So finden Sie das passende Gartentor

Das passende Gartentor finden

© Peter Mason / Unsplash

Wer ein Gartentor sucht, stellt schnell fest: Es gibt zahlreiche Ausführungen in verschiedenen Größen aus unterschiedlichen Materialien. Doch welches davon eignet sich für die eigenen Zwecke? Immonet informiert über alles Wissenswerte zum Thema Gartentor und gibt einen Überblick der Vor- und Nachteile von Holz-, Metall- und Eisentoren.

Funktionen des Gartentores

Ein Gartentor gehört zum zeitgemäßen Garten wie Bäume und Sträucher. Einerseits ist es höchst praktisch. Das Gartentor unterbricht den Zaun oder die Hecke und gewährt so einen bequemen Zugang zum Grundstück – oder erschwert das Betreten so weit wie möglich. Auf der anderen Seite schätzen viele Gartenbesitzer das Gartentor auch als Gestaltungselement. Passend zum Zaun oder dem Haus dahinter gewählt, unterstreicht es den Stil des gesamten Anwesens. Je nachdem, welche Eigenschaft im Vordergrund steht, sind verschiedene Dinge bei der Auswahl zu bedenken.

Grundsätzliche Fragen zum Gartentor

Ganz gleich, welche Aufgabe das Gartentor erfüllen soll, sollte man einige grundsätzliche Aspekte beachten. Zunächst muss man sich entscheiden, zu welcher Seite sich das Gartentor öffnen soll. Wer die Fachbegriffe kennt, ist beim Kauf im Vorteil. Ein links angeschlagenes Gartentor bedeutet, es öffnet sich nach links. Man spricht in diesem Fall von DIN links. Sind Scharniere oder Beschläge am rechten Pfosten angebracht, öffnet sich das Gartentor folglich nach rechts. Der Fachterminus lautet dann DIN rechts.

Auch die Öffnungsrichtung sollte man vor dem Kauf festlegen. Normalerweise sollte es sich immer zur Gartenseite öffnen lassen, außer bei Schiebe- oder Rolltoren. So gefährdet man keine Fußgänger oder Fahrzeuge auf der abgewandten Seite des Grundstücks, wenn man das Tor bedient.

Die passende Maße des Gartentores

Die Abmessungen eines Gartentores sind quasi frei wählbar. Manche mögen schmale, aber hohe Gartentore. Andere wiederum bevorzugen niedrige, dafür aber breite Konstruktionen. Bei einem Gartentor, das hauptsächlich von Personen genutzt wird, hat sich die Standard-Breite von 1,10 Meter durchgesetzt. So ist gewährleistet, dass man bequem hindurchgehen oder einen Schubkarren ohne Probleme durch das Tor schieben kann.

In der Höhe – so eine Gestaltungsregel aus dem Garten- und Landschaftsbau – sollte das Gartentor für Fußgänger nicht sehr viel höher sein als der Zaun. Ein Bruch mit der Konvention kann aber auch einen Blickfang erzeugen.

Wer mit dem Auto in den Garten fährt oder dort einen Platz hat, wo der Wohnwagen nach dem Urlaub abgestellt wird, wählt ein Tor mit entsprechender Breite. Sie ist abhängig vom Maß des Fahrzeugs, sollte aber drei Meter nicht unterschreiten. So ist links und rechts noch genügend Spielraum zum Rangieren.

Hohes Gartentor für die Sicherheit

Steht beim Gartentor der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, sollten die Dimensionen des Tores den Eindruck vermitteln, dass hier ein Betreten nur mit Erlaubnis erwünscht ist. Das Magazin „Mein schöner Garten“ etwa empfiehlt für diesen Fall, ein Gartentor mit einer Höhe von mindestens 1,60 Metern zu wählen. Es sollte zudem möglichst viele senkrechte Streben aufweisen, um ungebetenem Besuch das Übersteigen so schwer wie möglich zu machen.

Holztor: Rustikal und pflegeintensiv

Beim Gartentor können sehr verschiedene Materialien zum Einsatz kommen. Holz ist wegen seiner natürlichen Optik und seinem nachhaltigen Charakter beliebt. Gartentore aus dem nachwachsenden Rohstoff bekommt man in vielen Variationen und Größen. Auch bei der Holzart herrscht große Auswahl. Gerne genommen werden Produkte aus heimischen Baumarten wie Fichte, Kiefer, Eiche oder Robinie. Zudem sind Holztore relativ preiswert. Einfache Modelle ohne Beschläge und Seitenpfosten gibt es bereits ab 30 Euro. 

