Immobilie vermieten: So fertigen Sie ein gutes Exposé an

Exposé Immobilie vermieten
© Sygun:Fotografie

Wer eine Wohnung oder ein Haus vermieten möchte, sollte ein gutes Exposé zusammenstellen. Dazu gehören neben allen erforderlichen Informationen zur Immobilie auch aussagekräftige Fotos. Immonet gibt Tipps, was Sie beachten sollten.

Diese Informationen gehören ins Exposé

Das Exposé ist der erste Eindruck, den potentielle Mieter bekommen. Deshalb sollte Ihr Exposé die wichtigsten Informationen auf einen Blick enthalten. Gleichzeitig haben Sie hier die Chance, neugierig zu machen und die Vorzüge des Objektes zu unterstreichen. Grundsätzlich gilt: Machen Sie Lust auf die Wohnung, aber versprechen Sie nicht das Blaue vom Himmel. Wer bei den Fakten bleibt, hat am Ende mehr Aussicht auf eine erfolgreiche Vermietung. Diese Angaben gehören zwingend in ein Exposé:

Adresse und Lage der Immobilie

Nennen Sie die genaue Anschrift. Außerdem sollten Sie das Umfeld kurz umschreiben: Innenstadt oder Stadtrand, ruhige Siedlungslage oder belebte Straße? Eine Umgebungskarte kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Tipp: Veröffentlichen Sie die genaue Adresse des Objektes, dann wird Ihre Immobilie auch in der Kartenansicht der Immonet iPad-App angezeigt.

Größe und Grundriss

Wichtige Kriterien für einen Mieter sind die Größe und die Aufteilung der Wohnung. Beschreiben Sie neben der Quadratmeterzahl auch die einzelnen Räume sowie Keller oder Abstellflächen. Fügen Sie Ihrem Exposé einen Grundriss bei, damit Interessierte sich ein besseres Bild machen können.

Baujahr und Zustand

Zukünftige Mieter interessieren sich auch für das Alter einer Immobilie. Gleichzeitig wollen sie etwas über den Zustand der Wohnung erfahren. So kann eine Jugendstil-Wohnung sehr wohl energetisch saniert und auf dem neuesten Stand der Energienutzung sein. Ein Haus aus den 1980er-Jahren kann starke Abnutzungserscheinungen aufweisen. Erwähnen Sie also zusätzlich zum Baujahr auch den allgemeinen Zustand von Haus oder Wohnung.

Ausstattung und Eckdaten

Besitzt Ihre Wohnung eine schöne Terrasse oder ist die Loggia das i-Tüpfelchen? Beschreiben Sie die Besonderheiten Ihres Objektes. Interessant sind Angaben zur Heizungsanlage, zur Wasserversorgung, zum Zustand von Fenster und Türen, Küche und Bad. Gibt es besondere Raumlösungen oder einen Dachboden, der sich ausbauen lässt? All das sind wichtige Informationen für Mieter.

Angaben zum Energieverbrauch

Bei einer Neuvermietung müssen Vermieter zwingend einen Energieausweis für die betreffende Wohnung und das Haus vorlegen. Er gibt Aufschluss darüber, welche Energiekosten auf den Mieter zukommen werden. Grundsätzlich werden zwei Arten von Energieausweisen unterschieden: der Bedarfsausweis oder der Verbrauchsausweis. Ersterer ist eine mehr oder wenige theoretische Prognose über die zu erwartenden Energiekosten. Der zweite orientiert sich am tatsächlichen Energiebedarf.

Hat eine Immobilie mehr als vier Wohneinheiten, darf der Vermieter wählen, welchen Energieausweis er anfertigen lässt. Hat eine Immobilie vier oder weniger Wohneinheiten, besteht die Wahlfreiheit nur, wenn das Gebäude den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1977 genügt. Ist das nicht der Fall, haben Mieter ein Recht auf Einsicht in den Bedarfsausweis. Für das Exposé ist ein Hinweis auf den vorhandenen Energieausweis auf jeden Fall zu empfehlen. Wer mit einer energiesparenden Immobilie aufwarten kann, sollte weitere Details nennen.

Mietpreis und Bezugstermin

Klingt selbstverständlich, sollte aber niemals vergessen werden: Vermieter sollten den möglichen Bezugstermin sowie die Höhe des Mietpreises nennen. Üblich ist eine Angabe zur Kaltmiete. Wer die Nebenkosten von Anfang an benennen kann, kann diese ebenfalls ins Exposé schreiben. Auch Angaben zur Kaution gehören ins Exposé.

So treffen Sie den richtigen Ton

Die Überschrift sollte neugierig auf die Immobilie machen und deren Vorzüge beschreiben. Eine allzu blumige Sprache sollten Sie aber meiden und stattdessen durch positive Fakten glänzen.

Fotos gehören in jedes Exposé

Was nützt die schönste Beschreibung, wenn potentielle Mieter kein Bild von der Immobilie vor Augen haben? Aussagekräftige Fotos gehören deshalb in jedes Exposé. Dabei sollten Vermieter vor allem die Vorzüge der Wohnung ins rechte Bild setzen. Ist das Badezimmer besonders hochwertig oder die Küche gut ausgestattet, lohnen sich Fotos aus diesen Räumen. Eine Außenansicht ist ebenfalls möglich, sollte aber nur bei schönem Wetter aufgenommen werden. Grundsätzlich müssen die Fotos technisch einwandfrei sein und in einer guten Auflösung hochgeladen werden. Verwertbare Dateiformate sind JPEG, GIF oder PNG.

Solche Angaben sollten Sie im Exposé vermeiden

Bleiben Sie sachlich und ehrlich. Das gilt für die Sprache wie für die Fotos. Denn erweist sich die großzügig ins Bild gesetzte Loggia am Ende doch als ein kleiner Balkon, ist Enttäuschung bei potentiellen Mietern programmiert. Bilder mit privatem Charakter sowie Fotos von tatsächlichen Bewohnern des Objektes sind tabu.     

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