Fassade dämmen und Geld sparen

Fassade dämmen und Geld sparen
© Fotolia / Wim Ihlenfeld

Wer als Eigenheimbesitzer die Energiekosten senken möchte, muss vor allem die Fassade ausreichend dämmen – insbesondere, wenn das Haus schon ein paar Jahre älter ist.

Denn wenn die Fassade mangelhaft gedämmt ist, kann kostbare Heizwärme entweichen und dadurch steigen die Energiekosten. Wer zudem mit dem Gedanken spielt, in eine neue und effizientere Heizungsanlage zu investieren, sollte auch die Außenhülle des Hauses auf Schwachstellen überprüfen lassen. Denn das größte Einsparpotential erzielt man mit einer modernen Heiztechnik in Kombination mit einer guten Wärmedämmung.

Was macht einen guten Dämmstoff aus?

Die Eigenschaften eines Dämmstoffs misst man mit Hilfe der Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS): Je kleiner die WLS desto besser der Wärmeschutz. Bei der Suche nach dem passenden Dämmstoff stellt sich zunächst die Frage, wie viel Geld der Bauherr ausgeben möchte: Die verschiedenen Materialien kosten zwischen vier und hundert Euro pro Quadratmeter. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen außerdem: Soll es ein weicher Dämmstoff mit besonders guten Schallschutzeigenschaften sein oder haben die Brandschutzeigenschaften Priorität? Materialien der „Baustoffklasse A“ stehen für „nicht brennbar“ und Baustoffklasse „B1“ bedeutet „schwer entflammbar“. Zudem muss man sich zwischen Dämmstoffen aus anorganischen Materialien wie Mineralwolle oder erdölbasierten EPS-Schäumen entscheiden. Mineralwolle wird als nicht brennbare Stein- oder Glaswolle angeboten und zählt zu den am häufigsten eingesetzten Dämmstoffen. Alle genannten Materialien sind relativ günstig und langlebig.

Wohngesund mit natürlich-organischen Dämmstoffen

Styropor und Polyurethan zählen zu den erdölbasierten organischen Dämmstoffen, die guten Schutz vor Feuchtigkeit bieten. Wer sich organische Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen als Dämmstoff wünscht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Hanf, Flachs, Schafwolle, Zellulosefasern aus Altpapier oder Holzfasern aus dem Sägewerk sind zwar teurer, gelten aber als wohngesunde Baumaterialien mit einer idealen Ökobilanz. Da nachwachsende Dämmstoffe mehr Feuchtigkeit aufnehmen und keine hervorragenden Brandschutzeigenschaften bieten, sind sie nur bedingt einsetzbar. Besonders bei der nachträglichen Dämmung der Außenfassade ist aber das Brandverhalten der Materialien entscheidend.

Unterschiedliche Verfahren der Fassadendämmung

Für die Fassadendämmung eignen sich unterschiedliche Verfahren: Neben dem Wärmeverbundsystem (WDVS) kann auch die sogenannte Vorhang-Fassade installiert oder eine Kerndämmung eingezogen werden.  Bei der Kerndämmung wird das Dämmmaterial in den Hohlraum zwischen Außenwand und Tragwand eingeblasen. Relativ neu und sehr effizient im Neubaubereich sind Wärmedämmfassaden aus perlitgefüllten Ziegeln, die diffusionsoffen und besonders atmungsaktiv sind. Welches Verfahren sich am besten eignet, sollte von einem Fachmann ermittelt werden.

Nachträgliche Fassadendämmung im WDVS

Bei einer nachträglichen Dämmung im Außenbereich werden die Materialien meist mit einer günstigen Wärmedämmverbundfassade montiert. Dabei wird der Dämmstoff an der Außenwand auf die Fassade geklebt und dann mit einer Animierungsschicht versehen, die mögliche Risse und thermische Spannungen verhindern soll. Thermische Spannungen können durch große Temperaturunterschiede entstehen, die auf die Fassade einwirken. Im Anschluss erfolgt das Auftragen von Außenputz und einem Anstrich. Tipp: Bevor es losgehen kann, muss die Fassade zunächst auf Schadstellen untersucht und gegebenenfalls ausgebessert werden.

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