Damit das Fahrrad nicht vor der Haustür geparkt werden muss und geklaut werden kann, empfiehlt sich ein Fahrradschuppen

Fahrradschuppen:
Die Garage fürs Rad

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Wer sein Fahrrad vor der Haustür parkt, muss damit rechnen, dass es am nächsten Tag nicht mehr da ist. Einen guten Schutz vor Diebstahl und Feuchtigkeit bietet ein Fahrradschuppen. Immonet erklärt, welches Material Sie dafür benötigen und was Sie beim Bau beachten sollten.

Fahrradschuppen schützt Rad vor Diebstahl und Regen

Für ein anständiges Fahrrad kann schon einmal ein Monatsgehalt draufgehen. Damit es möglichst lange hält und nicht ungewollt den Besitzer wechselt, bietet sich als sicherer Unterschlupf ein Fahrradschuppen an. Hier ist es vor Regen und fremden Zugriff geschützt. Fahrradschuppen gibt es fertig konstruiert im Baumarkt – man kann sie aber auch selbst zusammenschrauben.

Größe und Lage des Schuppens

Bevor die Planungsphase für den Fahrradschuppen beginnt, muss zuerst geklärt werden, ob für den Bau eine Erlaubnis bei der Bauaufsichtsbehörde eingeholt werden muss. Erst wenn das erledigt ist, kann es losgehen.


Der Platz und die Größe des Schuppens werden im nächsten Schritt festgelegt. Ein Fahrradschuppen, in dem zwei Fahrräder Platz finden sollen, muss mindestens eine Grundfläche von drei Quadratmetern haben. Als Bauart stehen ein Anlehnschuppen, dessen eine Seitenwand die Hauswand bildet oder ein freistehender Schuppen zur Auswahl. Ist ein offener Schuppen geplant, darf dieser nicht der Wetterseite zugewandt sein. Andernfalls regnet und schneit es herein. Einen Schutz vor Diebstahl bietet er nicht.

Geeignetes Baumaterial

Für den Eigenbau eines Fahrradschuppens eignet sich vor allem Holz. Dieses lässt sich unkompliziert und ohne den Einsatz von großen Maschinen verbauen und ist wetterfest. Allerdings müssen Holzwände mit einem speziellen Schutzlack gestrichen werden, der sie gegen das Eindringen von Feuchtigkeit schützt. Dieser muss alle zwei Jahre erneuert werden.


Genutete Holzbretter ersparen eine Menge Arbeit – die Bretter werden einfach ineinander gesteckt und später mit den Verstrebungen verschraubt. Für das Dach kann man Holzsparren und Dachpappe verwenden.


Als Fundament eignet sich neben Steinplatten auch Beton. Dieser muss allerdings erst angerührt und gleichmäßig in eine ausgehobene Ausschachtung gegossen werden. Wer sich die Arbeit sparen möchte, der kann das Fundament weglassen und den Schuppen direkt auf Rasen oder Erdreich bauen.

Vorbereitung für die Bauphase

Um den Fahrradschuppen zu errichten, muss zuerst ein Bauplan erstellt werden. Hier wird festgehalten, wie die Maße der einzelnen Wände und des Daches sind, wo die Tür hin soll und wie viel Material dafür benötigt wird. Die Bretter kann man sich im Baumarkt gleich auf die erforderliche Länge zuschneiden lassen – das erspart mühsames Sägen während der Bauphase.

Bau des Fahrradschuppens

Liegt das Material bereit und ist die Fläche vermessen, beginnt die Bauphase: Nachdem das Fundament verlegt bzw. gegossen worden ist, werden Löcher für die Pfosten gegraben, mit denen die Wände später verschraubt werden. Die Löcher sollten mindestens 80 Zentimeter tief sein, damit sie frostsicher sind. Um den Schuppen sturmfest zu machen, werden die Pfeiler einbetoniert. So halten die Seitenwände auch starken Böen stand.


Ist der Beton getrocknet, werden an den Pfosten hölzerne Querverstrebungen verschraubt. In die Bretter, welche die Vorder- und Rückwand des Schuppens oben abschließen sollen, werden Einschnitte im Umfang der Sparren gesägt, die später das Dach halten. Dann muss man die Bretter für die Seitenwände auf die gewünschte Höhe zusammengestecken. Dabei wird der Raum ausgespart, wo später die Tür eingesetzt werden soll. Die Bretter der Wände werden mit den querlaufenden Streben verschraubt und die Sparren für die Dachkonstruktion in die freigesägten Einschnitte der Vorder- und Rückwand gesteckt. Dabei ragt das Ende der Sparren ein Stück über die Wände heraus. Nachdem auch die Sparren mit den Seitenwänden verschraubt worden sind, werden die Dachplatten aufgenagelt. Als letzter Schritt wird die Tür angepasst, ausgerichtet und befestigt.