Welche Fassade passt zum Haus?

Die Fassade: Optisches Highlight und nötiger Schutz
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Neben der Ästhetik spielt die Fassade auch bei der Haltbarkeit, Wärmedämmung und Wertbeständigkeit der eigenen vier Wände eine entscheidende Rolle. In erster Linie sollte die Fassade optisch ansprechend, bezahlbar und langlebig sein.

Eine hochwertige Fassadenverkleidung wirkt wie eine zweite Haut. Ein breitflächiger, stabiler Schutz entsteht, der intensiver Sonneneinstrahlung und Regen trotzt. Die Auswahl eines geeigneten Materials ist daher sehr wichtig.

Die unterschiedlichen Fassadentypen

Klassische Putzfassaden brauchen nach spätestens fünf bis sieben Jahren einen neuen Anstrich oder kleinere Ausbesserungen. Vollmauerwerk oder Verblendungen mit Steinen halten um ein Vielfaches länger und setzten Akzente.

Grundsätzlich kann man folgende Arten unterscheiden:

  • Aufgesetzte und vorgehängte Fassaden: Die aufgesetzte Fassade wird direkt auf die Außenmauer aufgebracht. Bei der vorgehängten Fassade befindet sich zwischen Außenwand und Verkleidung noch eine Unterkonstruktion, die der Wärmedämmung dient. Die zweite Variante verbessert die Isolierung eines Gebäudes erheblich, ist dafür aber auch teurer als die aufgesetzte Fassade. Die zusätzlichen Kosten können durch Energieeinsparungen leicht ausgeglichen werden.

  • Lamellenfassade: Sie besteht aus Holz, Glas oder Metall und dient vor allem der Dekoration. Die Lamellen können feststehend oder beweglich angebracht werden. 

  • Blendfassade: Sie ist reine Dekoration. Eine schützende Funktion hat die Blendfassade daher nur bedingt.

  • Putzfassade: Diese Fassaden-Art wird am häufigsten verwendet. Man trägt den Putz in mehreren Schichten auf. Die Isolierung kann durch Dämmplatten unter dem Putz verbessert werden.

  • Schieferfassade: Die Schieferplatten können in unterschiedlichen Mustern an einer Holzschalung befestigt werden oder man nagelt sie direkt auf die Wand. Aufgrund der Oberflächenstruktur, kann Feuchtigkeit leichter entweichen.   

  • Vorhangfassade: Sie besteht zumeist aus einer Glas- und Aluminium-Konstruktion und wird eher für Bürogebäude verwendet. Achtung: Diese Fassadenart darf nicht mit der vorgehängten, belüfteten Fassade verwechselt werden.

  • Holzfassade: Sie verleiht dem Haus ein natürliches Flair. Als Materialien werden am häufigsten Lärche, Zeder, Zypresse, Edelkastanie, Eiche und Robinie verwendet. Achtung: Holz ist ein „lebender“ Werkstoff, durch Witterungseinflüsse können sich Risse und Verwerfungen bilden. 

  • Wärmedämmverbundfassade: Diese Fassade wird zum Dämmen von Gebäudeaußenwänden verwendet. Das Dämmmaterial befestigt man an der äußeren Wand und versieht es mit einer Armierungsschicht (Unterputz). Anschließend folgen Putz und Anstrich.

Tipp: Achten Sie auf die Bausatzung. In vielen Regionen gibt es typische Stilelemente, die festgeschrieben sind.

Fassadenverkleidung gegen Lärm  

In seinen eigenen vier Wänden möchte man Ruhe und Entspannung finden. Da sind Außengeräusche störend, können aber vermieden werden, denn Fassadensysteme erhöhen den Schallschutz.

Beständigkeit der Außenwände 

Schlechte Dämmung und Mängel am Außenputz führen bei älteren Fassadenverkleidungen oft dazu, dass das Mauerwerk feucht wird. Schimmel, Pilzbildung oder Algenbefall sind unangenehme Folgen. Feuchtes Mauerwerk ist außerdem in seiner Dämmleistung stark beeinträchtigt. Die Lösung ist eine mehrschalige Außenwand. Durch die integrierte Hinterlüftungsebene kann Feuchtigkeit schneller trocknen. Außerdem ist die Feuchtigkeit, die durch Raumnutzung entsteht und in die Wand zieht, nicht eingeschlossen, sondern wird durch die Hinterlüftungsebene direkt abgeführt.

Schnelle Montierung

Fassadensysteme sind auf eine Holzunterkonstruktion aus imprägniertem Schnittholz montiert. Mit Dübeln wird die Unterkonstruktion an der Wand befestigt. Der Untergrund sollte tragfähig sein, sodass die Dübel sicher gehalten werden.

Checkliste für eine effektive Fassade

Damit eine Fassade schön und gleichzeitig energieeffizient ist, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Sicherer, lang anhaltender Witterungsschutz
  • pflegeleichte Oberfläche
  • sehr guter Schallschutz
  • langjährige Lebensdauer
  • Ausgleich der Luftfeuchtigkeit zu den Innenwänden
  • Einhaltung der Energieeinsparverordnung

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