Tipps zum Anlegen und Mieten eines Gemüsegartens

Gemüsegarten anlegen

© Stella de Smit / Unsplash

Einen Nutzgarten anzulegen, kann ein ausgleichendes und erfüllendes Hobby sein. Aber auch die Erträge daraus sind nicht zu verachten, schließlich schmeckt selten etwas besser als Gemüse, das man selbst angebaut hat. Immonet weiß, worauf Sie dabei achten sollten.

Gesundes aus eigener Hand

Verbraucher werden heute immer wieder durch neue Lebensmittelskandale verunsichert. Ob Erreger in Nahrungsmitteln oder antibiotikaverseuchtes Geflügel, wer sich gesund ernähren möchte, muss häufig auf teurere Bioprodukte ausweichen – oder die Sache selbst in die Hand nehmen. So wird das Thema Selbstversorgung für immer mehr Konsumenten interessant. Insbesondere Familien schätzen die Produkte aus eigener Ernte.

Doch ganz einfach ist es für Stadtmenschen nicht, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Welcher Städter  kann schon einen Garten sein Eigen nennen? Um dennoch Produkte aus eigenem Anbau genießen zu können, gibt es eine neue Geschäftsidee.

Gemüsegarten zu vermieten

Junge Unternehmen wie „Meine Ernte“ oder "Ackerhelden" bieten Interessierten die Möglichkeit, einen Gemüsegarten zu mieten. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit mit ausgesuchten Landwirten, die den Selbstversorgern einige Parzellen ihres Ackerlandes zur Verfügung stellen. Ein Teil des Ackergemüsegartens ist bereits bepflanzt, auf dem Rest der Fläche kann man selbst Lieblings-Gemüsesorten oder Kräuter anpflanzen. Eine kleine Schulungen zur Pflege des Gartens und der richtigen Erntetechnik ist inklusive. So wird man auf bequeme Weise zum Selbstversorger und kann Radieschen, Bohnen, Kartoffeln und Co. züchten.

Selbstversorgung leicht gemacht

Gemüse und Obst im eigenen Garten anzubauen ist eine kleine Herausforderung, die Zeit und Interesse erfordert. Sich von selbst gezüchtetem Gemüse zu ernähren, macht zwar Spaß, doch ist man als Laie oft unsicher, welche Produkte zu welchem Zeitpunkt gepflanzt und geerntet werden. Wer es sich ein bisschen leichter machen möchte, hat die Möglichkeit, sich von Experten fertig zusammengestellte Saatpakete zu bestellen. Diese enthalten genaue Informationen, wann und wie die Samen gesät werden müssen.

So gelingt der Gemüsegarten

Ganzjährig ernten: Grundsätzlich können Sie sich über das gesamte Jahr verteilt an verschiedenen selbst angebauten Gemüsearten erfreuen. Kopfsalat gedeiht zum Beispiel vom Frühjahr bis zum Herbst, Feldsalat kann sogar im Winter geerntet werden. Wichtig ist also lediglich, dass Sie je nach gewünschter Gemüsesorte die geeignete Aussaatzeit, -art und -tiefe wählen.

Nährstoffverbrauch: Um einen optimalen Ernteertrag zu erzielen, empfiehlt sich eine Fruchtfolge. Informieren Sie sich, ob Ihre Schützlinge zu den Stark-, Mittel- oder Schwachzehrern zählen. Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Lauch, Gurken und Zucchini entziehen dem Boden viele Nährstoffe und müssen gedüngt werden. Im Folgejahr ist es ratsam, Mittelzehrer wie Eissalat, Porree, Radieschen, Rettich, Schwarzwurzeln und Zwiebeln an die Stelle der Starkzehrer zu pflanzen. Schwachzehrer wie Bohnen, Erbsen, Gartenkresse und Feldsalat wandern an die Stelle der Mittelzehrer. So kann sich der Boden erholen, liefert aber trotzdem immer die optimale Nährstoffmenge für die angepflanzten Gemüsesorten.

Düngen:
Versuchen Sie, auf chemischen Dünger zu verzichten. Nur so können Sie sich sicher sein, dass sich keine Pestizid- und Nitratrückstände in Ihr Essen mogeln. Optimale Düngemittel für Ihren Garten sind Komposterde und Mist.

Schädlinge:
Mit ein paar Tricks gelingt es auch hier, weitestgehend ohne chemische Schädlingsbekämpfungsmittel auszukommen. Pflanzen Sie beispielsweise Zwiebeln neben Karotten, verhindern Sie Wurmbefall, da sich die Pflanzen gegenseitig schützen. Ein Gewächshaus hält Schnecken davon ab, Pflanzen zu befallen. Außerdem hilft die Flüssigkeit, die beim längeren Einweichen von Brennesseln entsteht, gut gegen Blattläuse.

Durch Gartenarbeit gesund bleiben

Sicherlich ist auch Gartenarbeit in erster Linie Arbeit. Als Auszeit vom stressigen Alltag beeinflusst sie die Gesundheit jedoch positiv. Das bestätigt auch eine Studie der Kansas State University. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass bereits zweimalige Gartenarbeit pro Woche die Osteoporose-Gefahr bei Frauen ab 40 senkt und eine Alternative zu teuren Fitness-Studios sein kann. Muskeln und Kondition werden ebenso beansprucht wie beim Training – aber mit dem Unterschied, dass man hier an der frischen Luft ist. Auch Demenz oder Alzheimer haben bei Gartenfreunden, die sich regelmäßig Draußen aufhalten, weniger Chancen.