Grundbuchauszug

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Der Grundbuchauszug ist die Abschrift aller Eintragungen, die im Grundbuch aufgeführt sind. Er enthält die wichtigsten Daten zu einem Grundstück.

So gibt er unter anderem Auskunft über Größe und Nutzung des Grundstücks, Eigentumsverhältnisse und mit welchen Lasten und Beschränkungen eine Immobilie belegt ist. Benötigt wird ein Grundbuchauszug vor allem für die Beleihungsprüfung und vor dem Kauf einer Immobilie.

Wer hat Einsicht in Grundbuch?

Der Antrag auf Erteilung eines Grundbuchauszugs muss beim zuständigen Grundbuchamt erfolgen. Dieses stellt unbeglaubigte sowie beglaubigte Abschriften aus. Allerdings werden nur bestimmten Personen Einsicht ins Grundbuch gestattet, beispielsweise (Mit-) Eigentümern, Gläubigern oder Interessenten mit konkreten Kaufabsichten nach §12 GBO. Das Grundbuchamt ist zur Erteilung von Auskünften aus dem Grundbuch nämlich nicht verpflichtet, es sei denn es ist wie im Rahmen einer Grundstücksvollstreckung gesetzlich vorgeschrieben.

Ein Grundbuchauszug ist in fünf Bereiche unterteil: 

  1. Aufschrift: Hier sind unter anderem die Grundbuchblattnummer, das zuständige Grundbuchamt sowie das Datum, wann der Grundbuchauszug erstellt wurde, festgehalten.
  2. Bestandsverzeichnis: Informiert darüber, welche einzelnen Flurstücke zum jeweiligen Grundstück gehören und für welche Art der Bewirtschaftung das Grundstück vorgesehen sind.
  3. Erste Abteilung: Klärt die Eigentumsverhältnisse, sprich hier sind der oder die Eigentümer und auch die Voreigentümer festgehalten.
  4. Zweite Abteilung: Gibt Auskunft über die Lasten und Beschränkungen
  5. Dritte Abteilung: Hier sind Grundpfandrechte, also Hypotheken und Grundschulden eingetragen.

Tipp: Wenn Sie eine gebrauchte Immobilie kaufen, sollten Sie vor allem den vierten Bereich im Grundbuchauszug – die Lasten und Beschränkungen – beachten. Es kann vorkommen, dass diese im Rahmen der Eigentumsübertragung nicht gelöscht werden und dann von Ihnen als neuer Eigentümer akzeptiert werden müssen.

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