So finden Sie einen guten Hausverwalter für Ihre Immobilie

So finden Sie einen guten Immobilienverwalter
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Das Wichtigste für den Werterhalt und die Wertsteigerung des Wohnungseigentums ist eine professionelle Hausverwaltung. Allerdings ist die objektive Auswahl eines Immobilienverwalters für Eigentümer oft schwierig. Immonet gibt einen kurzen Überblick über die Aufgaben eines Verwalters sowie über entscheidende Auswahlkriterien.

Das sind die Aufgaben eines Verwalters

„Immobilienverwaltung ist weit mehr als nur die Organisation und Durchführung der jährlichen Eigentümerversammlung oder das Erstellen von Abrechnungen. Treuhänderische Immobilienverwaltung ist auch Vermögenssicherung“, erklärt Martin Kaßler, Geschäftsführer vom Dachverband deutscher Immobilienverwalter e.V. (DDIV).

Ein professioneller Verwalter betreut die gemeinschaftlichen Gelder, erstellt Wirtschaftspläne, schließt Versicherungs- und Wartungsverträge ab und koordiniert die Arbeiten von externen Dienstleistern. Zudem sollte er Sanierungsfahrpläne erstellen, um den Immobilienwert zu sichern. Zunehmend ist der Immobilienverwalter auch Schlichter und Vermittler zwischen den Interessen von Eigentümern und Mietern.

So finden Sie einen Verwalter

Am zuverlässigsten ist nach wie vor eine Empfehlung. Gibt es keinen Immobilienbesitzer im Bekanntenkreis, können auch Internetrecherchen nützlich sein. Auf Vermittlungsportalen wie deutschehausverwalter.de oder hausverwalterscout.de haben Eigentümer die Möglichkeit, kostenfrei Angebote von Verwaltern in der Nähe einzuholen und zu vergleichen.

Auch in Berufsverbänden wie dem DDIV finden Eigentümer seriöse und professionelle Hausverwalter, da diese gewisse berufliche Mindeststandards einhalten müssen, um Mitglied des Verbandes zu werden.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und achten Sie nicht nur auf den Preis. „Ein kaufmännisches Verständnis, Erfahrung und Referenzen zeichnen unter anderem einen professionellen Hausverwalter aus“, sagt Kaßler.
 
Derzeit gibt es kein gesetzlich verankertes Berufsbild für Immobilienverwalter – die Berufszulassungsregelung für Verwalter und Makler wurde jedoch jüngst im Bundeskabinett beschlossen. Bis das entsprechende Gesetz 2017 verkündet wird, gibt es jedoch weder einheitliche Kriterien der Ausbildung, noch notwendige Qualifikationen und Kenntnisse als Mindestvoraussetzung zur Ausübung dieser Tätigkeit.

Viele Immobilienverwalter haben eine Ausbildung zur/m Immobilienkauffrau/mann oder ein kaufmännisches Studium absolviert. Auch zahlreiche Quereinsteiger, die sich über Zusatzqualifikationen und Fortbildungen das notwendige Fachwissen angeeignet haben, sind in der Branche tätig.

Professionelle Immobilienverwalter sind hauptberuflich tätig und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Darüber hinaus müssen sie eine Vermögensschaden- und eine Betriebs- oder Berufs-Haftpflichtversicherung vorweisen können.
 
Wichtig ist außerdem, dass sich der Sitz der Verwaltung möglichst nah am Objekt befindet, damit der Verwalter im Zweifelsfall schnell vor Ort ist.

So viel darf ein Verwalter kosten

Die Entgelte variieren je nach Umfang des Leistungspaketes sowie der Größe der Wohnanlage beziehungsweise der Anzahl der zu betreuenden Wohneinheiten. Zudem gibt es regional unterschiedliche Sätze. „Im Schnitt liegt die pauschale Grundvergütung für die Verwaltung einer Immobilie einer Wohnungseigentümergemeinschaft zwischen 18 Euro und 30 Euro netto pro Einheit und Monat. Für die Verwaltung von Mietshäusern zahlen Eigentümer im Schnitt zwischen 20 Euro und 26 Euro netto pro Einheit und Monat“, erklärt Kaßler.

Achten Sie besonders bei günstigen Angeboten auf das Kleingedruckte. Was ist in der Gebühr alles enthalten und welche Leistungen werden extra abgerechnet? Hier gibt es zum Teil große Unterschiede.

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