Tipps für die Einbauküche

Tipps für die Einbauküche

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Wie bei einem Essen kommt es auch bei einer Einbauküche auf die Zutaten an. Wer die Küchenplanung mit den richtigen Ideen würzt, macht die Küche zum Zentrum des Hauses. Immonet gibt Tipps, worauf Sie bei Planung und Kauf einer Einbauküche achten sollten.

Was Sie von Ihrer Küche erwarten

Bevor Sie sich auf den Weg ins Küchenstudio machen, sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen und überlegen, welche Ansprüche Sie an Ihre Küche haben. „Der Kauf einer Küche ist immer etwas ganz Besonderes“, sagt Heike Kloppenburg von Küche&Co, die seit mehr als 20 Jahren als Küchenplanerin tätig ist. Jeder in der Familie sollte seine Ansprüche an die Einrichtung formulieren. Auf der Grundlage der persönlichen Vorstellungen, einer Skizze und möglichst auch Fotos von der vorhandenen Küche habe ein erfahrener Küchenplaner eine gute Ausgangslage, um aus den Ideen eine fertige Einbauküche zu gestalten. Kloppenburg: „Schließlich kommt eine gute Küche nicht von der Stange, sondern jede einzelne ist ein echtes Unikat.“

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Workflow muss stimmen

Sind Sie sich darüber im Klaren, wie Sie Ihre Küche nutzen wollen, geht es an die Planung. Wer eine Wohnküche mit viel Platz zum Plaudern mit Freunden wünscht, sollte Raum für ausreichend Sitzmöglichkeiten lassen. Wer fulminante Vier-Gänge-Menüs zaubern möchte, legt das Augenmerk besser auf die Wahl der Geräte. Außerdem muss der Workflow stimmen. „Die Ergonomie ist wichtig: kontrollierte Arbeitsabläufe, kurze Wege, die richtige Arbeitshöhe“, betont Heiko Christ, Inhaber des Küchenstudios „Der Küchenplaner“ in Hamburg.

Zudem sollte schon bei der Planung der Einbauküche darauf geachtet werden, dass Einrichtung und Geräte einfach zu pflegen sind. Christ: „Bei einer Kochinsel zählt die Entfernung von der Spüle.“ Liegen beide Arbeitsplätze nicht nahe beieinander, werde immer wieder Wasser auf den Fußboden tropfen. In Neubauten sind derzeit offene Küchen im Trend. Wer sich für diese Bauweise entscheidet, so Küchenfachmann Christ, müsse aber Gerüche und Geräusche aus dem Kochbereich in Kauf nehmen.

Was eine gute Einbauküche ausmacht

Zwar liegen kräftige und ausgefallene Farben für Küchenfronten derzeit im Trend. Wer seine Einbauküche lange nutzen möchte, sollte aber auf zeitlose Schönheit setzen, rät Küchenplaner Heiko Christ. Denn auch, wenn ein nachträglicher Tausch der Fronten technisch jederzeit möglich sei, sind die Kosten hoch: „Immerhin machen die Türen 60 Prozent des Gesamtpreises der Küchenmöbel aus.“ 

Wichtiger als die Optik ist in jedem Fall die Funktionsweise der Einbauküche. Darauf sollten Sie beim Kauf achten:

  • Handelt es sich bei den Schubladen um Vollauszüge? So ersparen Sie sich zeitraubendes Suchen nach Besteck und Kochutensilien.
  • Verfügen die Schubladen über eine Anschlagdämfpung? Moderne Küchenschubladen ziehen sich ganz sanft von selbst wieder zu. Das ist geräuscharm.
  • Achten Sie auf die richtige Arbeitshöhe. Passt die Arbeitshöhe zum Nutzer der Küche, ist eine rückenschonende Arbeitsweise möglich.
  • Nutzen Sie den Raum optimal aus. Gerade in der Küche ist Platz ein kostbares Gut. Überlegen Sie, wo sich Stauräume unterbringen lassen und wo die Arbeitsfläche hin gehört.
  • Stimmen die Laufwege? Nudelwasser abgießen, den Backofen anstellen, das Dessert in den Kühlschrank bringen – beim Kochen müssen viele Dinge innerhalb kürzester Zeit erledigt werden. Lange Laufwege und unpraktisch angeordnete Geräte stören den Arbeitsfluss.
  • Hochwertige Geräte: Was nützen die edelsten Fronten, wenn der Geschirrspüler nach wenigen Jahren schlappmacht oder der Backofen zum Stromfresser mutiert. Achten Sie beim Kauf auf qualitativ hochwertige Geräte. Informieren Sie sich, welche Hersteller in welchen Bereichen führend sind. Um leistungsstarke Gerätschaften fürs Kochen, Spülen, Aufwärmen und Kühlen zu bekommen, sollten Sie ruhig einen Herstellermix in Kauf nehmen.

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