Leben mit Hausstauballergie

Die Bezeichnung „Hausstauballergie“ greift eigentlich zu kurz, ist aber gängig für diese Allergie, die in Deutschland die häufigste neben Pollen- und Lebensmittelallergie ist. Gemeint ist nämlich eine hohe Empfindlichkeit gegen und eine allergische Reaktion auf den Kot von Milben. Die nur unter dem Mikroskop sichtbaren Tierchen leben im Hausstaub.

Hausstauballergie
Flyer Hausstauballergie © immonet Flyer - Bildquellennachweise

Ist eine Hausstauballergie ansteckend?

Allergien sind nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, weil sie auf persönlicher Veranlagung beruhen. Allerdings vermuten Wissenschaftler, dass die Veranlagung genetisch weitergegeben wird, also quasi vererbbar ist. Je mehr Blutsverwandte an Allergien leiden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, selber eine zu entwickeln.

Wie verbreitet ist die Hausstauballergie?

Hausstaubmilben sind weltweit verbreitet, ganz ungeachtet von klimatischen Verhältnissen. Außer im Hochgebirge sind sie überall anzutreffen. Allein in Deutschland sind mindestens 4,5 Millionen Menschen an der Hausstauballergie erkrankt. Es gibt Schätzungen, nach denen sogar jeder Zehnte allergisch auf Milbenkot reagiert. Weltweit leiden mehrere hundert Millionen Menschen an der Allergie, allein 90 Millionen aus der EU, den USA und Japan und weitere 100 Millionen aus China.

Wo in der Wohnung tritt die Hausstauballergie am stärksten hervor?

Im Schlafzimmer. Denn Milben, deren Kot die allergische Reaktion auslöst, ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen. Jeder Mensch verliert davon täglich rund 1,5 Gramm – das meiste davon im Bett. Milbenfreie Betten gibt es nicht. Eine hohe Milbendichte gibt es auch in Polstermöbeln, eine geringere in Teppichen. Im Freien können Milben normalerweise nicht überleben.

Auslöser: Milbe

Milbe aus Auslöser einer Hausstauballergie

Größe: 0,1 - 0,5 mm

Lebensdauer: 3 - 4 Monate

Produktion: ca. 300 Eier

Nahrungsquelle: menschliche Haare und Hautschuppen

(der Mensch verliert 1 - 1,5 g Hautschuppen, reicht für 100.000 Milben)

Lieblingsort: Betten, Matratzen

Wie viele Milben habe ich im Bett?

Matratze und Oberbett sind von Milben meist gleichermaßen befallen. Im Kopfkissen ist der Befall am größten. Er liegt zwischen 10.000 Milben (bei unlängst gereinigten Bezügen) und 400.000 Milben in Kissen, die mehrere Wochen nicht gewaschen wurden.

Allergie in Zahlen - © immonet.de

Quelle: stern.de, Ratgeber Allergie, "Allergie in Zahlen"

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