Holz: Natürlicher Baustoff für natürliches Wohnen

Holz: Natürlicher Baustoff für natürliches Wohnen
© Fotolia / Matthias Buehner

Wer massiv bauen will, braucht längst nicht mehr Ziegel oder Beton: Seit 2005 gibt es mit der Massiv-Holz-Mauer (MHM) einen allgemein bauaufsichtlich zugelassenen Baustoff, der ein schnelles, unkompliziertes und präzises Bauen verspricht. Die fertig ab Herstellerwerk gemauerten Wände werden millimetergenau passend direkt an den Bauplatz geliefert. Die Fertigstellung des Rohbaus dauert dann nur wenige Tage.

Vollmassive Holz-Mauer ohne Leim und Chemie

Die Massiv-Holz-Mauer besteht komplett aus unbehandeltem Holz. Verbunden werden die Holz-Bretter mit Aluminium-Rillenstiften, deren Belastbarkeit eine hohe Stabilität und Festigkeit der Wandelemente gewährleistet. So kommt die Massiv-Holz-Mauer ohne Leim als Verbindungsmittel aus. Durch die diffusionsoffene Bauweise und den einzigartigen Aufbau von Holz kann in der Massiv-Holz-Mauer vollständig auf Dampfbremsen oder Sperren verzichtet werden.

Holz-Bau ist komplett umweltbewusst

Ein weiterer Vorteil ist, dass im Innenbereich wie allgemein im Holz-Bau kein chemischer Holz-Schutz mehr benötigt wird. Durch die Trocknung der Bretter ist das Holz formstabil und resistent gegen Schädlinge. Im Außenbereich reduzieren konstruktive Holz-Schutzmaßnahmen den Einsatz von Holz-Schutzmitteln auf ein Minimum. Stark bewitterten Hausteile müssen so in der Regel erst etwa alle zehn Jahre gepflegt werden. Auf der Baustelle selbst entfallen teure Kranstandzeiten bzw. Mieten, denn der Rohbau eines durchschnittlichen Einfamilienhauses steht mit der Massiv-Holz-Mauer schon nach zwei bis drei Tagen. Die passgenauen Wandteile kommen fertig geliefert aus computergesteuerten CNC-Fertigungen in ganz Deutschland - ohne Rastermaß-Vorgaben: Bauherr und Architekt können ohne Zwänge das Traumhaus planen – und zwar auch auf „schwierigen“ Grundstücken, denn die Massiv-Holz-Mauer ist massiv, aber zugleich leichter als herkömmliche Massivsteinbauten.

Ökologischer Baustoff Holz

Holz ist ein ökologischste Baustoff: Er kommt von dort, wo man joggen geht, nämlich aus heimischen Wäldern, wo mehr Holz nachwächst als geschlagen wird – und mit einer eindeutigen, natur- und ressourcenschonenden Energiebilanz. Das ist nicht unbedeutend, denn ab 2009 ist es amtlich: Neu errichtete Wohnhäuser müssen einen Teil ihrer Heizenergie aus regenerativen Quellen wie beispielsweise Holz decken. Der nachwachsende Rohstoff kann nicht nur als Kohlendioxid-neutrales Brennmaterial zum Klimaschutz beitragen. Holz als Baumaterial schont über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg Klima und Ressourcen. Seine Herstellung verbraucht im Unterschied zu anderen Baumaterialien wie etwa Ziegeln, die bei hohen Temperaturen und mit großem Energieeinsatz gebrannt werden, kaum Energie. Auch die Transportwege vom Einschlag über die Verarbeitung bis zur Baustelle können kurz gehalten werden. „Für unseren Holz-Baustoff muss nicht ein Baum extra fallen“, erklärt Andreas Ludewig, Projektleiter bei der Massiv-Holz-Mauer GmbH. Das Unternehmen verwendet einen Holz-Baustoff, der ausschließlich Rand-Abschnitte aus der Bretterherstellung in Sägewerken verwendet. Gute Brandschutzeigenschaften sind ebenfalls gewährleistet. Mit einer außenliegenden Dämmschicht erreichen die Wände ohne weiteres Passivhausstandard.

Keine architektonischen Kompromisse

Alle Teile werden wie gesagt mit Hilfe moderner CNC-Technik millimetergenau nach den Angaben des Planers oder Architekten gefertigt. Auch beim Wandabschluss besteht Gestaltungsfreiheit: Klassische Putzfassaden sind ebenso möglich wie hinterlüftete Fassaden mit Holz- oder anderen Verkleidungen. Für die Innenräume empfiehlt Ludewig natürliche, atmungsaktive Materialien, um die raumklimatischen Vorteile des Massivholzes zu erhalten. Der Holz-Hausbau hat sich in den vergangenen 40 Jahren erheblich weiterentwickelt und verbessert. Durch Qualitätssteigerungen in allen Bereichen wie Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz, sowie der Entwicklung von modernen Werkstoffen wurde die Lebensdauer nachhaltig auf hohem Niveau verlängert. Dies beeinflusst wesentlich auch den Wert der Immobilie. Holz-Häuser sind nach Expertenauskunft ab dem Baujahr 1985 bei der Wertermittlung hinsichtlich der Herstellungskosten und der rechnerischen Gesamtnutzungsdauer mit massiven Bauten gleich zu setzen. Die meisten Banken und Versicherungen erkennen dies mittlerweile an.

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