Garagenzufahrt richtig planen

Garage
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Die Zufahrt zur Garage sollte mit dem Stil des Hauses harmonieren und sich problemlos befahren lassen. Wer lange Zeit Freude an seiner Garagenzufahrt haben möchte, muss bereits in der Planungsphase auf einen stabilen Untergrund achten.

Vorarbeiten für die Zufahrt

Beim Anlegen einer Zufahrt ist einiges zu beachten, damit der Untergrund eben bleibt und sich nicht nach kurzer Zeit unschöne Spurrillen zeigen. Dafür ist ein tragfähiger Unterbau besonders wichtig. Im Vorfeld müssen die lockeren Bodenschichten sorgfältig abgetragen werden, bis ein fester Untergrund zum Vorschein kommt. Der Aushub sollte mindestens dreißig Zentimeter unterhalb der oberen Pflasterkante liegen, damit genügend Platz für Füllmaterialien bleibt. Der vorbereitete Untergrund wird mit einer Rüttelplatte aus dem Baustoffhandel verdichtet. Um Beschädigungen vorzubeugen, unbedingt zu einen Rüttler mit Gummischutz greifen!

Den Untergrund auffüllen

Zu den bevorzugten Materialien für den Unterbau zählen kleinkörnige Bruchsteine wie Splitt oder Schotter, die zugleich emsige Ameisen vom Nestbau abhalten. Der Baustoff muss in jedem Fall frostfest sein, damit sich das Bodenniveau der Auffahrt im Winter nicht verändert. Auch diese Schicht wird mit dem Rüttler bearbeitet bis der Untergrund eben ist. Ob die Fläche tatsächlich gleichmäßig ist, lässt sich leicht mit einer Richtlatte kontrollieren, die über die Fläche gezogen wird.

Tipp: Am Rand der Zufahrt sorgt eine Einfassung aus Steinen dafür, dass das Pflaster nicht abwandert.

Maßnahmen zur Entwässerung

Die Zufahrt sollte über ein Gefälle von mindestens zwei Prozent verfügen, damit sie sich entwässern kann. Das Gefälle muss vom Haus weg führen, damit Fassade und Keller nicht vom abfließenden Regenwasser beschädigt werden. Soll das Gefälle größer als vier Prozent sein, muss das Pflaster mit einem rutschhemmenden Belag ausgestattet sein. Besonders im Winter kann der PKW sonst leicht ins Schlingern geraten. Drainage-Konstruktionen in Form von Gräben längsseits der Auffahrt oder Entwässerungsrinnen können den Abfluss von Regenwasser zusätzlich verbessern.

Die Zufahrt abrütteln und verdichten

Sobald der Unterbau mit Sand aufgeschüttet wurde, können die Pflastersteine verlegt werden. Zwischen den Fugen sollte etwa drei Zentimeter Platz bleiben, damit das Wasser versickern kann. Sind die Fugen mit Sand aufgefüllt, wird die Garagenzufahrt mehrmals abgerüttelt. Während des Verdichtungsprozesses wird abwechselnd Fugensand eingekehrt und mit Wasser aus dem Gartenschlauch berieselt, bis der Untergrund stabil ist.

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