Kommoden bieten praktischen Stauraum und können echte Hingucker sein © Michal Oska / iStock

Kommoden: Praktischer Stauraum

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Die Kommode ist einer der beliebtesten Einrichtungsgegenstände. In ihr lässt sich fast alles sauber und ordentlich verstauen. Kommoden sind "Allrounder", die sich ohne Probleme in jede Raumgestaltung einfügen und sie ergänzen oder unterstreichen. Auch als Wohnaccessoire machen sich Kommoden sehr gut, es gibt eine große Auswahl an Größen, Farben und Materialien. Immonet fasst das Wichtigste zur Kommode zusammen.

Ursprung der Kommode

Der Begriff Kommode kommt vom französischen Wort „commode“, das auf Deutsch so viel bedeutet wie „bequem“. Im herkömmlichen Sinne ist eine Kommode zwar nicht bequem, man sitzt oder liegt schließlich nicht auf ihr, dennoch trifft das Attribut zu. Denn eine Kommode ist das Stauraummöbel schlechthin und erleichtert das Leben enorm, macht einem das Wohnen also bequem.

Die Kommode kam im frühen 18. Jahrhundert auf, erste Vorläufer sind aber schon aus dem Mittelalter bekannt. Das Möbelstück stellt eine Weiterentwicklung der Truhe dar. In Truhen bewahrte man früher die persönlichen Habseligkeiten auf. Der große Nachteil: Wollte man etwas herausnehmen, das ganz unten lag, musste man zuerst umständlich alle oben liegenden Dinge herausnehmen.

Unterschied zu Sideboard und Sekretär

Die Kommode verfügt über Schubladen, in denen Dinge ordentlich verstaut und getrennt voneinander herausgenommen werden können. Die Schubfächer sind das Markenzeichen der Kommode. Hat ein Möbel zusätzlich noch Türen oder offene Fächer, spricht man von einem Sideboard. Dieses Möbel wird gerne im Esszimmer oder in der Küche verwendet.

Ist eine Kommode zusätzlich vorne mit einer herunterklappbaren Platte versehen, bezeichnet man sie als Sekretär. Diese Variante der Kommode diente in früheren Zeiten dazu, Briefe zu schreiben. Abgelöst wurden sie Anfang des 20. Jahrhundert vom heute allgegenwärtigen Schreibtisch. Heute erfüllen Sekretäre häufig nur noch Dekorationszwecke.

Kommoden sind flexibel einsetzbar

Wegen ihrer vielseitigen Nutzbarkeit findet man die Kommode mittlerweile in jeden Raum wieder. Im Schlafzimmer bietet sie Stauraum für Kleidung und Bettwäsche. Im Kinderzimmer beherbergt sie Spielzeug, Bücher oder Kuscheltiere. Geschirr, Besteck und Tischdecken finden in einer Kommode im Essbereich ihren Platz. Und im Flur wird sie als praktische Aufbewahrung für Schlüssel, Handschuhe, Schals und allerlei Krimskrams geschätzt.

Die Vorteile einer Kommode

Unabhängig davon, wo sie zum Einsatz kommt, bietet die Kommode im Wesentlichen vier Vorteile:

  • Zum einen wirkt sie aufgrund ihrer meist hohen, aber schmalen Bauweise nicht wuchtig und fügt sich so auch in kleine Zimmer ein.
  • Zum anderen bietet sie viel Staufläche auf kleinem Raum.
  • In den Schubladen sind Gegenstände zudem vor Staub und Sonnenlicht geschützt.
  • Der größte Vorteil: Zimmer mit Kommoden wirken ordentlicher. Architekturpsychologen weisen darauf hin, dass Möbel mit geschlossenen Fronten – wie etwa die Kommode – das Auge des Betrachters zur Ruhe kommen lassen und ihm dadurch einen aufgeräumten Eindruck vermitteln. Im Gegensatz etwa zum Regal, das durch seine Offenheit einen kleinteiligen und unruhigen Anschein erweckt.

Vielfältige Variationen

Kommoden gibt es heute in allen erdenklichen Farben, Formen und Materialien. Besonders edel wirken Modelle aus unbehandeltem Echtholz. Weiß lackierte Kommoden sind ein zeitloses Möbel, das jeden kurzlebigen Trend überdauert und im Prinzip zu jedem Einrichtungsstil passt. Hatten die ersten Kommoden alle Füße, werden heute gerne solche gekauft, deren Korpus direkt auf dem Boden steht. Der Vorteil: Es gibt keinen Raum unter der Kommode, der verstauben könnte und gereinigt werden muss.

Sicherheit: Kommoden besser an der Wand befestigen

Kommoden sollten – wie Schränke oder Sideboards auch – an der Wand befestigt werden. Wegen des höheren Schwerpunktes kann die Kommode im schlimmsten Fall nach vorne umfallen, wenn das oberste Schubfach mit schweren Dingen gefüllt und ganz herausgezogen ist. Das kann insbesondere für Kinder gefährlich werden. Die Kippgefahr ist bei Modellen mit breiten Schubladen größer. Manche Hersteller liefern Befestigungssets zur Kommode mit. Es gibt sie aber auch separat zu kaufen.