Energiesparen im Haushalt: Kleiner Aufwand, große Wirkung

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© plainpicture/ Westend61

Alle Jahre wieder im Herbst trifft die Nebenkostenabrechnung ein – und so manchen Empfänger fast der Schlag angesichts der deftigen Nachzahlung. Ebenfalls alle Jahre wieder folgt daraufhin der Entschluss, ab sofort mit der Energie zu haushalten. Die meisten Verbraucher wollen bewusst weniger aufwenden – das ergab eine Immonet-Umfrage zum Thema Energieverbrauch. Damit es nicht beim bloßen Vorhaben bleibt, hier ein paar wertvolle Tipps für die Umsetzung.

Immonet-Frage: „Wie sparen Sie Energie im Haushalt?“

Die relative Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer gab sich selbstreflektiert: „Ich verbrauche bewusst wenig“, gaben 43 Prozent an. Die zweitgrößte Gruppe mit 29,97 Prozent verlegt sich auf energiesparende Geräte. Effizient, aber auch sehr aufwendig sind Baumaßnahmen wie die Verbesserung der Fassadendämmung – nur 9,99 Prozent gehören deshalb zur Gruppe der Vorbildlichen. Stärker ist die „Mir doch egal“-Fraktion: 16,97 Prozent der User achten überhaupt nicht auf ihren Verbrauch. Damit sich das ändert, hier ein paar Tipps für einfache Energiesparmaßnahmen, die kaum finanzielle Investitionen erfordern.

Die Devise heißt „Raus mit überalterten Kühlschränken, Waschmaschinen und Co.“. Denn selbst wenn sie noch zuverlässig funktionieren, benötigen die betagten Kolosse viel Energie und sind teuer. Welche Haushaltshelfer sparsam sind, ist bei den meisten Elektrogeräten durch eine Auszeichnung im Rahmen des sogenannten Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) auf einen Blick ersichtlich: Mit A ist der niedrigste Energieverbrauch gekennzeichnet, mit G der höchste. Bei neuen TV-Geräten ist eine solche Klassifizierung ab dem 30. November 2011 Pflicht. Übrigens: Mit einer Mattscheibe der A-Liga kann man laut dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH) bis zu 70 Prozent Stromkosten im Vergleich zu älteren Modellen sparen.

Waschen und Kühlen im Sparmodus

Beim Kühlen und Gefrieren kann ein Gerät der A-Klasse den Verbrauch um ein Viertel reduzieren. Stellt man die Eisboxen jedoch neben Heizung, Herd oder Geschirrspüler, ist die eingesparte Leistung wieder dahin. Lagert man heiße Speisen im Kühlschrank, blockiert die Lüftungsschlitze und öffnet häufig die Türen, wirkt sich das ebenfalls negativ auf die Energiebilanz aus.

Mit niedrigeren Temperaturen und ohne Vorwäsche wird die Wäsche ebenfalls sauber, lediglich mit etwas weniger Energieaufwand. Und natürlich sollte die Trommel ausgefüllt sein, die ½-Taste spart nur unwesentlich. Äußerst stromfressende Geräte sind Trockner, sie benötigen häufig mehr als acht Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Haushaltes. Ein A-Klasse-Trockner zahlt sich deshalb schnell aus. Beim Kauf zu beachten: Geräte mit Gasbrenner sparen nach Herstellerangaben bis zu 60 Prozent Energie. Maschinen mit Ablufttechnologie sind Kondensations- und Waschtrocknern vorzuziehen, da sie sparsamer sind.   

Stand-by-Modus: Die stille Energieverschwendung

Warum Strom verbrauchen, wenn man ihn gar nicht benötigt? Obwohl kaum jemandem darauf eine plausible Antwort hat, lassen Millionen Deutsche Fernseher und Co. im Stand-by-Modus laufen. Wer’s nicht tut, kann laut dena jährlich bis zu 115 Euro sparen. Am meisten Strom auf die stille Art und Weise fressen übrigens DVB-T-Geräte, HiFi-Anlagen und natürlich der PC.

Apropos PC – bezüglich der Rechner gibt es einige Energie-Vorurteile: Zum Beispiel, dass das Ein- und Ausschalten viel Strom zieht und sich deshalb nicht lohne. Das stimmt nicht! Das Anknipsen verbraucht nicht mehr Strom als ein paar Sekunden Betrieb – schon ein paar Minuten Trennung vom Netz lohnen sich deshalb. Ein flacher Monitor sieht nicht nur schicker aus, sondern verbraucht außerdem nur die Hälfte des Stroms eines Röhrengerätes. Stellt man den Bildschirmschoner aus und den Energiesparmodus ein, sind es sogar bis zu 90 Prozent weniger.

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