Checkliste Heizkostenabrechnung

Heizkosten
© DeathtoStock

Die Heizkostenabrechnung kann Mieter kalt erwischen. Mit der Immonet-Checkliste können Sie einfach überprüfen, ob Ihr Vermieter Ausgaben und Einnahmen richtig berechnet hat. Denn neben einem vorgeschriebenen Abrechnungszeitraum gibt es auch für den Verteilerschlüssel klare Regeln. 

1. Die Ausschlussfrist

Ist die Abrechnungsfrist von zwölf Monaten eingehalten worden? So lange gilt die sogenannte Ausschlussfrist.

2. Der Abrechnungszeitraum

Umfasst die Abrechnung einen Zeitraum von einem Jahr?

3. Der Verteilerschlüssel

Rechtliche Grundlage der Heizkostenabrechnung ist die sogenannte Heizkostenverordnung. Sind mindestens 50 Prozent, maximal aber nur 70 Prozent der Heiz- und Warmwasserkosten nach Verbrauch berechnet? Betragen die Grundkosten demnach 30 bis 50 Prozent der Heiz- und Warmwasserkosten?

4. Änderungen im Verteilerschlüssel

Entspricht der Verteilerschlüssel dem des Vorjahres? Änderungen sind nur ausnahmsweise möglich.

5. Erdgas, Fernwärme, Nahwärme

Sind die verbrauchte Energiemenge und der dafür gezahlte Preis angegeben (in kW/h, MW/h, cbm)?

6. Öl und feste Brennstoffe

Werden Anfangsbestand und Restbestand aufgeführt?
Wurde der Restbestand korrekt bewertet und abgezogen?
Sind sämtliche Lieferungen nach Lieferdatum, Menge und Einzelpreis genannt?

7. Daten der Lieferungen

Wurden die Lieferungen im Abrechnungszeitraum vorgenommen?

8. Heiznebenkosten

Sind sämtliche Heiznebenkosten einzeln ersichtlich in der Abrechnung?
Liegen die Heiznebenkosten in einem angemessenen Rahmen? Üblich sind 16 bis 24 Prozent der Brennstoffkosten.

9. Umlage

Sind tatsächlich nur die umlagefähigen Kosten aufgeführt? Verboten ist die Abrechnung von Reparaturkosten, Finanzierungskosten und dergleichen.

10. Messgeräte

Passen die Kosten für Messgeräte?

11. Wartungskosten

In der Regel können Vermieter nur bis zu fünf Prozent der Brennstoffkosten ansetzen. Ist die Grenze eingehalten?

12. Betriebsstromkosten

Betriebsstromkosten sollten nicht mit mehr als fünf bis sieben Prozent der Brennkosten veranschlagt werden.

13. Leer stehende Wohnungen

Die Grundkosten für leer stehende Wohnungen dürfen nicht aufgeführt sein. Sie sind vom Vermieter zu tragen.

14. Mieterwechsel

Wurde nach Ihrem Einzug oder Auszug eine Zwischenablesung vorgenommen? Das ist zwingend erforderlich bei einem Mieterwechsel.

15. Geschätzte Werte

Wenn der Verbrauch geschätzt werden muss, wurde er dann auf der Grundlage der Heizkostenverordnung ermittelt?

16. Warmwasserverbrauch:

Verfügt das Mietshaus über eine sogenannte „verbundene“ Anlage, das heißt über eine zentrale Wasserversorgungsanlage, ist ein gesetzlich vorgeschriebener Abrechnungsschlüssel einzuhalten. Stimmt die Aufteilung?

Weiterlesen:

So machen Sie Ihr Zuhause energieeffizient