Tipps zur Eckbadewanne

Tipps zur Eckbadewanne

© Eckbadewanne Squadra von HOESCH

Deutsche Badezimmer sind nicht allzu groß. Wer dennoch nicht auf eine Badewanne verzichten möchte, ist mit einer Eckvariante oft gut beraten. Immonet gibt eine Übersicht der Vorteile von Eckbadewannen und hat Tipps für den Einbau.

Eine Badewanne auch für kleine Räume

Es reinigt, fördert die Gesundheit und entspannt zugleich: Die Vorzüge eines Vollbades weiß der Mensch schon seit Jahrtausenden zu schätzen. Doch die wenigsten Badezimmer der heutigen Zeit besitzen die Weitläufigkeit eines antiken Badehauses. Im Durchschnitt ist das Badezimmer in Deutschland weniger als acht Quadratmeter groß. Ein Drittel aller Bäder misst sogar nur drei bis sechs Quadratmeter.

Für diese kleinen Grundrisse kommt oft keine rechteckige Standard-Badewanne mit einer Länge von 1,80 Metern in Betracht. Bade-Enthusiasten mit wenig Platz müssen aber nicht zwangsläufig auf ihre Freude verzichten: Mit der Eckbadewanne steht eine platzsparende und zugleich funktionale Alternative zur Verfügung.

Eckbadewannen nutzen den Platz effektiv

Der große Vorteil dieses Wannentyps: Er füllt den oft ungenutzten Platz in der Ecke. Das schafft in kleinen Räumen mehr Bewegungsfreiheit und lässt noch ausreichend Spielraum für andere Sanitäreinrichtungen wie Toilette und Waschbecken. Zudem lassen sich Eckbadewannen in der Kombination als Wanne und Dusche benutzen. Auch deshalb können sie für die Badsanierung im Altbau die beste Wahl sein – etwa wenn die Grundrisse eher klein oder unvorteilhaft geschnitten sind.

Klassische Eckbadewanne: Kürzer, aber breiter

Die klassische Eckbadewanne hat ein Schenkelmaß von 1,20 Meter. Sie ist damit kürzer als herkömmliche Wannen, dafür aber breiter. Eine Person findet dort genug Platz für ein angenehmes Badeerlebnis. Modelle mit längeren Abmessungen bieten noch mehr Volumen – und lassen sich dann auch zu zweit bequem nutzen. Solche Eckbadewannen kommen allerdings eher für große Zimmer in Betracht.

Die Ausstattung fördert das Wohlbefinden

In puncto Ausstattung muss sich die Eckbadewanne vor den rechteckigen Vertretern nicht verstecken. Aussparungen, in denen man die Arme ablegen kann, erhöhen den Komfort beim Baden. Spezielle Varianten warten zudem mit Einstiegshilfen oder Sitzbänken auf. Und für den ultimativen Wellness-Faktor ist bei manchen Herstellern auch eine Whirlpool-Funktion erhältlich.

Wannen sind meist aus Stahl oder Acryl

Wie bei allen Wannenarten kommen auch bei der eckigen Ausführung hauptsächlich zwei Materialen zum Einsatz. Bewährt und weit verbreitet ist Stahl-Emaille. Diese Wannen sind unter anderem leicht zu reinigen und wegen der Robustheit des Materials recht langlebig. Vermehrt werden heute auch Wannen aus Acryl oder anderen Verbundstoffen angeboten. Sie haben ein geringeres Gewicht als Stahl-Wannen und lassen sich dementsprechend leichter transportieren und einbauen. Da sich Acryl nach Belieben formen lässt, gibt es eine Vielzahl von Wannentypen und die optischen Möglichkeiten sind variabel.

Einbau: Wannenträger oder Mauer

Die meisten Eckbadewannen werden auf einem sogenannten Wannenträger aufgesetzt und anschließend an den Wänden befestigt. Vorteil eines Wannenträgers: Die waagerechte Ausrichtung der Badewanne fällt leichter. Anschließend verkleidet man die sichtbare Seite, zum Beispiel mit einer Schürze aus Kunststoff, die sich flexibel anpassen lässt. Das macht den Einbau verhältnismäßig einfach und schnell. In einer anderen Variante wird gemauert, die Wanne darauf gelegt und die Mauer zum Schluss mit Fliesen verkleidet. Das ist aufwendiger, lässt aber zugleich mehr Freiraum für kreative Gestaltung, etwa von zusätzlichen Ablageflächen.

Darauf muss man bei der Installation achten

Unabhängig von der gewünschten Einbauvariante ist es wichtig, die gewünschte Ecke im Badezimmer auf ihren rechten Winkel hin zu überprüfen. Passen die Wände nicht zum 90-Grad-Winkel der Badewanne, gibt es später Probleme mit der Dichtheit am Anschluss zwischen Wannenrand und Wand. Da bei vielen Modellen der Abfluss raumseitig angebracht ist, ist es nötig, die Abwasserrohre zu verlängern. Hier ist darauf zu achten, dass genügend Gefälle herrscht und das Badewasser problemlos abfließen kann.

Preisspanne bei Eckbadewannen enorm

Je nach Ausstattung, Größe und Material bewegen sich die Preise für eine Eckbadewanne zwischen 200 und 1.500 Euro. Komplettsets mit Schürze, Wannenträger und Siphon gibt es schon ab rund 300 Euro. Hinzu kommen Anschaffungskosten für Armaturen und gegebenenfalls das Material für den Einbau. Modelle aus dem Baumarkt oder vom Versandhandel sind zwar günstiger als solche vom Fachhändler – in deren Badausstellungen kann man aber häufig in unterschiedlichen Wannen probeliegen und sich ausführlich beraten lassen. So findet man leichter die Eckbadewanne, die zum persönlichen Geschmack und zum Badezimmer passt.

  • Diesen Artikel teilen: