Energiesparende Infrarotheizung

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© BHW Bausparkasse/Etherma

Infrarotheizungen sind aufgrund ihrer flachen Heizkörperform nicht nur dekorativ. Sie gelten als energiesparende Alternative zur Wärmeerzeugung und könnten zukünftig veraltete Nachtspeicheröfen ablösen.

Funktionsprinzip der Infrarotheizung

Eine Infrarotheizung arbeitet ähnlich wie die Sonne: Sie entsendet Wärmestrahlen und trägt dazu bei, dass wir uns bereits bei niedrigen Raumtemperaturen wohlfühlen. Infrarotheizungen erwärmen nicht die Raumluft wie Konvektionsheizkörper – Infrarotstrahlung wird dort in Wärme umgewandelt, wo sie auf ein Umgebungsobjekt trifft, das die Wärmestrahlen absorbieren kann. So werden Wand, Fußboden oder Decke beheizt und geben die gesammelte Wärme an die Raumluft ab. Bei einer Nachtspeicherheizung funktioniert das Prinzip andersherum: Die Raumluft wird erwärmt und gibt dadurch Wärme an die umliegenden Objekte ab.

Wohltuende Wärme

Durch die Erwärmung der Umgebungskörper werden die Wände dauerhaft trocken gehalten. So lässt sich Schimmelbildung verhindern, zugleich herrscht eine angenehme Luftfeuchtigkeit. Die Wärmewellen sollen außerdem entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken. Ein Vorteil für Allergiker: Da die Raumluft nicht zirkuliert, wie bei der herkömmlichen Erzeugung von Konvektionswärme, kann kein Staub aufgewirbelt werden.

Energiekosten sparen

Infrarotheizungen arbeiten kostensparend, denn die Erwärmung der Umgebungselemente verbraucht weniger Energie als die Erwärmung der gesamten Raumluft. Zudem empfindet der Mensch die Wärme von Infrarotheizungen im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern als zwei bis drei Grad wärmer. Durch die geringere Heiztemperatur lassen sich also ebenfalls Heizkosten sparen. Außerdem benötigen Infrarotheizungen nur eine kurze Aufheizphase und können daher gezielt nur dann eingesetzt werden, wenn sich ein Hausbewohner im Raum befindet.

Infrarotheizung als Ersatz für Nachtspeicheröfen

Die Tage der Nachtspeicheröfen sind gezählt: Alle vor 1990 eingebauten Heizanlagen müssen bis zum 01. Januar 2020 entsorgt werden. Infrarotheizungen verbrauchen wesentlich weniger Energie als Nachtspeichergeräte. Durch das einfache Montageprinzip ist die Installation einer Infrarotheizung schnell bewerkstelligt und beim Einsatz günstiger Paneele zugleich kostenarm. Der Betrieb der Heizanlage bedarf keinerlei Wartung. Übrigens: Infrarotheizsysteme lassen sich an Photovoltaik- und Solaranlagen koppeln.

Optisches Erscheinungsbild

Im Gegensatz zu kompakten und unansehnlichen Nachtspeicheröfen fügen sich Infrarotheizungen als dekoratives Gestaltungselement in jeden Wohnstil ein. Auf dem Markt sind unterschiedliche Materialien, Farben und Formen erhältlich. Infrarotheizkörper lassen sich bei einer Leistung zwischen 200 und 700 Watt beispielsweise als Glas-, Spiegel- oder Bildheizflächen an die Wand hängen. Die Geräte werden einfach in die Steckdose gesteckt. Auch spezielle Deckenanbringungen und Heizleistungen bis 1500 Watt sind möglich. Außerdem gibt es Marmorheizplatten oder mobile Standheizungen mit Tragegriff.

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