Mit LED-Lampen Energie sparen

Experten sehen in LEDs die Leuchtmittel der Zukunft. Ursprünglich als Displays-Beleuchtung bekannt, erobern die sparsamen Leuchtmittel inzwischen auch den Wohnbereich. Kein Wunder: LED-Lampen sind wahre Allround-Künstler – und erstrahlen inzwischen in warmem Licht.

LED

Viel Licht, wenig Wärmeverlust

LED steht für „Licht emittierende Diode“. Ihr großer Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Leuchtmitteln entwickeln die LED kaum Hitze, so bleibt mehr Energie für die Lichtproduktion. 30 Prozent des Stroms wandeln die Dioden in Licht um. Zum Vergleich: Bei einer herkömmlichen Glühbirne sind es nur fünf Prozent. So spart eine LED-Lampe im Vergleich zu einer Glühlampe bei gleicher Lichtleistung bis zu 90 Prozent Energie. Eine LED ist zwar teurer (ab acht Euro), die Umrüstung rechnet sich aber.

Umweltfreundlich und robust

Neben der hohen Energieeffizienz sind LEDs auch ökologisch sinnvoll, da sie kein Quecksilber enthalten. Zudem haben sie eine lange Lebensdauer: Bis zu 25 Jahre kann eine LED leuchten. Anders als andere Energiesparlampen handelt es sich bei ausrangierten LEDs nicht um Sondermüll, denn eine LED-Lampe beinhaltet keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe.

Dabei sind die kleinen Energiesparer ziemlich robust: Sie reagieren unempfindlich auf Erschütterungen, Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit und eignen sich deshalb gut für Küche und Bad. Lediglich eine zu hohe Umgebungstemperatur von 100 Grad Celsius kann die Lichtleistung beeinflussen. Hersteller bieten deshalb oftmals integrierte Kühlsysteme zum Abführen der Wärme an.

Weiterentwicklungen verbessern LEDs

Dank vielfältiger Weiterentwicklungen kommen LED-Lampen heute den Licht-Leistungen von Glühbirnen sehr nahe. So leuchten sie – anders als andere Energiesparlampen – unmittelbar nach dem Einschalten hell. Außerdem sind sie inzwischen dimmbar und können mit niedrigen Spannungen betrieben werden.

Ein häufiges Vorurteil gegenüber den Dioden: Sie geben nur kaltes Licht ab. Jedoch sorgen unterschiedliche Kristalle im Inneren inzwischen für ein breiteres Farbspektrum. Einige Hersteller bieten sogar an, die Lichtfarbe einer LED selbst zu steuern. So besitzt die Leuchte „Ledino“ von Philips einen drehbaren Filter, mit dem der Anwender die Lichtfarbe der LED von Warmweiß (2.500 K) bis Neutralweiß (3.450 K) in mehreren Schritten steuern kann.

Allround-Talente bei der Raumgestaltung

Weil sie so vielseitig einsetzbar sind, lassen sich hervorragende Lichtakzente setzen. Ob in Sockelleisten, im Fußboden, in der Decke oder auf Möbelstücke aufgeklebt – der LED-Einsatz ermöglicht individuelles Wohnen.

Was LEDs nicht leisten können

Ein Nachteil ist die leicht verminderte Farbwiedergabeeigenschaft der LED. Teilweise sind die Herstellerangaben zu den Lichtfarben ohne Toleranzkennzeichnung. Es gibt Abstufungen, die besonders beim Einsatz von weißen LED-Farben zum Vorschein kommen können. Wo absolut gleichmäßige Farben notwendig sind, kann dies von Bedeutung sein.

Die Dioden haben einen eingeschränkten Lichtkegel: Eine Hochleistungs-LED ohne Reflektor leuchtet nicht rundum wie eine Glühbirne, sondern nur bis etwa 140 Grad.

Tipps für den Wechsel

Oft lassen sich moderne LEDs in ältere Lampen installieren. Allerdings sollten Sie beim Wechsel einige Dinge beachten:

Kombination mit anderen Leuchtmitteln: Als Stimmungslicht, in Lese- oder Schreibtischlampen werden LEDs bereits heute eingesetzt. Sie sind allerdings nicht hell genug, um ein Zimmer gänzlich auszuleuchten, selbst wenn mehrere LEDs nebeneinander geschaltet werden. Deshalb sollten Sie zur Ausleuchtung eines Raumes auch Energiesparlampen oder Halogen-Leuchten einsetzen.

Lumen statt Watt: Um Lichtleistung vergleichen zu können, ist die Angabe des Lichtstroms in Lumen ausschlaggebend: So erzeugt eine herkömmliche Glühbirne mit 40 Watt einen Lichtstrom von 410 Lumen. Achten Sie daher darauf, dass auch die LED-Lampe mindestens 410 Lumen hat.

Faustformel zum Umrechnen: Wattzahl der auszutauschenden Glühlampe mit zehn multipliziert ist die ungefähre Lumenzahl für die neue LED-Lampe.

Die richtige Farbtemperatur: Achten Sie auch auf die Farbtemperatur der neuen Lampe. Normale Glühlampen haben eine Farbtemperatur von 2.700 Kelvin und strahlen warmweißes Licht aus. Dieser Wert muss seit September 2010 auf der Verpackung abgedruckt sein. Schauen Sie daher bei LED auf eine entsprechende Angabe. Beträgt die Farbtemperaturen 3.000 Kelvin und mehr werden die Leuchten von vielen als zu bläulich empfunden. Für den Schreibtisch, die Küche oder auch in Leselampen eignet sich hingegen auch diese Farbtemperatur.

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