich der Marder gestört und wird kein Interesse mehr am Unterschlupf haben.

Tipp: Der NABU (Naturschutzbund) weist darauf hin, dass man mit einem Steinmarder im Haus durchaus leben kann. Denn für die Wildtiere wird aufgrund der zunehmenden Bebauung der Lebensraum knapp.

Vorsorge treffen, Marder vermeiden

Wenn sich in der Nachbarschaft bereits Marder eingenistet haben, wird es höchste Zeit vorzusorgen. Denn Marder bringen pro Jahr drei bis vier Junge zur Welt, die sich nach einigen Monaten ihr eigenes Revier suchen. Da das Aussperren die effektivste Möglichkeit gegen Marder ist, sollten Sie Ihr Haus auf mögliche Schlupflöcher untersuchen. Besonders Altbauten sind beliebte Ziele der Tiere. Zonen zwischen Dach und Beton- oder Holzdecken sollten gut abgedichtet werden. Befestigen Sie Isolierungen mit einem engmaschigen Drahtgeflecht. Achtung: Marder können sich sogar durch fünf Zentimeter breite Löcher quetschen.