Tipps zum Immobilien-Darlehen

Tipps zum Immobilien-Darlehen
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Mithilfe eines Darlehens wird der Neuerwerb einer Immobilie über Jahre abbezahlt. Immonet gibt Tipps, welche Art von Darlehen das richtige ist – und wie Sie es von der Bank Ihrer Wahl bewilligt bekommen.

Welche Arten von Immobilien-Darlehen gibt es?

Banken bieten unterschiedliche Kreditmodelle an:

  • Annuitätendarlehen: Darlehen mit gleichbleibender Rate, die bei Abschluss für die gesamte Laufzeit vereinbart wird. Ist das Darlehen nach Ablauf nicht abbezahlt, wird neu verhandelt. Das ist die populärste Art der Immobilienfinanzierung.
  • Hypothekendarlehen: langfristiges Darlehen. Die neue Immobilie ist hier die Sicherheit für die Bank. Zinssätze und raten hängen von der Höhe des Darlehens, dem Wert der Immobilie und der finanziellen Situation des Kreditnehmers ab.
  • Forward-Darlehen: Die Summe wird nicht sofort ausbezahlt, sondern in ein bis fünf Jahren. Es gelten die bei Abschluss vereinbarten Zinsen. So kann man sich einerseits günstige Zinsen sichern. Es ist aber auch spekulativ, weil man davon ausgeht, dass die Zinsen steigen. Ist dies nicht der Fall oder sinken sie sogar, kann das die Kosten erhöhen.
  • Volltilgerdarlehen: eine Variante des Annuitätendarlehens, bei der man sich von Anfang an auf die Konditionen für die gesamte Summe einigt, also nur eine Finanzierungsrunde hat. Erspart den Vergleich von Kreditbedingungen und Verhandlungen mit Banken, also die Sorge um eine passende Anschlussfinanzierungen. Eignet sich für Kreditnehmer mit hohem und sicherem Einkommen.
  • variable Darlehen: Darlehen ohne festgeschrieben Zins. Dieser hängt vielmehr vom „Euribor“ ab. Das ist der Referenzzins, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Er kann sich alle drei Monate ändern, dann ändert sich auch der Darlehenszins. Für Risikofreudige mit finanziellem Spielraum, weil das Darlehen je nach Zinsentwicklung sowohl teurer als auch günstiger werden kann.
  • Vollfinanzierung: Darlehensform ohne Eigenkapital mit relativ hohen Tilgungsraten.

Unterlagen für die Beantragung von Immobilien-Darlehen

Egal, für welche Art von Darlehen man sich entscheidet: Die Bank prüft Ihre Kreditnehmer vor dem Vertragsabschluss gründlich und fordert eine Reihe von Nachweisen:

  • Wirtschaftliche Verhältnisse: Eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben. Arbeitnehmer reichen ihre Gehaltsabrechnung der vergangenen Monate (meist die letzten drei) ein. Selbstständige und Freiberufler weisen ihr Einkommen anhand der Betriebswirtschaftlichen Auswertung, einer Gewinn- und Verlustrechnung, einer Bilanz oder eines Steuerbescheides nach. Bei den Ausgaben interessiert die Bank sich für regelmäßig anfallende Kosten wie Wohnkosten, Versicherungen, bestehende Kreditverträge oder Kosten für ein Auto.
  • Eigenkapital: Voraussetzung für die wohlwollende Prüfung eines Darlehensvertrags ist oft ein bestimmtes Eigenkapital, in der Regel mindestens 20 Prozent der Kreditsumme. Der Nachweis darüber gehört zu jedem Darlehensantrag.
  • Zweiter Kreditnehmer: Ist das Einkommen des Kreditnehmers nicht ausreichend oder unsicher, kann ein zweiter Kreditnehmer, also eine weitere Person mit eigenem Einkommen, die den Kredit mit bedient, eine zusätzliche Sicherheit für die Bank sein.
  • Bonität: Die Bank prüft die Zahlungsfähigkeit eines Antragsstellers mittels Einholung einer Schufa-Auskunft.
  • Finanzierungsdauer: Kann das Darlehen vor Eintritt in die Rente abbezahlt werden, erhöht das die Chancen auf eine Bewilligung. Die Bank geht davon aus, dass sich die finanziellen Verhältnisse mit Beginn der Rente verschlechtern.
  • Rate: Die monatliche Rate muss für den Kreditnehmer bezahlbar sein. Ist sie für seine wirtschaftlichen Verhältnisse zu hoch angesetzt, wird eine seriöse Bank den Darlehensantrag ablehnen.
  • Angaben über die Immobilie: Zum Darlehensantrag gehören auch Unterlagen über die Immobilie, die man finanzieren will. Die Bank will sicher sein, dass die Immobilie einen entsprechenden Wert hat. Zu den erforderlichen Unterlagen gehören ein aktueller Grundbuchauszug (vom Grundbuchamt), ein Lageplan (vom Katasteramt), einige Fotos und Angaben zur Wohnfläche. Oft ist außerdem ein Gutachten erforderlich, in dem ein Fachmann Lage, Ausstattung, Zustand und eventuellen Sanierungsbedarf beurteilt.

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