Haus- und Grundbesitzer Haftpflichtversicherung

Haus- und Grundbesitzer Haftpflichtversicherung
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Hauseigentümer haften für Unfälle, die sich in ihrem Haus, Grundstück oder den umliegenden Gehwegen ereignen. Vor den finanziellen Forderungen, die dadurch auch entstehen können, schützt eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung.

Ein Hausbesitzer lebt gefährlich

Mieter, Pächter oder Nutznießer von Grundstücken und Gebäuden sind im Rahmen der gesetzlichen Haftpflicht beispielsweise für Schäden haftbar, die entstehen, wenn man Auflagen zur baulichen Instandhaltung, Beleuchtung, Reinigung, Streuen oder Schneeschaufeln nicht erfüllt. Und auch für Personen, die im Auftrag des Hauseigentümers auf dem Grundstück arbeiten – z.B. ein Gärtner – hat dieser zu haften. Es geht aber noch weiter: Löst sich ein Ziegel und fällt auf ein parkendes Auto, gehen die Kosten zu Lasten des Hausbesitzers. Sogar wenn ein Einbrecher in ein Loch fällt, dass ein Eigentümer auf seinem Grundstück gegraben hat, und sich dabei ein Bein bricht, haftet der Besitzer.

Angesichts der Vielfalt von möglichen Schadensfällen und der niedrigen Prämien, die vom Haus oder Grundstück des Eigentümers ausgehen, sollte eine Haus- und Grundbesitzer- Haftpflichtversicherung unbedingt abgeschlossen werden.

Der Versicherungsschutz

Der Versicherungsschutz der Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung umfasst neben der Prüfung der Schadensersatzforderungen auch eine kostenfreie Abwehr unberechtigter oder zu hoher Forderungen. Ist eine Schadensforderung jedoch berechtigt, greift die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Das können zwischen 5 Mio. und 20 Mio. Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sein. Die Bauherrenhaftpflicht ist häufig bis zu einer Bausumme von 100.000 Euro in der Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht automatisch mitversichert.

Vergleichen lohnt sich

Die Höhe der Versicherungsprämie für die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung errechnet sich aus der Wohnfläche. Sollen nur unbebaute Grundstücke versichert werden, gibt es andere Bemessungsgrundlagen. Oft wird nach Quadratmetereinheiten abgerechnet. Es ist aber ratsam, die Versicherungssumme auf mindestens drei Millionen Euro festzusetzen. Und man sollte unbedingt die Angebote verschiedener Versicherungen vergleichen: Denn die Unterschiede zwischen den Versicherungsanbietern sind gewaltig. So kann eine günstige Police durchaus ein Drittel von dem betragen, was ein anderer Anbieter dafür verlangt.

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