Immobilienfonds – Kapitalanlage in Immobilien

Immobilienfonds – Kapitalanlage in Immobilien
© iStock / Sergey Borisov

Sein Geld in Immobilien anzulegen, ist für viele eine reizvolle Alternative zu konventionellen Geldanlagen. Dabei gibt es die Möglichkeit, sich an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds zu beteiligen.

Mit Immobilien als Kapitalanlage werden Werte wie Beständigkeit und Sicherheit verbunden. Doch nicht jeder verfügt über genug Kapital, um Eigentum zu erwerben - ob nun zum selber Wohnen oder als Renditeobjekt zu Mietzwecken. Hier kommen Immobilienfonds ins Spiel, die meist auch für Kleinanleger interessant sind, da der Mindestanlagebetrag in der Regel niedrig ausfällt. Auch kann der Anleger – zumindest bei offenen Immobilienfonds – seine Anteile wieder verkaufen.

Offene Fonds sammeln bei Anlegern Geld ein, um in verschiedene Großprojekte wie Büroräume, Einkaufszentren oder Wohnblocks zu investieren. Die Gewinne werden dabei vorwiegend aus den Mieteinnahmen erwirtschaftet und einmal jährlich an die Anleger ausgeschüttet. Ein attraktives Anlagemodell mit zunächst überschaubaren Risiken. So wurden 2011 neue Fonds-Anteile im Wert von rund einer Milliarde Euro verkauft. Laut Fondsverband BVI waren die Immobilienfonds dadurch die einzige Fondsgattung, die durch Anteilsverkäufe mehr Geld einnahm als sie ausschütten musste. Und das, obwohl zahlreiche Anbieter mit konstanten Renditen von 4,2 bis 4,7 Prozent werben, was durchaus attraktive Konditionen sind. 

Geschlossene Immobilienfonds

Ebenfalls interessant, jedoch nicht so flexibel, sind geschlossene Immobilienfonds. Hier wird meist in ein einziges Großprojekt investiert, wobei der Fonds nach einer vorher festgelegten Platzierungsphase geschlossen wird. Da sich auf ein Projekt konzentriert wird, gibt es keinerlei Risikostreuung, was geschlossene Fonds für Kleinanleger meist nicht so interessant macht. Der Vorteil liegt wiederum gerade in der Konzentration auf ein Projekt, was sich positiv auf den Fonds auswirken kann. Welcher Fonds also für welchen Anleger zu empfehlen ist, sollte im Vorfeld mit entsprechenden Beratern geklärt werden. Auch über Chancen und Risiken sowie gesetzliche Änderungen sollte man sich tagesaktuell informieren, bevor eine Investition getätigt wird. 

Der Markt ist bereinigt

Zurzeit liest man von Fonds, deren Anlegervermögen eingefroren ist oder die „abgewickelt“ werden müssen. Betroffen sind etwa 23 von insgesamt 87 Milliarden Euro Fondsanteilen – und somit eine Vielanzahl von Klein-und Großinvestoren (Stand Mai 2012). Diese Tatsache geht allerdings laut Finanzexperten und Analysten noch immer auf die Auswirkungen der Krise 2008 zurück.

Als die Immobilienblase in den USA platzte, wirkte sich dies auf die Fonds aus. Anleger stießen ihre Anteile überstürzt ab und manch ein Fondsmanager hatte sich mit überteuerten Bürokomplexen und exotischen Standorten verschätzt. Die Folge: einige Fonds mussten geschlossen werden und befinden sich teilweise nach wie vor in der Abwicklungsphase. Inzwischen ist der Markt aber bereinigt und die „schwarzen Schafe“ der Branche aussortiert.

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