Wer selbst zu Säge und Hammer greifen will, ist mit Holz als Werkstoff ebenfalls gut beraten. Fichten- und Kieferholz lässt sich leicht verarbeiten und ist nicht teuer. Eiche oder Robinie dagegen stellen schon höhere Anforderungen an das Werkzeug und kosten mehr. Viel Sorgfalt sollte man auf den Wetter- und Holzschutz des selbst gebauten Gartentores verwenden. Lasuren lassen die Maserung durchscheinen, müssen aber regelmäßig erneuert werden. Wer es umweltschonend mag, behandelt das Holz mit Leinöl-Firnis. Eine Versiegelung mit Lack lässt viel Freiraum bei der farblichen Gestaltung, muss aber von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden.

Fast unverwüstlich: Gartentore aus Metall

Immer angesagter sind Gartentore aus Metall. Sie sind robust und zudem sehr langlebig – zumindest dann, wenn das Metall entsprechend nachbehandelt wird. Schutz gegen Rost bieten feuerverzinktes Metall oder Stahlrohr sowie pulverbeschichtetes Eisen. Ein klassisches Gartentor aus Stahlrohr mit eingelegter Gittermatte ist zu Preisen zwischen 50 und 100 Euro zu haben. Gartentore aus Edelstahl sind sehr pflegeleicht, im Vergleich zu anderen Materialien jedoch teuer. Wer ein solches Tor in Standardgröße haben möchte, muss sich auf Kosten von mehreren hundert Euro einstellen.

Für Individualisten: Gartentore aus Schmiedeeisen

Individualisten lassen sich ein Gartentor aus verzinktem Schmiedeeisen anfertigen. Dem Design sind hier kaum Grenzen gesetzt. Ob Blütenmotive, gewundene Längsstreben oder die klassischen „Speerspitzen“ als oberer Abschluss – ein Schmiedeeisentor wirkt elegant und stilvoll.

Die Anschaffungskosten variieren je nach Größe, Ausstattung und Zusatzarbeiten wie beispielsweise Betonfundamenten für die Torpfeiler. Auf Preise ab 1.200 Euro für ein doppelflügeliges Gartentor sollte man gefasst sein. Da solche Tore Maßanfertigungen sind und auf die konkrete Situation vor Ort angepasst werden müssen, lässt man sich am besten vom lokalen Metallbaumeister oder der Schlosserei beraten.

Gartentor und Zaun sollten eine Einheit bilden

Ob Holz, Stahl oder Schmiedeeisen – das Gartentor sollte zum Zaun passen. Wählt man für beides das gleiche Material, wirkt das Gesamtbild harmonischer. Ein Jägerzaun aus Holz passt eher schlecht zu einem Gartentor aus Edelstahl. Auch bezüglich der Struktur und Konstruktion sollten sich beide Teile der Zaunanlange nicht zu sehr voneinander unterscheiden.

Dennoch bleibt dieser Aspekt letztlich eine Frage des eigenen Geschmacks. Zudem verwenden manche Hersteller zwei oder gar drei Materialien pro Gartentor. So entstehen Tore mit Holzkorpus und einer Einfassung aus Stahl. Dieser Mix lässt dann auch mehr Freiraum bei der Wahl des Zauns.

Eine Frage der Qualität: Auf die Beschläge achten

Am Gartentor nagt nicht nur der Zahn der Zeit. Auch die Schwerkraft macht sich mit zunehmendem Alter bemerkbar. Tore hängen plötzlich schief und schließen nicht mehr richtig. Um für diesen Fall gewappnet zu sein, achtet man beim Kauf eines Gartentores auf nachjustierbare Beschläge, mit denen man kleine Korrekturen durchführen kann. 

Ein Tipp für fähige Handwerker, die ihr Holzgartentor selbst bauen: Nicht jeder Beschlag ist für jede Holzart geeignet. So verfärbt sich zum Beispiel Eichenholz beim Kontakt mit verzinktem Torbändern schwarz. Man wählt hier besser Beschläge aus Edelstahl. Doch egal, ob gekauft oder selbst gemacht – mit der richtigen Pflege und der geschickten Auswahl des Materials ist eine lange Freude am Gartentor garantiert.