Tipps zum Frühlingsbalkon von Immonet

Tipps zum Frühlingsbalkon

© HaiGala / iStock

Endlich ist es soweit: Der Frühling hat Einzug gehalten. Was gibt es da Schöneres, als die ersten Sonnenstrahlen auf dem Balkon zu genießen? Häufig wurde der während der kalten Jahreszeit allerdings in Mitleidenschaft gezogen – Immonet verrät Ihnen, wie Sie Ihren Balkon fit für den Frühling und Sommer machen.

Hält der Balkon?

Überprüfen Sie zunächst Balkonbrüstung, -gitter und -umrandungen auf Festigkeit und sicheren Halt. Ist die Konstruktion stabil, ist das Auge gefragt: Wie sieht es mit der Farbe aus? Blättert der Lack an den Metallstäben ab oder bräuchte das Holz einen neuen Anstrich? Dann hilft nur: Metallbürste heraus, aufrauen und frisch überpinseln. Vielleicht haben Sie in diesem Jahr Lust auf eine neue Farbe? Nur zu – Frühlingsfrische fängt mit Farben an. 


Eine strenge Überprüfung benötigen auch die Balkonkästen und Pflanzkübel. Sitzen sie noch fest, sind sie vollständig und noch ansehnlich? Entfernen Sie alte Erde aus Blumenkästen und Pflanzkübeln. Sie ist ausgelaugt und bietet nur noch Lebensraum für Pilze oder andere Schädlinge.


Rücken Sie auch dem Schmutz zu Leibe: Das gilt sowohl für Balkonkästen und Pflanzkübel als auch für den Balkonboden. Warmes Wasser drauf und schrubben. Wer neue Balkonkästen anschaffen möchte, sollte Wert auf einen doppelten Boden legen. So kann beim Gießen überschüssiges Wasser abtropfen – ohne, dass es die Nachbarn auf den Kopf bekommen.

Der Schmutz muss weg

Der erste Schritt zu einem schönen Frühlingsbalkon ist die Reinigung. Balkonmöbel und Boden werden am besten mit einem Schwamm und Seifenlösung gereinigt. Hartnäckigen Schmutz wie Algen und Moos auf dem Bodenbelag entfernen Sie mit einem Hochdruckreiniger. Aber Vorsicht bei Weichholz, dieses kann durch den Hochdruckstrahl beschädigt werden. Erfolgt nach der der Reinigung noch eine Lackierung, erstrahlen die Holzmöbel und -böden wieder in neuem Glanz.

Holen Sie Ihre Balkonpflanzen nun aus ihrem Winterquartier. Wichtig: Einmal jährlich sollte in allen Kübeln die Erde ausgetauscht werden, um die Pflanzen nach ihrem „Winterschlaf“ mit neuen Nährstoffen zu versorgen. Ist auf dem Balkon noch Platz übrig, können Sie sich überlegen, welche Pflanzen Sie dazukaufen möchten. Doch Vorsicht: Nicht alle Pflanzen sind für Ihren Balkon geeignet.

Achtung bei der Pflanzenwahl

Pflanzen wie Narzissen, Tulpen, Stiefmütterchen oder Primeln blühen bereits im Frühling und sind frostunempfindlich. Sollte es doch noch einmal kälter werden, ist das kein Problem. Rosarot, Blau oder Gelb – eingepflanzt in großzügigen Blumenkübeln tauchen diese Frühlingsblumen den Balkon in die persönliche Lieblingsfarbe.

Großzügige Gefäße aus Ton oder Terrakotta verbreiten mediterranes Flair. Wer jedoch lieber mit dem aktuellen Trend geht, setzt auf moderne Metalltöpfe. In den großzügigen Blumenkübeln gedeiht später auch die sommerliche Bepflanzung mit Rank- und Kletterpflanzen (z.B. Knöterich) besonders prächtig.

Vor dem Bepflanzen: Kies einstreuen

Bevor Sie die Kästen und Kübel bepflanzen, sollten Sie eine Schicht Kies einstreuen. Das wirkt wie eine natürliche Drainage und schützt vor zu viel Feuchtigkeit in der Blumenerde.

Nun geht`s an die Blütenvielfalt: Bis Ende April eignen sich vor allem klassische Frühblüher wie Primeln, Tulpen, Narzissen, Bellis oder Stiefmütterchen. Sie können auch den ein oder anderen Nachtfrost vertragen. Hübsch machen sich auch Ranunkeln. Zwischen die vorhandene Blütenpracht sollten Sie vorgezogene, aber noch nicht in Blüte stehende Tulpen oder Osterglocken setzen. Sie blühen ein wenig später und verlängern somit das Frühlingsgefühl auf Ihrem Balkon.

