Bauen oder kaufen?

Bauen oder Kaufen
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Ein Auto kann notfalls mit wenig Verlust verkauft werden, beim Haus gelten bei 20 bis 30 Jahren Bindung an die Hausbank andere Regeln. Die Findungsphase vor dem Kauf darf daher ruhig etwas länger sein: So lernt man Baukonzepte, Grundrisse, etc. kennen. Und damit auch immer besser, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Mit Familie ist eher das Häuschen im Grünen gefragt. Als Single wäre die Stadtwohnung wohl eher geeignet. Je nach Lebensstil werden auch Wohnformen wie Penthouse-Eigentumswohnung, Altbau, Loft oder auch das Mehrfamilienhaus ausgewählt.

Persönliche Finanzsituation

Schließlich steht die persönliche Finanzsituation auf dem Prüfstand. Nach ihr richtet sich, was ausgegeben werden kann. Die Faustregel, dass etwa 25, besser 30 Prozent der gesamten Kaufsumme in Form von Eigenkapital vorhanden sein sollte, ist ein guter Gradmesser. Je mehr zur Verfügung steht, desto besser, denn im Gegensatz zu Vermietern bringen dem Selbstnutzer Schuldzinsen keine steuerlichen Vorteile.

Etwa das drei- bis vierfache des Eigenkapitals wird von der Bank – wenn alle übrigen Voraussetzungen passen – finanziert. Sollte das Eigenkapital (noch) nicht ausreichen, heißt es sparen. Zum Eigenkapital zählen alle Geldmittel aus dem privaten Vermögen, für das keine Zinsen gezahlt werden müssen. Das können zum Beispiel Wertpapiere, Festgelder, Lebensversicherungen oder andere Wertgegenstände sein. Auch das bereits bezahlte Grundstück für das neue Haus, angespartes Guthaben auf dem Bausparkonto, Verwandten- oder Arbeitgeberdarlehen zählen dazu. Eigenleistungen, auch bekannt als Muskelhypothek, können die finanzielle Belastung senken.

Für manche kann die Eigentumswohnung eine Alternative sein. Sie wird oftmals als klassischer, weil vergleichsweise preiswerter Einstieg bevorzugt. Auch den Kauf einer Gebrauchtimmobilie kann man in Erwägung ziehen. Damit der Kauf ein Erfolg wird und kein finanzielles Fass ohne Boden, sollte man einige Dinge beachten.

Bestandsimmobilie kaufen

Hausbau oder Kauf? Beides bringt Vorteile. Der einfachste Weg ist sicher der Kauf einer bestehenden Immobilie. Die ist greifbar und kann vorab besichtigt werden. Und der aktuelle Verkehrswert lässt sich – zum Beispiel mit einer Immobilienbewertung –  schnell und zuverlässig ermitteln.

Bauen

Die zweite Variante ist das Bauen in Eigenregie, in der Regel mit einem Architekten oder Generalunternehmer (GU). Der Architekt ist im besten Fall der Treuhänder Ihrer Interessen. Bauen mit ihm bedeutet ein Höchstmaß an Individualität. Das ist zunächst mit viel Schweiß, Zeit und leider oft auch Ärger verbunden. Als Belohnung hat man aber am Ende eine Immobile, die in Absprache mit dem Architekten von A – Z mit konzipiert wurde.

Das „Alles-aus-einer-Hand-Prinzip“ des Generalunternehmers (GU) – also Gebäude inklusive Grundstück zu einem Pauschalpreis – ist mittlerweile von zunehmender Bedeutung und steht und fällt mit der Seriosität und Kompetenz des Anbieters. Bonität (zu erfragen bei der Hausbank) und Referenzen sind die besten Garantien für das Festpreisversprechen und die Termintreue des Generalunternehmers. Der Vorteil für den Bauherren besteht darin, dass nur ein Ansprechpartner für die gesamte Bauorganisation, Überwachung und Auftragsvergabe verantwortlich ist.

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