Tipps zum Gartenbrunnen von Immonet

Gartenbrunnen: Kitsch oder Kunst?

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Der Gartenbrunnen – früher einmal als kitschig verschrien, erfreut er sich heute wieder großer Beliebtheit. Oft sind Gartenbrunnen nur Attrappen. Dabei kann man mit ihnen auch Wasser sparen, denn in einem Gartenbrunnen kann Regenwasser aufgefangen und anschließend zum Blumengießen verwendet werden, darum sind sie nicht nur hübsche Dekoration, sie sind durch ihr Plätschern auch Symbol für Bewegung.

Gartenbrunnen als Wasserspender

Mit einem Gartenbrunnen lassen sich kostengünstig Pflanzen bewässern. Denn ein Gartenbrunnen fördert Grundwasser und man kann dies nach oben in den Brunnen pumpen, von wo aus es dann wieder in die Erde versickert. Man kann das Wasser aber auch in einem Auffangbecken sammeln und so den Wasserverbrauch senken. Auch Pflanzen-Berieselungssysteme lassen sich an den Gartenbrunnen anschließen.

Tiefe Brunnen müssen abgedeckt werden

Ob man seinen Gartenbrunnen mit einer Platte abdeckt, oder ihn einfach offen lässt, bleibt nicht immer dem eigenen Geschmack überlassen. Denn tiefe Brunnen müssen aus Sicherheitsgründen immer abgedeckt sein. Nicht nur für kleine Kinder lauert hier sonst Gefahr, auch Tiere können in den Brunnen fallen und dort ertrinken.

Der Schachtbrunnen

Es gibt unterschiedliche Brunnentypen. Besonders beliebt als Gartenbrunnen ist der Schachtbrunnen, bei dem, wie der Name schon sagt, ein Schacht in das Erdreich bis zur Grundwasserlinie getrieben wird. Diese sollte allerdings nicht unter zehn Metern liegen, weil man sonst eine stromfressende Pumpe unten im Schacht braucht. Der gegrabene Schacht wird mit speziellen Bohrschachtringen oder mit gegossenem Beton oder mit Mauerwerk verkleidet. Aber man bedenke, das Wasser aus dieser Art Gartenbrunnen eignet sich oft nur zum Blumengießen und nicht zum Trinken. 

Der Schlagbrunnen

Sie können zur Bewässerung ihrer Blumen aber auch einen Schlagbrunnen als Gartenbrunnen bauen. Bei dieser Brunnenbauart lässt man das Grundwasser in einem Rohr, das bis zu sieben Meter tief in die Erde reicht, nach oben steigen. Aber auch beim Schlagbrunnen als Gartenbrunnen ist das Wasser nicht zum Trinken, sondern nur zur Bewässerung von Rasen, Blumen und Gemüseanbauflächen geeignet.

Der Bohrbrunnen

Am besten eignet sich die Variante des Bohrbrunnens. Bei diesem wird ein Bohrloch von fast beliebiger Tiefe in das Erdreich getrieben. Damit ist die Wasserqualität besser als bei den anderen Modellen. Je nach Bodenbeschaffenheit erreicht das Wasser sogar Trinkwasserqualität. Aber Vorsicht: Die Bohrung muss auf jeden Fall von einer Fachfirma durchgeführt werden. Das kostet je nach Boden und Tiefe mindestens 1.000 Euro. Hinzu kommen die Betriebskosten für die Tiefbrunnenpumpe.

Tipp: Lassen Sie vor dem Brunnenbau die Grundwassertiefe bestimmen und fragen Sie bei der zuständigen Unterer Wasserbehörde an, ob Sie eine Genehmigung brauchen.

Gartenbrunnen zum Selberbauen

Man kann seinen Gartenbrunnen auch selbst bauen. Hierfür werden gerne kleinere Findlinge verwendet, die mit Mörtel wie in einem Mauerwerk miteinander verbunden werden. Auch aus Holz oder Beton lassen sich schöne Gartenbrunnen bauen.  Beachten Sie aber immer, dass der Schacht wegen der Einsturzgefahr abgestützt und verkleidet ist.