Das sind die aktuellen Trends bei Gartenstühlen

Gartenstühle: Das sind die Trends

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Ob beim Sonnenbaden im eigenen Garten, dem Kaffee auf dem Balkon oder beim abendlichen Grillen auf der Terrasse – so richtig bequem und gemütlich wird der Sommer erst mit der passenden Sitzgelegenheit. Gartenstühle gibt es in zahlreichen Formen und Ausführungen. Immonet fasst die wichtigsten Trends zusammen und gibt Tipps zur Wahl der passenden Gartenstühle.

Sessel sind stark im Kommen

Das Leben und vor allem die Freizeit wird in den warmen Monaten nach draußen verlagert. Dann ist Garten statt Wohnzimmer angesagt. „Outdoor Living liegt im Trend – in allen Altersgruppen und Gehaltsklassen. Das zeigt sich auch im Produktangebot“, sagt Stefan Lohrberg, Direktor der Gartenmesse Spoga+gafa 2018. Und weil wir immer mehr Zeit draußen verbringen, wollen wir es dort ebenso schön und gemütlich haben wie im Haus. Im Garten wird es folglich wohnlicher. Das zeigt sich besonders bei den Sitzmöbeln. Breite Lounges und Outdoor-Sofas sind schon länger angesagt.

Nun sind auch die Gartenstühle kaum noch von Stühlen im Wohn- oder Esszimmer zu unterscheiden. „Drinnen und draußen verschmelzen“, sagt Trend- und Einrichtungsexpertin Gabriela Kaiser. So gibt es aktuell auch für den Outdoor-Bereich sesselartige Stühle auf dem Markt. Die Schalensessel bieten hohen Sitzkomfort beim Garten- oder Balkondinner, sind robust und pflegeleicht. Als Ergänzung empfiehlt sich ein passendes Outdoor-Kissen aus wetterfestem Material.

Moderne Gartenmöbel: Filigran und leicht

Große Möbel benötigen viel Platz, doch der ist besonders in Neubauvierteln und auf Balkonen Mangelware. Kein Wunder also, dass der Gegentrend Zulauf erfährt und die Hersteller viele platzsparende Möbel produzieren. „Filigrane Metalllösungen sind sehr angesagt. Sie wirken leicht und nehmen nicht so viel Raum in Anspruch“, sagt Kaiser. Die Bequemlichkeit muss dabei nicht auf der Strecke bleiben. Kopf- und Armlehnen sind bereits integriert. Geflochtene Materialien dienen als Ergänzung und erhöhen den Komfort bei gleichbleibender Robustheit.

Schaukelstühle wieder im Fokus

Der Trend zum bequemen Sitzen hat Schaukelstühle wieder in den Fokus gerückt. Sie haben den Weg in den Garten geschafft und sind nun auch als Outdoor-Varianten erhältlich. In jüngster Zeit sehr beliebt ist der kompakte Schaukelsessel.

Metall, Holz und Rattan bei Gartenstühlen sehr beliebt

Metall ermöglicht filigrane und zugleich stabile Möbel. Natürliche Materialien wie Holz und Rattan sind im Garten anhaltend gefragt. Polyrattan ist die Alternative zu Rattan und bietet eine lange Lebensdauer. Flechtwerk spielt im Garten unabhängig vom Material eine große Rolle – es wirkt leicht und natürlich und ist in vielen Varianten erhältlich.

Technik und Komfort bei Gartenstühlen

Da die Möbel ausgiebiger als früher genutzt werden, gewinnt der Faktor Bequemlichkeit an Bedeutung. So sind insbesondere Stühle mit hoher Funktionalität angesagt. Ein Klassiker ist der Liegestuhl, der sowohl zum Sitzen als auch zum Hochlegen der Beine genutzt werden kann. Doch das Angebot ist weitaus vielfältiger. „Sitzgelegenheiten überzeugen vor allem über individuellen Komfort“, sagt Lohrberg und verweist etwa auf unauffällig verstellbare Rückenlehnen. „Für noch mehr Komfort und Farbe sorgen Polsterungen und Kissen. Auch das wurde aus dem Indoorbereich übertragen.“

Nachfrage nach guter Qualität steigt

Die Nachfrage nach guter Qualität bei Gartenmöbeln steigt, Materialien und Stoffe werden hochwertiger. Die Deutschen sind dafür auch bereit, mehr Geld für Gartenmöbel hinzulegen. Zwar gibt es durchaus noch Plastikliegen, vermehrt nachgefragt werden jedoch Stücke, die Langlebigkeit versprechen und wertig wirken. „Das macht im Outdoor-Bereich Sinn. Schließlich müssen die Möbel nicht nur mit Feuchtigkeit klarkommen, sondern vor allem der Sonne Stand halten“, sagt Kaiser.

