Sicher, gut und günstig: Die Gasheizung

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© Fotolia/ Oleksandr Delyk

Preiswert in der Anschaffung, günstig im Unterhalt und umweltschonend – die Gasheizung punktet in vielerlei Hinsicht. Hinzu kommt, dass der monatliche Verbrauch meist weniger zu Buche schlägt als vergleichsweise eine Ölheizung. Denn während die Heizölkosten rapide ansteigen, ist der Gas-Preis relativ stabil.

Gas für Wärme

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wie eine Gasheizung funktioniert. Das brennfähige Gas – am häufigsten wird Erdgas verwendet – wird in einem speziellen Brennraum, der sich in der Gasheizung befindet, entzündet. Bei der anschließenden Verbrennung des Gases wird Wärme erzeugt, die wiederum mithilfe eines Wärmeträgers direkt in den entsprechenden Raum geleitet wird. Als Träger können sowohl Wasser als auch Luft dienen – je nach Modell. So kann eine Gasheizung nicht nur Räume, sondern auch Wasser erwärmen. Alternativ zum Erdgas werden auch sogenannte Flüssiggase verwendet. Im Gegensatz zum Gas bestehen diese aus einem Gemisch aus Butan oder Propan. Die Vorgehensweise ist jedoch die gleiche.

Gut für Umwelt und Portemonnaie

Die Vorteile einer Gasheizung liegen auf der Hand: Auch wenn die Gaspreise kontinuierlich steigen, sind die Kosten relativ preisstabil. Wer sich für eine Gasheizung entscheidet, spart sogar doppelt: Die Anschaffungskosten sind ebenfalls geringer als bei einer Ölheizung. Schließlich wird kein Tank benötigt. Außerdem wird Gas nach Verbrauch abgerechnet – und nicht wie Öl auf Vorrat gekauft. Auch in Sachen Umweltschutz punktet die Gasheizung: Gas verbrennt mit rund 250 Gramm freigesetztem Kohlendioxid pro Kilowattstunde sauberer als Öl und erzeugt somit weniger Schadstoffe. Hinzu kommt, dass bei kleineren Anlagen  ein Abluftrohr ausreicht. Auf einen Schornsteinfeger kann verzichtet werden.

Beschränkte Ressourcen

Doch die Gasheizung bringt nicht nur Vorteile, sondern auch ein paar Nachteile mit sich: Wer Gas verbraucht, macht sich abhängig. Denn Gas ist ein fossiler und begrenzt vorhandener Brennstoff. Außerdem sind Gasheizungen von Strom abhängig, bei einem Ausfall funktionieren sie nicht.

Eine Frage des Preises

Die Preise für eine neue Gasheizung gehen weit auseinander. Grundsätzlich gilt: Je komplizierter der Einbau, desto größer die Rechnung. Was das konkret bedeutet, weiß Andreas Schmidt von der Firma Steindorff Nachfolger e.K. in Hamburg: „Ein gutes Mittelklassemodell für ein Einfamilienhaus kostet rund 10.000 Euro. Luxusmodelle hingegen sind mit bis zu 15.000 Euro Anschaffungskosten verhältnismäßig teuer.“ Hinzu kommen noch ca. 500 bis 600 Euro für die Montage und das Zubehör. Wer noch keinen Gasanschluss im Haus hat, muss außerdem mit zusätzlichen Kosten für die Verlegung rechnen. Denn ohne Zugang, kein Anschluss. Allerdings sind heutzutage bereits die meisten Haushalte an das zentrale Erdgasnetz angeschlossen. Bei der Umstellung auf eine Gasheizung kann sogar eine staatliche Förderung in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Zuschüsse hängt jedoch von unterschiedlichsten Faktoren wie beispielsweise dem Wohnort und der Art der Heizung zusammen.

Übrigens: Die Angst vor einer Explosion durch die Gasheizung ist nahezu unbegründet. Moderne Modelle sind mit einer Zündsicherung ausgestattet, die verhindert, dass unverbranntes Gas austritt. Erlischt die Flamme, sinkt die Temperatur – und das Ventil schließt sich. Die Gefahr, dass etwas passiert, ist dann ähnlich gering wie bei einer Ölheizung. Wichtig sei lediglich, dass die Prüfkriterien eingehalten werden, so Andreas Schmidt.

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