Das richtige Grundstück für Ihr Haus finden

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Wie findet man das passende Grundstück für den Hausbau? Entscheidend sind eine objektiv gute Lage und ein subjektiv gutes Gefühl. Um das optimale Baugrundstück zu finden, stellen Sie am besten eine Liste mit den wichtigsten Kriterien für den Standort auf: Stadt oder Land, die Nähe zum Job oder zu den Eltern können entscheidend sein. Fassen Sie dann ein Wohngebiet näher ins Auge und suchen Sie dort gezielt nach Baugrundstücken.

Vor Ort zählt zunächst der persönliche Eindruck: Gefällt Ihnen die Nachbarschaft? Können Sie sich vorstellen, dort zu leben? Wenn das Gefühl stimmt, können Sie mit der Fakten-Prüfung beginnen.

Auf die Lage kommt es an

Die viel zitierte „beste Lage“ ergibt sich aus einer attraktiven Bebauung in der Umgebung sowie einer guten Anbindung. Dazu gehört die gesamte Infrastruktur: Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Geschäfte, Ärzte, Bildungseinrichtungen und Freizeitangebote. Achten Sie auf Details wie die Sonneneinstrahlung – denn die ist entscheidend dafür, ob sich bei dem Baugrundstück in der gewünschten Richtung eine Terrasse oder ein Balkon realisieren lassen. Liegt das Gebiet am Hang, sollten Sie prüfen, ob die Zufahrtsstraße Risse hat. Ist das der Fall, sind auf dem Baugrundstück unter Umständen Erdschichten in Bewegung, die Schäden am neuen Haus anrichten können.

Unbedingt Nutzungsart prüfen

Liegt das Grundstück inmitten eines Mischgebietes – also in einem Wohn- und Gewerbegebiet, sollten Sie unbedingt werktags das Gelände besuchen. Denn möglicherweise sorgt ein Betrieb in der Umgebung für unangenehmen Lärm. Auch die zukünftige Bauplanung im Gebiet ist relevant: Denn vielleicht freuen Sie sich schon auf den weiten Blick über die Felder vom Küchenfenster aus, während demnächst Gegenüber eine Reihenhaussiedlung entstehen soll. Hier hilft der Bebauungsplan weiter, der in den örtlichen Stadt- und Bauplanungsämtern einsehbar ist. Falls Sie bereits ein bestimmtes Grundstück im Auge haben, gibt der Bebauungsplan auch Auskunft über etwaige Vorschriften zum Hausbau: So sind mitunter sogar die Form des Daches, der Fenster und die Gebäudeausrichtung festgelegt.

Die Erschließung kann teuer werden

Kommt ein noch völlig unerschlossenes Grundstück in die engere Auswahl, ist eine Baugrunduntersuchung empfehlenswert. Damit versichern Sie sich, dass es keine Altlasten gibt, die den Baugrund unbrauchbar machen. Auch der Anschluss an den öffentlichen Straßenverkehr, an Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen muss gewährleistet sein. Sind die Kosten dafür im Kaufpreis nicht enthalten, können Investitionen zwischen fünf und 15 Prozent der Hausbaukosten hinzukommen.

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