Neuer Trend: Bunt und extravagant

„Ein ganz neuer Trend bei den Gartenstühlen sind sehr bunte Optiken. Waren die Stühle zuletzt meistens Mausgrau oder Weiß, werden die Sitzmöbel nun richtig bunt“, beobachtet Kaiser. Grün, Rot, Pink und Rosa sind angesagt. „Man hat das Gefühl, die Farben der Flora aus dem Garten werden auf die Sitzmöbel übertragen.“ Dabei könne ein Möbelstück der Trendexpertin zufolge durchaus mehrere Farben haben – die Lehne könne beispielsweise Grün und die Sitzfläche Rosa sein. „Floral kommen auch die Outdoorkissen daher. Großblätterige Motive sind sehr in“, sagt Kaiser.

„Die Trendfarbe des Sommers ist Rot. Wer es klassisch mag, greift bei den Stoffen auf gedeckte Farben wie Grau, Braun oder Taupe zurück“, sagt Lohrberg. Die Angebotspalette wird auf jeden Fall größer und bedient vermehrt ein Bedürfnis nach Extravaganz: Ungewöhnlich geformte Sessel auf Drahtgeflecht sind ebenso zu haben wie Designerstücke in Lippenstiftoptik.

So finden Sie das passende Möbelstück

„Wir leben in einer Zeit der Individualität. Das gilt auch im Garten. Fast jede Kombination kann funktionieren“, sagt Kaiser. Kontraste beleben, Stilbrüche gelten als schick. Folglich müssen Stuhl und Tisch heute nicht mehr aus einem Material sein. „Dann sollte die Farbe der Möbel möglichst die gleiche sein. Und wer auf bunte Möbel setzt, wählt am besten das gleiche Material“, rät Kaiser. Auch sollte man darauf achten, dass Stühle und Tisch einen ausgewogenen Gesamteindruck ergeben. „Sehr filigrane Stühle wirken an einem sehr ausladenden Tisch falsch. Kontraste sollten nicht zu stark ausfallen.“

Insbesondere sollten die Möbel zum Stil des Gartens passen. Dabei gelten aber keine spezifischen Regeln. „Versuchen Sie, sich den Gesamteindruck vor Augen zu halten“, lautet Kaisers Tipp. „In einem romantischen Garten wirkt ein weißer, cleaner Schalensessel schnell deplaziert. Ein rotes oder rosa Exemplar kann hingegen gut funktionieren.“

Platzbedarf der Möbel richtig einschätzen

Die Expertin rät, den Platzbedarf der Möbel nicht aus den Augen zu verlieren und zu bedenken, wie viel Platz im Garten oder auf der Terrasse wirklich vorhandenen ist. „Sehr ausladende Möbel wirken sehr schön – aber nur dort, wo genügend Raum ist“, sagt Kaiser. Mindestens ein Drittel der Fläche sollte frei bleiben, wobei auch der Platzbedarf von hinzukommenden Gegenständen wie Blumentöpfen oder dem Grill bedachtet werden muss.

„Statt alles vollzustellen, entscheidet man sich besser für eine additive Lösung: Es werden nur so viele Sitzgelegenheiten aufgestellt, wie regelmäßig benutzt werden. Für gelegentliche Gäste sind Klappstühle gut geeignet. Sie können leicht verstaut und hervorgeholt werden“, sagt Kaiser. Entscheidend dafür, wie viel Freude man an seinen Gartenstühlen hat, ist neben dem individuellen Geschmack auch die Funktionalität. „Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Stuhl ihren eigenen Komfortansprüchen gerecht wird“, empfiehlt Lohrberg. Vorher sollten Sie auf dem favorisierten Stuhl unbedingt länger Probesitzen und alle Funktionen testen – so können Sie späterem Ärger und eventueller Enttäuschung vorbeugen.