Immobilienkredit – Diese Unterlagen benötigen Sie

Sobald die Immobilienfinanzierung steht können Einrichtungsfragen geklärt werden
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Endlich haben Sie Ihr Traumhaus gefunden – nun gilt es, die Finanzierung zu klären. Trotz Eigenkapital ist ein Bankkredit in den meisten Fällen unumgänglich. Immonet erklärt, wie sich Kreditinteressenten auf das Finanzierungsgespräch vorbereiten und welche Unterlagen sie benötigen.

Kreditgespräch: So sieht eine gute Vorbereitung aus

Um bei einem Kreditgespräch gute Konditionen für sich heraushandeln zu können, sollten Sie optimal dafür gerüstet sein. Ein unabhängiger Finanzberater, also ein Berater, der nicht bei einem Kreditinstitut angestellt ist, kann Ihnen bei der Ermittlung Ihres persönlichen Kreditrahmens und des Tilgungsplans behilflich sein. Auch die Zinssätze und die Zinsbindung der Bank sollten Ihnen vor dem Termin bekannt sein.

Informieren Sie sich außerdem über Finanzierungsoptionen und auch über mögliche Fördermittel, zum Beispiel durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Eine gute Verhandlungsposition beim Gespräch mit dem Bankberater schaffen Sie sich durch das Vorlegen von günstigen Vergleichsangeboten, zum Beispiel aus dem Internet oder von anderen Kreditinstituten. Eventuell offeriert Ihnen der Berater dadurch sogar einen Vertrag mit besseren Konditionen.

Diese Unterlagen sollten Sie dabei haben

Für die Unterbreitung eines Finanzierungsangebotes benötigt der Bankberater sehr viele Informationen und Unterlagen von Ihnen, zum Beispiel zu Ihren Einkünften oder den Kosten des neuen Hauses. Sie sollten daher vorab alle nötigen Dokumente sammeln und am besten sowohl im Original als auch in Kopie beim Finanzierungsgespräch dabei haben.

1. Dokument zur Legitimation

Bringen Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass zum Kreditgespräch mit.

2. Einkommensnachweise

  • Angestellte und Beamte sollten die Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate sowie die letzten zwei Steuerbescheide vorlegen können.
  • Rentner benötigen den aktuellen Renten- sowie Steuerbescheid.
  • Als Freiberufler sollten Sie Ihre letzte Einnahmen-Überschuss-Rechnung sowie die Steuerbescheide der vorherigen zwei Jahre parat haben.
  • Als selbständiger Unternehmer reichen Sie Ihre aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung vom Steuerberater sowie die Bilanzen der vergangenen zwei Jahre ein.

3. Nachweise über weitere Geldmittel

Verfügen Sie über einen bestimmten Betrag an Eigenkapital, können Sie diesen anhand von Kontoauszügen oder Sparbüchern nachweisen. Besitzen Sie bereits Immobilien und erzielen daraus Mieteinnahmen, dienen als Nachweis ebenfalls die Kontoauszüge sowie die Mietverträge. Wenn Sie einen Bausparvertrag in die Finanzierung einfließen lassen möchten, wird die Kreditzusage der Bausparkasse benötigt.

4. Offenlegung von Zahlungsverpflichtungen

Im Falle von Zahlungsverpflichtungen – wie zum Beispiel Unterhaltszahlungen, weiteren Krediten sowie Konto- oder Lohnpfändungen – sind Sie verpflichtet, diese beim Gespräch mit der Bank anzugeben und anhand der jeweiligen Bescheide oder Verträge nachzuweisen.

5. Unterlagen zur Immobilie

Über Ihr Traumhaus möchte die Bank so einiges wissen, bevor sie Ihnen ein Kreditangebot unterbreitet. Folgende Dokumente sollten Sie beim Gespräch vorlegen können:

  • Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
  • Lageplan und Grundriss aller Geschosse
  • Fotos der Immobilie
  • Flurkarte
  • Versicherungsnachweise
  • Katasterauszug
  • Kaufvertrag beziehungsweise Vertragsentwurf

Bei Neubauten kommen noch weitere Dokumente hinzu:

  • Baubeschreibung
  • Baukostenberechnung
  • Baugenehmigung
  • Wohn- und Nutzflächenberechnung
  • Berechnung des umbauten Raumes

Bei Häusern mit Erbbaurecht weisen Sie dies mittels des Erbbaurechtsvertrags nach.

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