Tipps zum japanischen Garten von Immonet

Japanischer Garten:
Tipps zur Gestaltung

© Frank V. / Unsplash

Ein kleiner Bachlauf, ein Bonsai und ein Plätzchen zum Meditieren: Wer an einen japanischen Garten denkt, stellt sich vor allem einen Ort der Ruhe vor. Dabei lässt sich ein stilechter Japangarten auch auf dem eigenen Grundstück verwirklichen. Immonet zeigt, wie Sie einen japanischen Garten anlegen und welche Details unbedingt dazugehören.

Planung ist das Fundament

In kaum einem Garten kommt es so auf die richtige Planung an wie in einem japanischen Garten. In der Regel sind sie so angelegt, dass sie dem Besucher immer wieder die Möglichkeit geben, etwas neu zu entdecken. Ursprünglich waren japanische Gärten reine Betrachtungsgärten und Orte der Meditation. Wer seinen Standort wechselt, gewinnt einen neuen Blick auf die Dinge. Das gelingt dank einer asymmetrischen Anordnung der einzelnen Bestandteile. Wege verlaufen selten geradeaus – es sei denn, der Blick des Besuchers soll ganz gezielt auf ein bestimmtes Detail im Garten gelenkt werden. Beliebt sind auch unebene Bodenbeläge. Sie zielen darauf ab, die Aufmerksamkeit auf das Laufen zu lenken. Auf die Größe kommt es nicht an. Zudem ist es möglich, den japanischen Garten auf nur einem Teil des Grundstücks anzulegen. Wichtig aber ist, dass sich der Garten in die vorhandene Umgebung einfügt.

Gestaltungselemente des japanischen Gartens

Japanische Gärten sollen Ort der Stille, der Meditation, der Ruhe und Geborgenheit sein. Vor diesem Hintergrund ist die oberste Regel: Weniger ist mehr. Wichtigste Gestaltungselemente sind Steine. Kleinere Felsstücke oder Findlinge sollten zu einem Drittel eingegraben werden, damit sie standfest sind. Charakteristisch für japanische Gärten sind Kiesbeete. Dabei sollten Sie nicht allzu feinen Kies wählen und diesen mindestens 20 Zentimeter dick auftragen. Empfehlenswert ist eine Kiesunterlage, damit kein Unkraut wuchern kann. Auch Wasser spielt in japanischen Gärten eine große Rolle. Sei es als stilechter Koiteich oder als kleiner Wasserlauf. Wer daheim keinen Platz für solche Gestaltungselemente hat, kann Wasserläufe auch imitieren, zum Beispiel mit Hilfe von Kies, der richtig verlegt an fließendes Wasser erinnert. Wichtig ist zudem die Wahl der passenden Pflanzen.

Geeignete Pflanzen für den japanischen Garten

Ein Klassiker für japanische Gärten sind Bambuspflanzen. Sie sind robust und erfordern nur wenig Pflege. Stilsicher bepflanzen Sie einen japanischen Garten zudem mit Gräsern, zum Beispiel dem exotischen Chinagras. An die Flora Japans erinnern auch Bonsai-Kiefern sowie verschiedene Sorten von Formschnitt-Gehölzen. So eignen sich Buchsbaum, Taxus, Zypressen und Lebensbäume ebenfalls zum Formschnitt, der so typisch für japanische Gärten ist. Für das richtige Flair sorgt auch ein japanischer Fächerahorn. Beliebte Pflanzen sind zudem Zwergkiefern oder Eiben. Auch Obstbäume wie Pflaumen- oder Kirschbäume passen. Wer zwischen all dem Grün etwas Farbe wünscht, ist mit Lilien gut beraten. Als Bodendecker kommen Moos-Sorten in Frage. Damit Sie lange die ersehnte Ruhe im Garten finden, sollten Sie Zeit und Pflege in die Pflanzen investieren. So muss der Formschnitt der Gehölze regelmäßig erneuert werden. Auch überwucherte Flächen gehören nicht in einen japanischen Garten.

Farben und Formen

Zur detaillierten Ausgestaltung gibt es eine Jahrtausend alte Tradition. Je nach spiritueller Ausrichtung kann ein Garten unterschiedlich gestaltet werden. Grundsätzlich sollten Sie bei der Wahl der Pflanzen darauf achten, dass eine Kombination von Rot- und Grüntönen überwiegt. Basierend auf das Yin-Yang-Prinzip der chinesischen Philosophie arbeiten viele Planer mit Gegensätzen und der Betonung von Gemeinsamkeiten. Als Gegensätze wirken im Garten das Wechselspiel aus Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Hoch und Tief, Eckig und Rund.

Kosten für einen japanischen Garten

Die Kosten hängen natürlich von der Größe und Ausgestaltung der Fläche ab. Auch bei den Gestaltungselementen wie Pagoden, Steinlaternen und mehr können Gartenliebhaber schnell viel Geld ausgeben. Wer mit dem Gedanken spielt, einen solchen Garten zu planen, sollte Ausgaben für Teich oder Wasserlauf, Kies, Dekorationselemente und Pflanzen berücksichtigen. Vor allem Formschnitt-Gehölze können je nach Größe eine kostspielige Anschaffung sein. So kosten zum Beispiel Zypressen mit einem guten Formschnitt schnell einige hundert bis mehr als tausend Euro. Wer nur ein geringes Budget zur Verfügung hat und dennoch japanisches Flair für seinen Garten wünscht, sollte nur eine kleine Fläche als Betrachtungsgarten gestalten. Das ist ganz im Sinne der sogenannten Zen-Gärten, die wie eine Miniaturlandschaft zur reinen Betrachtung angelegt wurden.