Die freistehende Badewanne: Entspannung pur

Tipps zur freistehenden Badewanne

© www.kaldewei.de

Ein Bad zu nehmen ist für viele Menschen wohltuend und entspannend. Eine freistehende Wanne verleiht dem Badeerlebnis dabei eine ganz besondere Note. Welche Modelle der Markt bietet und was man bei der Auswahl und beim Einbau beachten sollte, fasst Immonet zusammen.

Baden tut der Seele gut

In der Badewanne erfährt der Mensch die wohltuende Wirkung von Wasser und Wärme. Bei vielen steigert das Eintauchen in die Wanne ganz entscheidend das seelische Wohlbefinden. Einer Studie der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft zufolge ist ein Wannenbad zum Stressabbau wirksamer als beispielsweise Ausruhen auf der Couch.

Freistehende Badewannen sind ein Hingucker

Wer nicht nur entspannen, sondern beim Schaumbad auch einen Hauch Extravaganz und Luxus erleben möchte, setzt im Badezimmer auf eine freistehende Badewanne. Denn im Gegensatz zur klassischen, an die Wand gerückten Badewanne oder der platzsparenden Eckbadewanne wirkt eine freistehendes Wanne als besonderer Blickfang.

Klassische und moderne Modelle

Zu den klassischen Modellen gehören Wannen mit Füßen wie beispielsweise die berühmte Löwenklaue aus der Anfangszeit des modernen Wannenbads im frühen 19. Jahrhundert. Doch nicht nur antike Modelle ziehen die Blicke auf sich, auch die zeitlosen Exemplare mit Einfassung sind etwas Besonderes im Bad. Zahlreiche Extras der fest montierten Badewanne sind auch für die freie Badewanne zu haben – etwa Massagedüsen, eine Wasserheizung oder eine integrierte Beleuchtung für jede Stimmung.

Das Material: Stahl-Emaille vs. Sanitäracryl

Die Wanne aus reinem Metall ist heute eher selten zu finden. Viel gebräuchlicher sind Modelle aus Stahl-Emaille. Hierbei ist die Wanne mit dem glasartigen Stoff überzogen. Für solche Wannen sprechen die Unempfindlichkeit der Oberfläche, die leichte Reinigung und der relativ günstige Preis. Sie beginnen bei etwa 500 Euro. Manche Menschen empfinden Stahl-Emaille allerdings als kalt.

Besonders beliebt ist deshalb mittlerweile Sanitäracryl als Werkstoff. Er wirkt warm und ist ein Leichtgewicht und somit ideal für Bäder in Altbauten. Zudem lässt sich Acryl in zahllose Formen bringen und beliebig einfärben. Die Oberfläche ist im Vergleich zur Stahl-Wanne aber empfindlicher gegen scharfe Reinigungsmittel. Wannen aus Acryl sind ab ca. 550 Euro zu haben.

Wannen aus Holz oder Beton fallen auf

Die Vielfalt der Materialien ist jedoch weitaus größer. Freistehende Badewannen gibt es auch aus Mineralharz, Beton oder Holz. Solche Ausführungen sind nachhaltig und wirken besonders edel. Diese Qualität hat allerdings ihren Preis: Holz-Wannen kosten mehrere Tausend Euro.

Freistehende Badewannen benötigen genügend Raum

Damit sie gut zur Geltung kommt, platzieren Wasserliebhaber  eine freistehende Badewanne möglichst in der Mitte des Raumes. Das Badezimmer muss daher eine gewisse Größe haben. Badausstatter empfehlen mindestens acht Quadratmeter Grundfläche bei einem Standard-Wannenmaß von 170 mal 80 Zentimetern. Ihren größten Vorteil – die Benutzbarkeit von allen Seiten – kann die freistehende Badewanne am besten ausspielen, wenn ringsherum genügend Platz zum Ein- und Aussteigen vorhanden ist. 55 Zentimeter Abstand zu Wänden, dem Waschbecken oder anderen Badezimmereinrichtungen sollte man mindestens einplanen.

Doch auch im kleinen Bad muss man nicht unbedingt auf eine freistehende Badewanne verzichten. Man kann sie sogar gezielt einsetzen. Modelle mit Füßen geben den Blick auf den Boden darunter frei. Der Effekt: Das Badezimmer wirkt gleich viel größer. Ob ein kleines Badezimmer für eine freistehende Wanne geeignet ist, hängt letztlich vom persönlichen Empfinden ab.

Fürs Abduschen nur bedingt geeignet

Freistehende Badewannen eignen sich besonders für Genießer, die das Badezimmer als Wellness- und Regenerationsort betrachten. Wer die Wanne in seinem Bad hauptsächlich zum schnellen Duschen benutzt, muss mit Spritzwasser rechnen. Das Problem lässt sich häufig nur mit einem umlaufenden Duschvorhang lösen – was zu Lasten der Ästhetik geht. Duschliebhaber sollten sich daher vor der Anschaffung fragen, ob eine freistehende Wanne wirklich lohnt.

Installation der Leitungen ein Knackpunkt

Wer eine freistehende Badewanne einbauen lassen möchte, muss sich Gedanken um die Wasserleitungen und Abwasserrohre machen. In der Regel verlaufen die Leitungen unter dem Fliesenboden statt nur in der Wand. Das macht mehr Arbeit beim Verlegen und erhöht den Planungsaufwand. Nicht jeder Boden ist geeignet – insbesondere in Badezimmern in Altbauten ist oft kein Platz für die Installation. Abhilfe könnte ein Podest schaffen, auf dem die Wanne ruht und welches die Leitungen verdeckt.

Im Altbau spielt außerdem die Tragfähigkeit des Bodens eine Rolle. Je nach Größe und Material können freie Badewannen recht schwer sein. Bevor man eine Badewanne mittig im Raum platziert, zieht man im Zweifel einen Statiker zurate – besonders dann, wenn an der Stelle noch nie eine vergleichbare Wanne stand.

Test vor dem Kauf erleichtert Entscheidung

Bevor man mitunter mehrere Tausend Euro für eine freistehende Badewanne ausgibt, sollte man unbedingt im Modell der Wahl probeliegen. Nur so erfährt man, ob zum Beispiel der Abfluss stört, die Ränder zu kantig sind und die Wanne ausreichend groß ist. So stört es beispielsweise, wenn man beim Baden ständig nach unten rutscht. Manche Hersteller und Händler bieten dazu in ihrer Badausstellung spezielle Wannen-Testcenter an.