Im Trend bei Pflanzen: Knallige Farben

Wenn Sie einen sonnigen Balkon haben, könne Sie auf eine große Pflanzenauswahl zurückgreifen. Im Trend liegen dieses Jahr Blumen in knalligen Farben. Ob Geranien, Petunien, Buntnesseln oder Verbenen – ein bunter Farbenmix lässt den Balkon sommerlich erstrahlen. Aktuell im Handel: „Confetti“ – eine Mischung aus verschiedenen Pflanzen und Farben.

Bei schattigen Balkonen kommt es darauf an, Pflanzen auszuwählen, die auch mit wenig Sonne gedeihen. Auch sie sind dieses Jahr in besonders kräftigen Farben erhältlich. Das Fleißige Lieschen, Fuchsien und Hortensien sorgen in Pink, Orange oder Weiß für eine optische Aufhellung der dunkleren Bereiche auf dem Balkon.

Wer es dezenter mag, ist mit immergrünen Pflanzen gut beraten. Ein Buchsbaum in saftigem Grün oder auch ein kleiner Kräutergarten sorgen für ein angenehmes, mediterranes Ambiente mit herrlichen Gerüchen. Wohlriechende Gewürze wie Rosmarin, Thymian, Basilikum oder Zitronenmelisse verfeinern darüber hinaus die leichte Sommerküche.

Schon im Frühjahr an den Sommer denken

Denken Sie schon im Frühjahr an den Sommer: Auch Kriechlavendel und Glockenblumen sind schon im Frühling in Balkonkästen und Pflanzkübeln gut aufgehoben. Sie bleiben den ganzen Sommer über schön. Aber: Bitte an den Rand pflanzen, damit die Blüten schön hängen können. Verwelkte Blüten sollten regelmäßig abgezupft werden. Denn wer seine Stiefmütterchen alles andere als stiefmütterlich behandelt, hat auch im Sommer noch etwas von ihnen.

Mit klassischen Sommerblumen wie Margeriten, Rosen und Hortensien sollten Sie noch ein Weilchen warten Sie nehmen allzu starken Nachtfrost nämlich übel. Besser: Auf die Eisheiligen warten: Diese sind vom 11. bis 15. Mai. Danach sind Nachtfröste eher unwahrscheinlich.

Für Gemütlichkeit sorgen

Stimmt die Optik der Flora, geht’s an die Gemütlichkeit: Holen Sie Balkontisch und -stühle hervor. Bei Bedarf sollten Holz- oder Metallmöbel ebenfalls zum besseren Genuss von erster Frühlingssonne und lauen Sommerabenden aufgemöbelt werden. Sprich: alten Lack oder abgenutzte Holzfarbe entfernen und neu pinseln oder mit einem Holzpflegeöl einreiben. Wenn alles getrocknet ist, kann's endlich losgehen: Frühstück auf dem Balkon, Kaffeepause in der Sonne, laue Abende.

Wer's richtig stimmungsvoll mag, sollte an die passende Beleuchtung denken. Angesagt sind vor allem Solarleuchten von stilvoll bis schrill. Wer Wert auf Natürlichkeit legt, kann sich in Sachen Sommerlicht den Gang zum Baumarkt sparen. Auch Teelichter in hübschen Gläsern machen jeden Abend auf dem Balkon zum Genuss.

Ausreichend Wasser sorgt für lange Haltbarkeit

Ist das Werk vollbracht, ist regelmäßiges Gießen angesagt. Gerade frisch Gepflanztes braucht viel Wasser. Wer seinen Sommerurlaub nicht auf Balkonien verbringt, sollte daher einen Nachbarn oder Bekannten bitten, regelmäßig die Pflanzen zu gießen.

Um eine rasche Verdunstung zu verhindern, eignen sich für sonnige Balkone Blumenkübel aus Plastik. Für Balkonpflanzen mit schattigen Plätzchen darf es auch ein Terrakottatopf sein. Sie müssen im Sommer zwar ebenfalls regelmäßig gegossen werden, kommen aber auch mal ein paar Tage ohne Wasser aus und sind etwas pflegeleichter.

Balkongestaltung und Mietrecht: Das sollten Sie beachten

Grundsätzlich hat jeder Mieter das Recht, seinen Balkon nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Grenzüberschreitender Wuchs in Richtung Nachbars Balkon sollte jedoch grundsätzlich vermieden werden. Wichtig ist, dass die Blumenkästen an der Außenseite des Balkongeländers ausreichend befestigt sind, sodass sie bei starkem Wind nicht herabstürzen und Passanten verletzen können.

Sollte sich ein Nachbar von herabfallenden Blättern oder Gießwasser gestört fühlen, müssen die Blumentöpfe entfernt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Gestaltung des Balkons auf dessen Tragfähigkeit. Diese kann mit schweren Holzmöbeln und Blumenkübeln rasch überschritten werden.